Zu Fuß zu den Römern und durch Hopfengärten

Limes-Turm in Hienheim. Foto: Sebastian Pieknik

Beim Wandern wird Ballast abgeworfen und Platz gemacht für neue Entdeckungen und Sinneseindrücke. Ob durch Hopfengärten, römische Geschichte oder auf einer Augenwanderung – BAD GÖGGING in Niederbayern bietet jede Menge Wanderinspiration.

Text: Schober PR
Redigiert von Gerhard Fuhrmann

In Bad Gögging kann man nicht nur im Moor, Thermal- und Schwefelwasser seiner Gesundheit Gutes tun, der Kurort ist als Tor zum Freizeitparadies Altmühltal und Hallertau ein ideales Ziel für Aktivurlauber. Wer gerne wandert, hat die große Auswahl. Auf den Spuren der Römer und deren Geschichte geht es zum Beispiel auf der Wanderroute Römerschlaufe am Jurasteig. Auch die schönsten Fernwanderwege Bayerns treffen in Bad Gögging aufeinander: der Ostbayerische Jakobsweg, der Europäische Pilgerweg Via Nova, der Altmühltal-Panoramaweg und der bekannte Donau-Panoramaweg. Letzterer ist der „Alleskönner“ unter den Fernwanderwegen, weil er Stadt, Land und Fluss wie kein anderer verbindet. Insbesondere auf Etappe 1 mit Start in Bad Gögging: Hopfenkultur, Römergeschichte, Kloster Weltenburg und eine Schifffahrt auf der Donau – hier wird naturnahes Wandern mit einzigartigen Kultur- und Landschaftserlebnissen kombiniert. Viele Unterkünfte in Bad Gögging heißen Fernwanderer auch für nur eine Nacht willkommen.

Augenwanderung und Auenlandschaften
Wem Weitwandern zu anstrengend ist, der findet in und um Bad Gögging gemütliche Spazier- und Wanderwege durch Hopfengärten, Auenlandschaften, zu Moorlagerstätten oder Schwefelquellen. Auch geführte Wanderungen sind beliebt: auf einer Kräuterwanderung erfährt man Wissenswertes und amüsante Geschichten über heimische Kräuter. „Augen auf“ heißt es bei einer einstündigen Augenwanderung im Kurpark. Sehtrainerin Franziska Dörfler zeigt Übungen, wie durch Homeoffice und andere intensive Sehtätigkeiten gestresste Augen Entspannung finden und „fliegende Mücken“ verschwinden.

In der Limes-Therme in Bad Gögging genießt man die heilende Wirkung von Schwefelwasser oder Moorbädern.

Entspannen in der Therme
Wenn die Beine nach dem Wandern müde werden, gibt ein Besuch in der Limes-Therme in Bad Gögging neue Energie. Hier badet man fast schwerelos im Thermalwasser oder erfährt bei schmerzenden Gelenken die heilende Wirkung von Schwefelwasser oder Moorbädern. Der aktuelle Stand der Nutzung der Limes-Therme ist auf www.limes-therme.de/news/ abrufbar.

Der „Allrounder“- der Donau-Panoramaweg
Auf 220 Kilometern trifft der Donau-Panoramaweg auf Stadt, Land und Fluss. In Neustadt an der Donau startet die erste der zehn Etappen, die nach Passau führen. Die 24 Kilometer lange Strecke bis Kelheim erfordert eine gute Kondition. Sechs Stunden Gehzeit werden belohnt mit einer fantastischen Panoramasicht und spannenden Einblicken in die Vergangenheit. Zur gemütlichen Rast lädt die Klosterschänke beim Kloster Weltenburg am Donaudurchbruch ein.
Das erste Highlight der Etappe 1 liegt in Bad Gögging im Römischen Museum für Kur- und Badewesen. Kaiser Trajan (98-119 n. Chr.) ließ hier eine der größten Thermen nördlich der Alpen errichten. Die heißen Schwefelquellen rund um den heutigen Kurort wurden von den Römern gegen schmerzende Glieder eingesetzt. Entlang des Flüsschen Abens am Ortsrand sprudeln sie noch immer – und der markante Geruch lässt erahnen, wie gesund sie sind. Der Weg schlängelt sich weiter durch die typischen Hopfengärten der Hallertau in Richtung Eining.

Limes-Turm in Hienheim. Foto: Sebastian Pieknik

Zeit für die erste Rast? Im idyllischen Biergarten an der Fähre Eining ist es besonders schön zu sitzen. Hier liegt auch das Römerkastell „Abusina“, einst Sitz einer römischen Legion und für alle Römerfans ein Muss.

Die Überreste des Römerkastell „Abusina“ sind Bestandteil des UNESCO Weltkulturerbes Limes. Foto: Tourist-Info Bad Gögging

Die Überreste der römischen Gebäude und Wehranlagen sind Bestandteil des UNESCO Weltkulturerbes Limes. Nach dieser kurzen Zeitreise geht es weiter durch ruhige, malerische Auenlandschaften bis zum Donaudurchbruch. Am Beginn des Naturschutzgebiets Weltenburger Enge wird es lebhafter. Hier thront das berühmte Kloster Weltenburg mit der beeindruckenden Asamkirche. Die Klosterschenke mit ihrem schattigen Biergarten ist beliebter Treffpunkt bei Wanderern und Radlern. Bei einer Rast kann man hier Bierspezialitäten der ältesten Klosterbrauerei der Welt verkosten oder bayerische Schmankerl genießen.

In der Klosterschenke des Kloster Weltenburg kann man Bierspezialitäten der ältesten Klosterbrauerei der Welt verkosten. Foto: TVB Kelheim

Am Kloster kann man entscheiden: lieber mit dem Schiff oder zu Fuß nach Kelheim? Wer die sechs Kilometer lange Wanderstrecke wählt, setzt am Kloster Weltenburg mit der Zille oder Seilfähre auf die andere Flussseite über und folgt der Waldroute durch die Weltenburger Enge nach Kelheim. Bergauf säumt das wilde Grün der Bäume und Wiesen den Pfad, unten bahnt sich die Donau kraftvoll ihren Weg durch die Schlucht mit ihren beeindruckenden Felsformationen. Nach einigen Biegungen blitzt die pompöse Befreiungshalle auf dem Michelsberg aus dem Grün. Die mächtige Gedenkstätte war den siegreichen Schlachten gegen Napoleon gewidmet. Von hier oben öffnet sich ein herrlicher Panoramablick über die Donau, bevor der letzte Teil von Etappe 1 talwärts nach Kelheim führt.

Die pompöse Befreiungshalle auf dem Michelsberg.

Einen ausführlichen Tourenplaner gibt es auch online auf www.bad-goegging.de/Tourenplaner. Tipp: Der Freizeitbus fährt entlang malerischer Rad- und Wanderwege sowie zu den schönsten Ausflugszielen der Region. Mit ihm können Wanderer ganz entspannt einen Teil der Tour mit dem Bus zurücklegen.

Infos:
www.bad-goegging.de
www.schober-pr.de
www.bayern.by

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