In wilden Fluten durchs Kajak-Eldorado Lesachtal

Die Gail zählt zu den letzten unverbauten Wildwasserflüsse im Alpenraum. Foto: TVB Lesachtal/Martin Lugger.

Im Lesachtal, dem naturbelassensten Tal Europas, gibt es einen ganz besonderen Geheimtipp für Wasserratten mit einem Faible für unberührte Canyons: die Gail. Als einer der letzten unverbauten und daher reizvollsten Wildwasserflüsse im Alpenraum bietet die Gail abenteuerlustigen Kajakfahrern einen einmaligen Ritt mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durch eine einzigartige Landschaft.

Das Lesachtal in Kärnten erstreckt sich über etwas mehr als 20 Kilometer in West-Ost-Richtung parallel zur italienischen Grenze.

Text: Girasole GmbH
Redigiert von Gerhard Fuhrmann

Die Gail, von den Kelten „Gailias“, die Überschäumende genannt, entspringt weit oben am Kartitscher Sattel, um 120 Kilometer weiter in die Drau zu münden. Mit bester Wasserqualität durchzieht sie als einer der letzten unverbauten Flüsse Europas das Lesachtal und das Gailtal. Hier erfreuen sich Kajakfahrer an dem ungestümen Wildwasserfluss. Ihrem verheißungsvollen Namen alle Ehre macht die Überschäumende oben im Lesachtal: Im Unterschied zum unteren Gailtal hat die Gail in ihrem Oberlauf eine enge und bis zu 200 Meter tiefe Schlucht in den weichen Boden gegraben. „Wer die Gail von Maria Luggau bis nach Kötschach-Mauthen hinunterpaddelt, sieht in der tiefen Schlucht stundenlang keine Zivilisation“, so Peter Unterluggauer, Chef-Guide der Kajakschule „Fit & Fun“ – dafür aber Vogelarten wie Flussuferläufer, Wasseramsel und Gebirgsstelze. Nachdem er im April die wilden Fluten von umgestürzten Bäumen und Ästen freigeschnitten hat, kontrolliert der Streckenchef den Wildwasserfluss auch nach anderen Gefahrenstellen. Eine neue, lückenlose Beschilderung mit Angabe der Schwierigkeitsgrade und zahlreiche Gefahrenhinweise entlang der Strecke geben dem Kajakfahrer Orientierungshilfe und Sicherheit.

Die Gail zählt zu den letzten unverbauten Wildwasserflüsse im Alpenraum. Foto: TVB Lesachtal/Martin Lugger.

Auf der oberen Gail gibt es einige Schlüsselstellen, aber nur wenige Notausstiege, dafür aber von Canyoning- und Raftingguide Unterluggauer sieben beschilderte ausgewählte Ein- und Ausstiegstellen. Gekennzeichnete Abfahrten an der Bundesstraße zu den Einstiegsstellen sowie Partnerbetriebe, die beim Transport helfen oder Möglichkeiten zur Materialtrocknung zur Verfügung stellen, machen das Wildwassererlebnis „mit Sicherheit“ zu einem einzigartigen Erlebnis. Für alle, die sich schon vorab über den Wasserstand der Gail informieren möchten, gibt es live im Internet Bilder zum aktuellen Wasserstand in Maria Luggau. „Und nach diesem schneereichen Winter sind die Bedingungen bis Ende Juli ideal“, so der Kajak-Experte.

Infos:
www.lesachtal.com
www.fitundfun-outdoor.com
www.girasole-pr.de
www.kaernten.at
www.austria.info

 

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