Angst vor alpinen Auto-Dieben!

Brenninger ist kein Bergwanderer. Hatschen erscheint ihm einfach zu langweilig. Er hält es da mit Rosi Mittermaiers Vater selig, der als 69jähriger seine Platzreife beim Golfen absolvierte und stets verkündete: „Spazierengehen ist fad. Aber mit solchen Schlägern in der Hand – einfach super!“.

Brenninger also ist kein Bergwanderer. Aber durchaus ein Mountainbiker. Und wenn er da abends zum Parkplatz zurück kommt, sieht er oft noch Autos ’rum stehen und denkt sich: „Wo die wohl sind? Wird doch gleich dunkel!“ Dass es sich bei den Absenten nur um Bergwanderer handeln kann, ist für ihn klar. Denn als Radler kehrt man sozusagen IMMER rechtzeitig zurück. Weil man im Dunkeln ohne Licht (und kein wahres MTB hat eines) nicht fahren kann, sondern im Wald schieben müsste. Und bevor ein MTBler schiebt und wandert, kehrt er lieber rechtzeitig retour – und wenn es noch so griabig ist auf der Hütt’n.

Das mit den parkenden Autos findet auch die Bergwacht suspekt. Denn es könnte doch bedeuten: Der Wagenlenker ist nicht zurück gekehrt – befindet er sich etwa in Not? Vor allem, wenn das Gefährt auch am nächsten Morgen noch da steht, obwohl der Parkplatz ein „Übernachten verboten“-Schild auf weist. Oft schon ist die Bergrettung ausgerückt – und wusste nicht, wo sie überhaupt suchen sollte.

Dem will jetzt der Österreichische Alpenverein ein Ende setzen und demnächst eine „Alpine Parkuhr“ auf den Markt bringen. Sieht aus wie eine normale Parkscheibe und soll zusammen mit der Handy-Nummer hinter die Windschutzscheibe gelegt werden. Ist der Wagenbesitzer einen Tag nach seiner eingestellten Rückkehr-Zeit noch nicht eingetroffen, so wird er angerufen. Oder gesucht.

Eine chice Idee, dachte sich Brenninger, aber: Tut es da nicht ein geschriebener altmodischer Zettel, den man hinein legt, auch? Eigentlich schon. Aber die meisten werden halt weder diese neue Scheibe noch einen Wisch mit der alten Schreibe platzieren. Weil sie dadurch geradezu perfekt nicht nur die Bergwacht informieren, sondern auch –  potenzielle Autodiebe.

 

Der Brenninger ist ein typischer Freizeitsportler – und oftmals auf Reisen. Was er unterwegs und zu Hause erlebt, lesen Sie jeden Dienstag hier.

* Niedergeschrieben von Jupp Suttner.

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