DER BRENNINGER | EIN HOLE IN ONE MIT 103

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Der britische Golf-Profi Andy Sullivan klagte: „That is f…..g brutal!“ Doch beim 230. Versuch schaffte er endlich das ersehnte Ass.

500 Abschläge hatte der 31jährige Engländer sich vor wenigen Wochen gegeben, um im London Golf Club auf einem Par 3 mit 156 m Länge eines dieser begehrten hole in one zu schaffen. Also mit einem einzigen Schlag ins Loch zu treffen. Einem Amateur, hat die Süddeutsche Zeitung errechnet, passiere derlei bei etwa jedem 10 000. Schlag. Einem Profi bei jedem 2500. Sullivan nun bereits beim 230.

Und Brenninger? Dem wurde dieses Erlebnis immerhin bereits zwei Mal in seinem Golfleben zuteil. „Aber das hat ja nichts mit Können zu tun“, winkt er dann immer, ganz den Bescheidenen gebend, ab, „sondern nur mit Massl“. Beim ersten Mal etwa habe er „in meinem Anfängerjahr“ aus 156 m abgeschlagen (also aus der gleichen Distanz wie Sullivan!) und der Ball sei nach dem Aufprall nicht mehr zu sehen gewesen. Bis eine Mitspielerin ihn im Loch fand.

Wer den Brenninger nicht kennt: Der ist  47 Jahre jung, 1,77 m groß, bisweilen bis zu 80 kg schwer und ein typischer Freizeitsportler. Er ist auch oftmals auf Reisen. Was er unterwegs und zu Hause erlebt, lesen Sie jeden Dienstag auf Reise-Stories.de – niedergeschrieben von Jupp Suttner. Wobei schon allein am Alter ersichtlich ist, dass der Autor NICHT der Brenninger ist. Wer genau hinter B. steckt – wer weiß das schon…

Das war in Kärnten.

Und beim zweiten Mal, auf der Spielbahn 5 (101 m) des Golfparks München Valley, hatte er die Kugel gleichfalls aus dem Auge verloren. Bis sein Flightpartner, ein Rentner aus Bad Tölz, ihm um den Hals fiel. Weil der Brenninger für dieses Ass einen ausgeben musste, wie die Tradition es vor schrieb – und der Oberlandler durstig war und sich bereits darauf freute.

Ach ja, das Brauchtum. Bis 2011 galt: Wer bei einem Turnier mit einem einzigen Schlag ein lochte, gewann damit, falls offiziell ausgeschrieben, einen BMWaudiBenz, nahm den Zündschlüssel dankend in Empfang – und wurde für zwei Jahre gesperrt. Wegen des Amateur-Paragraphen. Der nämlich besagte: Ein Preis im Wert von mehr als 750 Euro sei ausschließlich für Profis reserviert.

24 Monate lang durfte der Amateur keine Turniere mehr bestreiten. Resultat: Er überbrückte die zwei Jahre mit privatem Golf-Zockvergnügen – in dem aber meist genau jene Summe vergeigt wurde, welche das gewonnene Auto wert war. Ein Ass für den Ass, wie der Engländer sagt. Ein Nullsummenspiel. Aber das ist Golf ja oft.

Doch 2012 wurde die 750 Euro-Regel gekippt. Seitdem gilt: Die Amateure seien solche Flaschen, dass es ihnen niemals gelingen werde, ein Hole in one durch Können zu erzielen. Sondern ausschließlich durch Dusel. Und dieses Ass sei deshalb kein Golf-Preis, sondern eher eine Art Tombola-Gewinn. Luxusreise, Luxusauto, Luxus-Dinner – alles darf seitdem völlig straffrei angenommen werden.

Brenninger, der alte Duselbruder, steht seitdem in Lauerstellung. Und wartet bei Erfüllung nur darauf, dass die anderen voller Neid und Abscheu das Zitat vom Glück und dem Rindvieh zum Besten geben. Er wird es nicht mehr hören. Wegen der quietschenden Reifen seines BMWaudiBenz, den er gerade in Empfang genommen hat.

Wie ein Ass vom Glück beeinflusst wird, hat Brenninger vor genau zehn Jahren erlebt, als Zähler der Mitspielerin Ruth (damals 77). Die Dame drosch auf einem Par 3 des Golfclubs Passau-Raßbach die Kugel rechts einen Hügel hinan – weit, weit entfernt vom Green. Doch der Ball rollte den Hang hinab und rollte und rollte und rollte: bis ins Loch.

Mit 77 freilich war Ruth nur eine junge Lady im Vergleich mit jener 102jährigen Amerikanerin, die im Frühjahr 2007 den Hole in one-Altersrekord für Damen aufstellte. Jenen der Männer hält ihr 103jähriger Landsmann Gus Andreone, der im Dezember 2014 im Lake Course Palm Aire von Saracosta/Florida aus 113 Yards ein Ass schaffte. Jüngstes Hole in one-Wesen dieser Welt hingegen ist seit 2007 die damals 5jährige Amerikanerin Soona Lee-Tolly, die im Manhattan Woods Golf Club von West Nyark im Staate New York es aus 125 Yards Distanz schaffte.

Brenninger sieht sich die Videos all‘ dieser Glücklichen immer mal wieder auf Youtube an. Wobei es beim Sullivan-Film (1,8 Millionen Aufrufe bisher) ständig piepst. Um seine permanenten „F..k!“-Ausrufe zu übertünchen. Doch beim 230. Versuch war der f…..g Ball dann endlich drin. Bayer Brenninger jubelt jedes Mal erneut vor dem Laptop mit, wenn Sullivan es geschafft hat. Und schreit voller Enthusiasmus:

„Ja mi le…t am Oa..h!“

Jupp Suttner

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