Obergluniger Hof: Zu Gast bei Mutter Natur

Wer bei einem Südtiroler Biobauernhof Urlaub macht, entdeckt die Ruhe und Ursprünglichkeit einer behüteten Region. Der Obergluniger Hof in Tscherms begeistert nicht nur mit seinen Bioart-Wohnungen, sondern auch mit einem Elemente-Garten und einer warmherzigen Gastgeber-Familie.

Marlene Platter, die Seele des Obergluniger Hofs, Foto: Heiner Sieger
Marlene Platter, die Seele des Obergluniger Hofs, Foto: Heiner Sieger

Fröhlich klirren aus dem Weinkeller die Flaschen, es gluckst und rauscht und helle Kinderstimmen klingen über den kleinen Innenhof. Heinrich Platter, Biobauer am Obergluniger Hof in Tscherms füllt gerade wieder einige Kartons mit Blauburgunder ab. Seine Kinder und deren Freunde aus der Nachbarschaft helfen behände mit. Kaum hat er die Gäste erblickt, kommt er mit seiner blauen Südtiroler Schürze lachend aus dem Gewölbe hervor. „Griaß Eich Gott, möchtet’s Ihr gleich auch einen Roaten koschtn?“, begrüßt er uns freundlich in seinem heimatlichen Dialekt. Natürlich gerne, aber nur ein kleines Glasl – schließlich ist es gerade erst elf Uhr am Vormittag. Aber hier in Südtirol ticken die Uhren sowieso anders als daheim.

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Auf dem Bio-Bauernhof wird traditionelle Südtiroler Lebensart gepflegt

Weil immer mehr Gäste die traditionelle Südtiroler Lebensart schätzen, hat der Südtiroler Bauernbund schon vor rund 10 Jahren die Marke „Roter Hahn“ ins Leben gerufen. Sie soll die Qualität der 1470 Betriebe sichern, die Urlaub auf dem Bauernhof anbieten sowie der knapp 40 bäuerlichen Schankbetriebe.

Zum Frühstück gibts im Obergluniger Hof immer leckere frische Apfelsäfte, tee aus dem Kräutergarten und selbst gebackene Kuchen, Foto: Obergluniger
Zum Frühstück gibts im Obergluniger Hof immer leckere frische Apfelsäfte, Tee aus dem Kräutergarten und selbst gebackene Kuchen, Foto: Obergluniger

„Der Gast, der sich bewusst dazu entschlossen hat, seinen Urlaub auf einem spezialisierten Bauernhof, wie etwa Reiterhof, Weinhof oder Biobauernhof zu verbringen, kommt mit großen Erwartungen, denen die Betriebe auch Rechnung tragen müssen“, so Dr. Herbert Dorfmann, Direktor des Südtiroler Bauernbundes. Alle Höfe erfüllen daher noch zahlreiche weitere Kriterien. Dazu zählen – etwa beim Biobauernhof – Besonderheiten wie die Nutzung erneuerbarer Energiequellen,  Möbel und Türen aus unbehandeltem Massivholz, biologisches Obst- und Gemüse zum Frühstück sowie der kostenlose Fahrradverleih.

Leben im Einklang mit der Natur

„Nirgendwo kann man das Leben der Einheimischen, die Traditionen und die Natur so hautnah miterleben wie auf dem Bauernhof. Die in alten Bräuchen verwurzelte bäuerliche Familie ist in unserer schnelllebigen Zeit zu einem ruhenden Pol in der Gesellschaft geworden – genau das richtige für Ruhe suchende Gäste“, so Leo Tiefenthaler, Obmann des Südtiroler Bauernbundes.

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