Hier kommt der neue JUPPSLETTER: Wie der Angermaier Karl seinen Penis verlor

BRIEF AN DIE LESER:INNEN.
Leserbriefe verkehrt. Reise-Stories.de-Chefredakteur Jupp Suttner dreht den Spieß um – und schreibt BRIEFE AN DIE LESER:INNEN.
Heute zum Beispiel folgenden:

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Ausgabe 20

27. Januar 2021

 

Liebe Leserinnen & Leser,

 

es ist Montagmittag, da ich dies schreibe. Und es ist jetzt etwa 60 Stunden her, da das Heizungs- und Warmwasser-System in dem Haus, wo ich zur Miete wohne, komplett ausgefallen ist. Samstag nichts als Kälte in der Bude, Sonntag nichts als Kälte in der Bude, Montag…

 

Ich sollte natürlich ständig Gymnastik machen und mich bewegen, um nicht komplett auszufrieren. Aber manchmal kann ich einfach nicht anders, als mit eingefrorenen Gedanken und Gelenken einfach so da zu sitzen. Obwohl dringende Arbeit zu erledigen wäre. Doch Kälte lähmt alles.

 

Es soll ja ein schöner Tod sein, sich in der Dorfkneipe eine Buddel Rum ein zu gießen und auf dem Nachhauseweg im Wald dann schlafen zu legen. Blöd nur, wenn man wie im fabelhaften Doris Dörrie-2019er-Film „Kirschblüten und Dämonen“ dann doch noch gefunden und im Krankenhaus repariert wird. Weil:

 

Dem Karl Angermaier (gespielt von Golo Euler) ist dabei der Schwanz abgefroren und musste amputiert werden. Er bemerkte es erst nach Wochen, als er den Verband lüftete – weil niemand der Verwandtschaft (dargeboten von Corinna Binzer, Hannelore Elsner, Elmar Wepper, Birgit Minichmayr u.v.a.) es ihm vorher zu sagen gewagt hatte.

 

Also gut. Dann keine Buddel Rum hier in der Wohnung und sich weggetreten auf den Boden legen, sondern lieber einen Zimttee mit heißer Milch zubereiten und eine Pudelmütze über den Kopf ziehen, damit die wenigen noch vorhandenen, weil fast erstarrten, kreativen Gedanken nicht direkt aus dem Hirnkastl in die Kälte nach oben entwischen. Denn 80 % aller Körperwärme entfleucht über den Kopf!

 

(Wurde VOR den 70er-Jahren behauptet. NACH den 70er-Jahren waren es einer Studie zufolge nur noch 45 bis 50 %. Heute sagt man, die Studie sei Quatsch gewesen und es handele sich nur um 7 bis 10 %. Aber ich bleibe bei den 80 % – und füge nur hinzu: GEFÜHLT.)

 

Also Mütze auf – und den Jammer-Pegel wg. Hz.&WW-Ausfall ‘runter. Und besser daran denken, dass die armen Flüchtenden in Nordost-Syrien, wie ich vor ein paar Tagen in angenehmer Wärme gemütlich auf dem Sofa liegend in der Tagesschau sah, wegen Überschwemmung sogar ihre Zelte als Unterkunft verloren haben und bei Minus-Graden und Hunger (der Diktator lässt fast keine ausländischen Hilfsmittel mehr durch) elendiglich vor sich hinbibbern.

 

Wenn ich also schon jammere – dann angebrachter wohl eher wegen dieser bemitleidenswerten Menschen anstatt über mich. Denn ich brauche mich ja nur ins Auto zu setzen, die Heizung auf 27 ° und Highway to Hell auf 100 000 Dezibel zu drehen und nach München zu düsen und dort auf den Wärmebus zu warten, der für die Obdachlosen durch die Stadtviertel der Weltstadt mit Herz zuckelt und ihre Körper wieder etwas auf Temperatur bringt.

 

Und ich könnte natürlich daran denken, dass ich bereits weitaus heftigere Kältetage hinter mir habe – als ich 1983 auf Langlauf-Ski und mit Zelt in fünf Tagen vom Inneren Grönlands zur 300 km entfernten Westküste lief. Mit 35 ° Minus des nächtens. Grausam! Denn weder die Zelte noch die Iso-Matten befanden sich damals in einem Zustand, den man annehmbar für -35° nennen könnte.

 

Die Hunde zogen das Gepäck, wir Läufer/innen (es war eine Touristengruppe) hatten nur einen Tagesrucksack umgeschnallt. In der Früh erhielten wir unser Mittagessen – ein zum Eisblock gefrorenes Sandwich. Man steckte es sich auf Brusthöhe an den Körper, so dass es bis zum Mittag aufweichte.

 

Es ist eine lange, lange Geschichte, dieser Grönland-Trip, und ich werde sie euch schon noch irgendwann erzählen, aber vorerst nur ganz kurz die Quintessenz: Ich finde es fabelhaft, diese Abenteuerreise absolviert zu haben – aber ein zweites Mal möchte ich es nicht.

