Der Brenninger: ALS IHM PLÖTZLICH EIN AVE MARIA IN DEN SCHLÄGER FUHR

Woche um Woche hatte der Brenninger den Golfausflug verschoben.

Einmal passte das Wetter nicht, das andere Mal besaß niemand seiner Clique Zeit – und so weiter und so fort.

Und nun war es zu spät. Denn jetzt ging es aufgrund Corona nicht. Weil Tirol aus deutscher Sicht plötzlich den Status eines Risikogebietes aufwies. Und wegen Golf nach der Rückkehr zu Hause in die Quarantäne:

Das war es dem Brenninger dann doch nicht wert. Würde er halt nächste Saison in Pertisau am Achensee auf die Kugel dreschen.

Und natürlich dann eine Startzeit um 12 Uhr mittags buchen. High noon. „Denn da stehst du am Abschlag“, schwärmt der Brenninger oft, „ziehst aus – und mitten in deinen Schwung hinein ertönt vom Himmel herab: „Aaaaave Mariiii-ii-aaaaa“.

Und man denke:

„Ein Engelschor? Bin i hii?“.

„Doch keine Angst“, erklärt der Brenninger dann stets dem Gesprächspartner, „du lebst noch. Es sind nur die Riesenlautsprecher der Pfarrkirche, die über den gesamten Ort dröhnen. Jeden Mittag.“ Und dieses Lied ertönen lassen.

Nun muss man sagen – Ave Maria ist ja eine schöne Musik. Wirklich. Und unsereins mag da vielleicht an „Vier für ein Ave Maria“ denken mit Bud Spencer und Terence Hill. Und sich krumm und schief lachen. Aber den Brenninger erinnert das Ave Maria immer an seine Oma:

„Das haben sie bei ihrer Beerdigung gespielt. Kannst dir vorstellen, wo mein Abschlag beim ersten Mal, als mir in Pertisau diese Musik völlig unvorbereitet in den Schläger fuhr, landete.“

Er flog vom Herren-Abschlag nicht einmal bis zum Damen-Abschlag, der Ball, was unter Golfern bedeutet: Man muss hinterher eine Runde ausgeben! „Die haben wir dann auf meine Oma getrunken – Prost, Großmama da droben!“

Brenninger will einem mit dieser Schilderung vor allem einschärfen: Falls man ein Sensiberl sei – dann weder um 12 noch um 18 Uhr abschlagen. Denn auch da spielen sie in Pertisau täglich das Ave Maria. Sie lieben es.

„Wie ich meine Oma“, so der Brenninger.

Und ist insgeheim froh, dass sie diese Pandemie nicht mehr erleben musste.

Jupp Suttner

Wer den Brenninger nicht kennt:

Der ist 47 Jahre jung, 1,77 m groß, bisweilen bis zu 80 kg schwer und ein typischer Freizeitsportler.

Er ist auch oftmals auf Reisen.

Was er unterwegs und zu Hause erlebt, lesen Sie jede Woche auf Sport-Stories.de und Reise-Stories.de – niedergeschrieben von Jupp Suttner.

Wobei schon allein am Alter ersichtlich ist, dass der Autor NICHT der Brenninger ist.

Wer genau hinter Br. steckt – wer weiß das schon…

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