INTERVIEW | 6 FRAGEN AM FREITAG: Ich liebe Autofahren! (Sagt Skifahrer Diego Clara)

VON JUPP SUTTNER    ///    Jeden Freitag veröffentlicht das Online-Magazin Reise-Stories.de ein aktuelles Mini-Interview zum persönlichen Erleben der momentanen Zeit. Unsere Gesprächspartner/innen: Persönlichkeiten aus den Bereichen Tourismus, Sport, Kultur, Wirtschaft, Medien, PR und Marketing. Heute mit:

DIEGO CLARA,

Pressechef des weltberühmten Lift- und Destinations-Verbundes Dolomiti Superski in Italien. Der leidenschaftliche Carver (siehe Foto) lebt in St. Vigil (Ennetal) beim Kronplatz (Plan de Corones!) in Südtirol. Details: www.dolomitisuperski.com

 

SECHS FRAGEN AM FREITAG

 

Eine Frage, die wir als REISE-Magazin als Erstes stellen müssen: Was wäre ihr Urlaubs-Traumziel 2020, wenn es weltweit keine Reisebeschränkungen gäbe?

In der Familie haben wir immer schon den Sommerurlaub in Italien verbracht – ist ja allgemein als eines der schönsten und kulturreichsten Länder der Welt bekannt. Uns fehlt noch eine Region, wo wir noch nie waren, die aber als ganz toll angepriesen wird: Apulien. Hätte es diese Pandemie nicht gegeben, wären wir so zwischen Mitte/Ende Mai und Anfang Juni hingefahren. Ob in diesem Jahr schlussendlich was gehen wird? Mal schauen. Zuhause betreiben wir selber Ferienwohnungen, sodass uns immer ganz enge Zeitfenster für den eigenen Familienurlaub bleiben. Wichtiger ist uns jedoch, dass der Tourismus wieder in Gang kommt und sich das Wirtschaftssystem so schnell und gut wie möglich erholt. Sonst stehen und wirklich schwere Zeiten bevor.

 

Wie hielten Sie sich während der striktesten Ausgangsbeschränkungen fit?

Während der ersten fünf Wochen “Hausarrest” wollte ich 100 mal mit den Tourenski über die menschenleeren Skipisten rauf und runter gehen, um die Kondi hoch zu halten. Das durfte man dann aber per Dekret nicht mehr, sodass nach nur einem Ausritt Schluss war. Innerhalb der erlaubten 200 m Entfernung von zuhause habe ich dann einige Runden mit erhöhtem Schritttempo in meiner Nachbarschaft gedreht: Strava meldet 6 bis 7 km in einer Stunde. Die Nachbarn, die mich in den letzten 15 Jahren nie so oft bei sich vorbeilaufen gesehen haben,
fragten mich, ob ich mein Haus nicht mehr finde? Jetzt darf man wieder etwas weiter gehen und ich mache eine tägliche Runde zu Fuß mit ca. 10 km Strecke und 800 Höhenmeter am Dorfrand von St. Vigil. Sollte reichen.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ehrlich gesagt war ich nie ein großer Bücherleser, ausgenommen Sachbücher und Uni-Wälzer. Und so verhielt es sich auch während der striktesten Quarantäne. Ich lese aber Unmengen an Zeitungen, regionale aus Südtirol und nationale aus Italien. Und ich ertappe mich auch immer wieder, wie ich internationale Newsportale durchstöbere.

Welches Spiel spielten Sie während dieser Zeit am liebsten?
Die Ausgangssperre hat auch mich und meine Familie wieder zum Kartenspielen gebracht. Allerdings habe ich in meiner Jugend meine Freizeit lieber in Fußballtraining und Balltrickübungen investiert, als in das Südtiroler Karten-Nationalspiel Watten – und das rächt sich heutzutage. Wir spielten aber sehr viel Mau-Mau.

Welche Musik bringt Sie in dieser Zeit am besten über die Runden?
Ich habe zwei Töchter im Teenager-Alter im Haus, da fehlt sicher nicht die Musik. Sie hören alles, was heutzutage bei der Jugend geht, und zwar ziemlich laut über ihre Bluetooth-Boxen. Ob mir alles gefällt, ist hingegen eine andere Frage. Hie und da versuche ich mich am Keyboard meiner Töchter, um zu sehen, ob ich die eine oder andere
Notenfolge zusammenbringe.

Was waren Ihre Vorstellungen während der strengsten Beschränkungen, was Sie als Erstes nach Aufhebung aller Ausgangsbeschränkungen machen würden?
1. Ich dachte: Ist zwar nicht sehr nachhaltig, aber ich werde eine längere Autofahrt unternehmen. Ich liebe Autofahren und nach nunmehr 6 Wochen im Haus fehlt mir das irgendwie.
2. ich freue mich auch wieder darauf, ins Zentralbüro von Dolomiti Superski nach Gröden zurückkehren zu dürfen. Wie haben zwar täglich Online-Meetings, aber die Kolleginnen und Kollegen “live” vor mit zu haben, vermisse ich sehr.
3. Mit meiner Familie etwas Urlaub vom Eingesperrtsein machen. Wir würden gern kurz verreisen und miteinander einige Zeit in einer anderen Umgebung verbringen – vielleicht am Gardasee oder bei Freunden in der Nähe von Venedig.

Interview: Jupp Suttner

Foto-Copyright: Diego Clara

Bisher erschienen:

Am Freitag, 10. April 2020 – Klaus Wolfermann:

https://reise-stories.de/interview-5-fragen-am-freitag-olympiasieger-wolfermann-spielt-raeuber-romme-mit-seiner-frau/

Am Freitag, 17. April 2020 – Martha Schultz:

https://reise-stories.de/interview-6-fragen-am-freitag-alpin-queen-will-radeln-auf-ruegen/

Am Freitag, 24. April 2020 – Stefan Maiwald:

https://reise-stories.de/interview-6-fragen-am-freitag-heute-erscheint-sein-heisser-venedig-krimi-stefan-maiwald/

Am Freitag, 1. Mai 2020 – Lars Riedel:

https://reise-stories.de/interview-6-fragen-am-freitag-ich-liebe-das-konzert-der-voegel-lars-riedel/

Am Freitag, 8. Mai 2020 – Franz Gerstmayr:

https://reise-stories.de/interview-6-fragen-am-freitag-traeume-von-einem-eis-am-gardasee-franz-gerstmayr/

Am Freitag, 15. Mai 2020 – Ralf Exel:

https://reise-stories.de/interview-6-fragen-am-freitag-mozart-statt-strip-poker-tv-moderator-ralf-exel/

 

AM NÄCHSTEN FREITAG FOLGT:

Angelika Hermann-Meier, PR-Lady

 

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In eigener Sache:

DA HUAT GEHT UM

So heißt es in Bayern oftmals nach einem Konzert, wenn die Band kostenlos aufgespielt hat. Auf deutsch:

DER HUT KREIST

Und wem das Konzert gefallen hat, der drückt seine Anerkennung dadurch aus, dass er ein paar Euro in eben diesen Hut wirft.

Ebenso verhält es sich mit diesem Text. Wenn er Dir/Ihnen gefallen hat – dann gerne was in den Huat/Hut werfen. Nicht als „Spende“, sondern als: Anerkennung. Als Applaus…

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Unter allen Anerkennerinnen/Anerkennern des Monats Mai wird ein Abendessen mit dem Autor im oberbayerischen Raum ausgelost. Freu’ mich schon darauf, Dich/Sie einladen zu dürfen !

(Bald darf man ja schon wieder mit genügend Abstand dinieren…)

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