 

Vor allem heute nicht. Da stünde mir eher der Sinn nach der Südsee. Vielleicht hänge ich deshalb gleich zum Davonträumen eine Hängematte in meiner Wohnung auf.

 

Und dazu eine Buddel Rum…

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Montagfrühabend:

 

Die Heizungsmonteure kommen.

 

Montagspätabend:

 

Die Wohnung ist schon wieder leicht überschlagen und ich benötige nur noch 2 statt 3 Pullover.

 

Sowie lediglich 1 Glas statt 1 Flasche Rum.

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Mein heutiger LESE-TIPP:

 

Niemals, niemals, niemals! Wird der JUPPSLETTER an einem Freitag erscheinen. Denn freitags erscheinen bereits meine beiden Lieblings-Newsletter – da will ich vergnüglich LESEN statt selbst zu schreiben! Den zweitliebsten verrate ich euch demnächst – meinen liebsten jedoch bereits heute. Er heißt

 

„Post aus Italien“

 

und wird geschrieben – ach was, geschrieben, besser: zelebriert – von Stefan Maiwald, einem in Grado lebenden deutschen Journalisten und Schriftsteller.

 

Alleine die Fotos mit seinem Hündchen! Und wie er sich stets behaupten muss gegen die italienische Schwiegermutter! (Sowie seine italienische Frau und die beiden Töchter.) Jeden Freitag wieder ein Genuss – und auch ein Gewinn:

 

Denn man lernt in jeder Ausgabe Neues über italienische Lebensart, Küche, Weine. Eigentlich sollte Maiwald Eintritt verlangen für das Lesen seines Newsletters – aber es ist umsonst. Schaut einfach mal rein – nichts ist schöner in diesen Tagen, als ein bisschen Meer und Süden zu erblicken. Via www.postausitalien.com könnt ihr den Newsletter abonnieren.

 

Falls ihr vorher jedoch noch etwas von mir lesen wollt – und zwar ein kleines Interview, das ich im April 2020 mit Maiwald anlässlich seines neuen Venedig-Krimis für Reise-Stories.de führte – dann klickt hier:

 

https://reise-stories.de/interview-6-fragen-am-freitag-heute-erscheint-sein-heisser-venedig-krimi-stefan-maiwald/

 

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Mein heutiger MUSIK-Tipp:

 

Es ist leider so – ich bin völlig unmusikalisch. Im Volksschulabschlusszeugnis erhielt ich in der Rubrik Musik dennoch eine 2 – „weil ich Dir das Zeugnis nicht versauen will“, sagte der Lehrer Auer, der für alle Fächer zuständig war und dies deshalb einfach machen konnte, weil er es so wollte. Ich kann also nicht singen und beherrsche kein Instrument. Aber dennoch:

 

Einer meiner Enkel spielt Trompete – und einer meiner Söhne macht Musik. Es müssen die Gene meines Vaters sein, der ein großartiger Jodler war.

 

Ja – und diese Musik meines Sohnes Sepp mit dem Künstlernamen DRIBBS will ich euch heute empfehlen (das Trompetenspiel des Enkels Vincent erst, wenn Tonträger vorliegen). Klickt folgende Seite an:

 

https://dribbs.bandcamp.com/album/passw-rd

 

Dort findet ihr vier Stücke von DRIBBS.

 

Mein Favorit ist dabei die Nummer 4 – meines Erachtens perfekt für jeden SciFi-Film.

 

Die anderen drei passen zu jedem Thriller.

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Und falls die Musik ein wenig Fernweh nach Thrill und Weltraum in euch geweckt hat – dann passt vielleicht mein heutiger REISE-Tipp:

 

MACHT DOCH MAL EINE WELTREISE – IN DEUTSCHLAND!

 

Der Begriff ÜBERSEE ist ausgesprochen altmodisch und meint Länder jenseits des Atlantiks – die zu erreichen man „über die See“ schippern musste. Das Übersee jedoch, das ICH meine, liegt nicht an der See, sondern AM See. Also zumindest fast. Ich meine die kleine Gemeinde Übersee, zwischen dem Bayerischen Meer (Chiemsee) und den Chiemgauer Bergen gelegen. Ich empfehle einen Tripp dorthin einfach deshalb, weil man rund um diesen 5.000 Einwohner-Ort jetzt garantiert in Ruhe spazieren kann – und ihr wiederum protzgeil Fotos posten könnt mit der Bildunterschrift: „Ich war in Übersee!“

 

Details: https://www.uebersee.com/tourismus-freizeit , www.chiemsee-alpenland.de , www.chiemsee-chiemgau.de , www.oberbayern.de , www.bayern.by

 

Aber ihr könnt natürlich auch nach Brasilien, Kalifornien, England und Grönland düsen – denn auch diese Destinationen liegen, wie Übersee, alle in Deutschland. Dies teilt das Pressebüro FeWo-direkt mit. Ausschnitte aus der PR-Mitteilung:

