Flanierend genießen

Verströmt mediterranen Flair: Guntschna-Promenade in Bozen; Foto: TA Bozen
Verströmt mediterranen Flair: Guntschna-Promenade in Bozen; Foto: TA Bozen

Noch bevor sich am Gardasee die Blütenpracht ergießt, steht in Bozen die Guntschna-Promenade im Vollrausch der Düfte und Farben. Und im Mai-Juni, wenn die Schneeschmelze ihren Höhepunkt findet, ist der Charme des ehemaligen Luftkurorts Gries, mit seinen Villen, Parks, Gärten und Rebflächen, am stärksten.

Mit ihrer auffälligen mediteranen Flora ist die Guntschnapromenade von besonderem Interesse für botanisch versierte Flanierer und Wanderer. Hier gedeihen Olivenbaum, Lorbeer, Agave, Palme, Feigenkaktus und Korkeiche, neben üppigen Blütensträuchern. Ausgangspunkt für die Wanderung ist die Alte Grieser Pfarrkirche, ein kunsthistorisches Kleinod im Westen der Stadt. Dahinter startet die Promenade: ein zuweilen breiter Weg, der sich gemütlich den Berg hinauf schlängelt. Bis zum höchsten Punkt beim Reichrieglerhof sind es 250 Höhenmeter, die man in 45 Minuten bewältigt. Wer Panorama-Pausen einschiebt, schafft es in einer Stunde. Ein Abstieg über die Fagenschlucht bringt auf einer Variante in die Stadt zurück.

Statdteil Gries in Bozen; Foto: TA Bozen
Statdteil Gries in Bozen; Foto: TA Bozen

Grüne Oase mitten in der Stadt
Hier trennt nur die Straße ins Sarntal den Fußsteig vom Eingang ins Restaurant Rastbichler, einem Südtiroler Lokal mit langer Tradition. Das Haus lädt zum gemütlichen Mittag- oder Abendessen ein, an lauen Sommerabenden am besten im Garten unter der Pergel. Die Küche ist gekennzeichnet von heimischer Bauernkost, die mit mediterran inspirierten Gerichten kombiniert wird und mit Frische punktet. Besonderer Wert wird auf die Saisonküche gelegt und auf Zutaten der Gegend: Pilze, Wild, Lamm, Rind und jede Menge Fisch. Einen Blick in die Speisekarte werfen Sie am besten erst dann, wenn Sie schon zu Tisch sitzen, denn jeden Tag kommen neue frische Gemüse- und Obstsorten auf den Teller.

Gleich hinter dem Restaurant in der Cadornastraße  befindet sich das Flussbett der Talfer – beidseitig eine grüne Oase mitten in der Stadt, mit Blumenrabatten, einem außergewöhnlichen Baumbestand, riesigen betretbaren Rasenflächen, Rosenbeeten, Spiel- und Sportplätzen. Der Blick zum Rosengarten und auf Schloss Maretsch runden die Augenweide ab.

Gewöhnlich ist die Talferbrücke der Startpunkt für ausgedehnte Fußmärsche, für Joggingrunden oder auch nur kurze Lese- und Ruhepausen im Grün des Flussbetts entlang der Wassermauerpromenade. Jetzt folgen Sie dem Weg eben zurück in die Stadt. Lassen Sie sich beim Wählen der Marschroute auf der Wassermauerpromenade an anderen Tagen aber immer von der Laune treiben.

Geschrieben von
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