Oswald-von-Wolkenstein-Ritt, Finale auf Schloss Prösels; Foto: Seiser Alm Marketing
Oswald-von-Wolkenstein-Ritt, Finale auf Schloss Prösels; Foto: Seiser Alm Marketing

Zu Ehren des Ritters und Dichters Oswald von Wolkenstein begeben sich die drei Südtiroler Dörfer Kastelruth, Seis und Völs am Schlern jedes Jahr aufs Neue auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. 2014 können Besucher beim Oswald von Wolkenstein-Ritt in der Ferienregion Seiser Alm vom 30. Mai bis zum 1. Juni mittelalterliches Flair, Reitkunst auf höchstem Niveau und Südtiroler Gastfreundschaft hautnah erleben. Traditionell ziehen an drei Festspieltagen und vier Turnierorten wieder 36 Reitermannschaften Jung und Alt in ihren Bann. Neben den Reiterspielen sorgt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Unterhaltung. Aber auch abseits des Ritts lassen sich Europas größte Hochalm und die drei Dörfer unterhalb des Schlerns auf den Spuren Oswald von Wolkensteins entdecken.

Zeitreise mit Bieranstich
Die Zeitreise beginnt am Freitagabend, den 30. Mai, ab 19 Uhr mit dem traditionellem Bieranstich und der Startnummernverlosung für die Teilnehmer in Seis. Die musikalische Einstimmung zum Event kommt von der Showband „Vollbluat“. Es folgt der traditionelle Festumzug mit allen 36 Reitermannschaften, Musikkapellen, historischen Gewändern und Kutschen im Zentrum von Seis am Samstag, den 31. Mai. Der Höhepunkt des Spektakels ist das große Reitturnier am Sonntag.
Bei vier unterschiedlichen Wettkämpfen müssen die Vierer-Mannschaften ihre hohe Reitkunst, Teamfähigkeit, Mut und Geschick im Sattel unter Beweis stellen. Zuschauer können die Mannschaften zu Fuß oder mit einem kostenlosen Shuttlebus zu den verschiedenen Turnierplätzen begleiten.

Die erste Wettkampfrunde tragen die Reiter am Sonntag beim „Ringstechen“ am Kofl in Kastelruth aus. Beim zweiten Wettkampf am Matzlbödele im Schatten von Oswalds Burg Hauenstein in Seis muss ein enges Labyrinth bezwungen werden. Die dritte Turnierstätte ist der Völser Weiher: Hier erwartet die Teams der „Hindernisgalopp“, ein Parcours, der von Pferd und Reiter gleichermaßen viel Geschick erfordert. Der krönende Abschluss der Spiele ist der „Torritt“ auf Schloss Prösels. Die Siegerehrung auf Schloss Prösels beendet das Turnier – im Anschluss wird hier in ritterlicher Manier gebührend gefeiert.
Dem Siegerteam winkt wie immer die beliebte Wanderstandarte – hergestellt von einem Künstler aus der Region – als Trophäe. Ein Team, das den Ritt dreimal gewinnt, darf die begehrte Trophäe sein eigen nennen – eine neue Standarte wird angefertigt.

 

Ein riesiges Spektakel ist der Oswald-von-Wolkenstein-Ritt. Foto: Laura Paternoster
Ein riesiges Spektakel ist der Oswald-von-Wolkenstein-Ritt. Foto: Laura Paternoster

Ein Fest mit Geschichte
Das größte Reitspektakel Südtirols findet in diesem Jahr bereits zum 32. Mal statt. Keine andere Reitveranstaltung vermag Kultur, Tradition, Geschichte, Sport und Folklore derart stimmig miteinander zu verbinden wie der Oswald von Wolkenstein-Ritt. Dabei entstand die Idee zu diesem spektakulären Event im Jahr 1983 bei einer Stammtischrunde. Der Gedanke war, mit dem Reitsportevent die Region bekannter zu machen, den gefeierten Abenteurer, Ritter und romantischen Dichter Oswald von Wolkenstein (1377 bis 1445) wieder in Erinnerung zu rufen und das Interesse an den vielen Burgen und historischen Stätten unterhalb des Schlerns zu wecken. Mit durchschlagendem Erfolg. Jährlich lockt die Veranstaltung mehr als 20.000 Zuschauer an.

Auf den Spuren von Oswald von Wolkenstein
Auch heute noch können Interessierte auf den Spuren des Ritters, Politikers, Sängers und Abenteurers wandeln. Geboren 1377 in Südtirol und aufgewachsen in der Trostburg oberhalb von Waidbruck im Eisacktal, war der charismatische Edelmann mit der Augenklappe ein interessanter und vielseitiger Charakter, der die Region und ihre Geschichte nachhaltig prägte. Der Oswald von Wolkenstein-Weg in Seis führt den Wanderer direkt ins Mittelalter: An 15 Stationen entlang des Rundweges zwischen den Burgruinen Salegg und Hauenstein erfahren kleine und große Entdecker viel über mittelalterliche Sagen und Mythen, über die gesellschaftliche Hierarchie, das Leben am Hof und die historischen Figuren der damaligen Zeit.

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Heiner Sieger

Autor Kurzvorstellung:

Ich bin seit 40 Jahren Journalist und schreibe über Themen in den Bereichen Digitalisierung, Wirtschaft, Gesundheit und Reise. Waren es früher berufliche Stationen als Redakteur und Reporter bei Schweizerischer Handelszeitung, Capital und Focus oder Wirtschafts-Chef der Abendzeitung, sind es heute Chefredaktionen bei Digital Business Cloud, Digitales Gesundheitswesen und Reise-Stories. Meine Reise-Leidenschaft gehört Südtirol, dem ich auch die Webseite www.schönessüdtirol.de gewidmet habe.

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