Wilder Kaiser – Urlaub anders denken, anders erleben

Urlaub einfach mal ganz anders denken: Komplett ohne Auto. Ohne Auto? Kreisch!
Warum nicht, wenn ich gut zum Urlaubsort komme und vor Ort auch bestens mobil bin – und dabei auch noch Geld spare… Beste Voraussetzungen dafür bietet die Ferienregion Wilder Kaiser. Nicht zu verwechseln mit dem Kaiserwinkl im Norden des Gebirges. Die Region Wilder Kaiser umfasst die Orte Ellmau, Going, Scheffau und Söll. Da sie auf der Südseite des Kaisergebirges liegen, genießt man hier den ganzen Tag den Blick auf die die sonnigen, markanten Gipfel. Daher ist der Wilde Kaiser auch neben dem Winterurlaub ebenso prädestiniert für Wandern, Klettern und Radeln im Frühsommer und Herbst. Und ja – die charmante Region bietet weit mehr als Stanglwirt-Jetset und Bergdoktor-Drehorte.

Wie funktioniert eine Urlaubswoche im Wilden Kaiser das ohne Auto?

  • Unterkunft buchen, siehe Partner der Aktion „Grüne Anreise“. Dazu gehören Stand 2024 rund 140 Betriebe.
  • Anreise mit dem Deutschlandticket bis Kufstein
  • Der kostenfreie Bahnhofsshuttle bringt einen direkt zu der Unterkunft. Vorab buchen.
  • Vor Ort sind alle Wander- und Linienbusse kostenlos
  • Auf Rad-/Skiverleih gibt es 10 % Rabatt
  • Ausflüge lassen sich leicht planen mit der www.wilderkaiser.natur-trip.app
  • Weitere kostenfreie Angebote mit der Gästecard wie das Regiorad

Genial oder? Also: Zum Schmökern und Planen schonmal gleich den ebenfalls kostenfreien Tourenführer samt Landkarte bestellen oder auf der Website stöbern und bald schon die sonnige Südseite des Wilden Kaisers erobern. www.wilderkaiser.info

Sonst noch aufgeschnappt beim Besuch im Wilden Kaiser:

Sollte selbstverständlich sein, aber ich erwähne trotzdem das Thema Tourplanung. Bei richtiger Tourplanung könnten wohl einige der rund 400 Bergrettungseinsätze pro Jahr im Wilden Kaiser vermieden werden. Und wichtig: Notrufnummer 140 speichern (ist direkter als 112) bzw. die SOS Notrufapp.

Tourplanung:

Ob online oder mit echten Karten, kenne Deine Skills, suche passende Touren gemäß Höhenmeter, Länge, Dauer, Schwierigkeitsgrad:

Im Wilden Kaiser sind alle Routen mit dem bekannten System blau, rot, schwarz markiert. ALLE Gipfel im Wilden Kaiser sind ausschließlich per Hand am Fels erreichbar, also schwarze Routen.
Übrigens: Wanderführer dürfen bis rot guiden, schwarze Touren dürfen nur von ausgebildeten Bergführern geleitet werden.

Gehe früh genug los, check das Wetter. Schneefelder können auch im Frühsommer noch ein Thema sein. Der Klimawandel schlägt auch hier zu: Starkwetterereignisse und große Temperaturschwankungen führen zu Erosion, Muren, Steinschlag. Eigenverantwortung!

Packliste

Tipps sind zuhauf im Internet zu finden. Zwei zusätzliche Tipps hier: Ein Regenponcho kann auf Mehrtagestouren nützlich sein.
Ein Biwaksack kann Leben retten bei einem Wettersturz – was in den Bergen immer passieren kann.

Denn: eine Studie der Bergrettung Tirol ergab, dass selbst das dünne Material eines Biwaksacks rund 40 % mehr umgebende Wärme bietet, erzeugt durch die eigene Körpertemperatur.

UND: Ein Biwaksack ist aus sehr stabilem Material, mit dem man sogar eine verletzte oder schwache Person abtransportieren kann.

Handyakku und Solarmodule: Da Handyakkus in kalten Temperaturen schnell schlapp machen, ist auf längeren Touren eine powerbank ratsam. Bis dato – Stand Mai 2024 – gibt es auf dem Markt noch keine Solarmodule, die beim Wandern oder Radeln effektiv funktionieren und aufladen.

Alle Tipps von Gebhard Bendler, dessen Buch auch empfohlen werden kann:

Geschichte des Tourismus/Klettersports am Wilden Kaiser – Buchtipp:
Gebhard Bendler: Wilder Kaiser – Von Sommerfrischlern, Skipionieren und dem Bergdoktor (Tyrolia Verlag)

last but not least:

Wir achten darauf keinen Müll zu verlieren UND heben sogar welchen auf, denn „es tut nicht weh“. Es scheint ein seltsames Phänomen zu sein, dass wo einmal Müll liegt, scheinbar eine Einladung für noch mehr Müll existiert. Daher, lieber aufheben. Eine schöne Aktion dazu ist auch: https://www.estutnichtweh.org/ 

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Hinweis: Dieser Beitrag wird regelmäßig von Mitgliedern der Reise-Stories Redaktion wie Heiner Sieger, Gerhard Fuhrmann und Jupp Suttner auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft. Falls Sie Anmerkungen zu diesem Beitrag haben, kontaktieren Sie bitte direkt hier die Redaktion.

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