 

Kalifornien vs. Brasilien
Cocktails schlürfen am Strand von Ipanema oder Muckis trainieren am Muscle Beach? In Schleswig-Holstein treten gleich zwei Schwergewichte in der Kategorie „Beach Life“ in den Ring. Brasilien und Kalifornien liegen beide nur 30 Autominuten von Kiel in Schönberg direkt am Ostseestrand. Angeblich fanden Bewohner eine Planke mit dem Namen des gesunkenen Schiffs „California“ am Strand, hingen sie auf und begründeten damit den Namen des Ortsteils. Wie so oft passte den Nachbarn der selbsternannte Weltruhm der frischgebackenen Kalifornier natürlich überhaupt nicht. Also benannten sie ihren Ortsteil kurzerhand in „Brasilien“ um.
Eine ideale Unterkunft für die ganze Familie in Kalifornien ist beispielsweise das „Strandgut“, ein liebevoll eingerichtetes Beach House direkt am Strand mit Kamin und Sauna für die kalifornischen Regentage.
www.fewo-direkt.de/2402724

Ohne Reisepass nach England
Dass England auf einer Insel in der Nordsee liegt, ist allgemein bekannt. Dass es sich dabei um die nordfriesische Halbinsel Nordstrand handelt, weniger. Der Name leitet sich aus dem Plattdeutschen für „enges Land“ ab und hat mit den Angelsachsen herzlich wenig zu tun. Dafür kann man im deutschen England mindestens genauso schön urlauben wie an der gegenüberliegenden Küste von Großbritannien – und das ganz ohne Reisepass, Umrechnungsschwierigkeiten und Sprachbarrieren.
Sommerfrische mit englischem Flair finden Familien im Ferienhaus „Schobüll“ auf der idyllischen Warft mit herrlichem Blick übers Meer.
www.fewo-direkt.de/43309

Schäfchen zählen in Grönland
Dass ausgerechnet ein Ortsteil der Gemeinde Sommerland in Schleswig-Holstein so wie die eisige Insel im Nordatlantik heißt, ist wohl eine der skurrilsten Tatsachen deutscher Ortsnamen. Das deutsche Grönland hat seinen Namen aber bereits seit dem Jahr 1293, als die meisten Einwohner vermutlich noch gar keine Ahnung von der Existenz des heute viel bekannteren Grönlands hatten. Eisbären kann man in Schleswig-Holstein zwar nicht beobachten, auf dem grünen Land rund um die kleine Ortschaft tummeln sich aber zahlreiche Schafe, die mit ihrem flauschigen Teddyfell zumindest ein ganz kleines bisschen an die weißen Polarriesen erinnern.
Vom Kapitänshaus in Kollmar an der Elbe können Familien einen Ausflug mit dem Drahtesel nach Grönland unternehmen und die Schäfchen auf dem Deich zählen.

 

Details: www.fewo-direkt.de

 

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Zu eurer Info: Habe alle Reisekosten nach Übersee und zurück zu meinem Heimatort selbst bezahlt. Übernachtungskosten fielen keine an, da ich abends wieder in meine Wohnung zurückkehrte. Sämtliche Verpflegungskosten wurden gleichfalls von mir selbst berappt. Für die Veröffentlichung obigen Tipps „Übersee“ erhalte ich: 0,00 Euro. Ebenso 0,00 Euro für die Veröffentlichung der FeWo-direkt-Tipps. Warum ich trotzdem diesen Text schrieb? Weil ich sie einfach SUPER finde, diese Vorstellung, eine Weltreise in Deutschland zu machen – und dies einfach euch mitzuteilen wünschte  : – )

 

Weitere Reise-Tipps von mir und vielen, vielen anderen Journalist/inn/en findet ihr hier:

 

www.Reise-Stories.de , www.Ski-Stories.de , www.Golf-Stories.com , www.Tennis-Stories.de , www.Sport-Stories.de , www.Fussball-Stories.de

 

 

Servus und eine warme Wohnung

wünscht euch der Jupp

 

 

Copyright: Jupp Suttner

 

All rights reserved

 

 

JUPP SUTTNER

 

Chefredakteur der Online-Magazine

www.Reise-Stories.de
www.Sport-Stories.de
www.Ski-Stories.de
www.Tennis-Stories.de
www.Fussball-Stories.de
www.Golf-Stories.com

Freelance Journalist
und Autor für die Print-Objekte:

CENTURION
SERVUS
PLATINUM

Süddeutsche Zeitung

(Magazin “golf spielen”)

DSV-Magazin Ski & Berge

(einst “aktiv”)

TOP MAGAZIN MÜNCHEN

Die Presse (Wien)

und andere wie etwa:

SPORT-FAXX
(Pool von 79 Regional-
Tageszeitungen in

D, Ö, CH, It und Lux)

 

www.facebook.com/jupp.suttner

Instagram: suttnerjupp

 

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