Wohin soll’s denn gehen?

Tipps und Ideen für Nahziele in Corona Zeiten

Statt den Frühling in vollen Zügen zu genießen, sich beim Grillen mit Freunden zu treffen und mit Vorfreude die nächsten Reisepläne zu schmieden, hat das Virus Covid19 weltweit alles auf den Kopf gestellt.
Wegen wochenlanger Kontakt- und Ausgangsperre kann man kaum aus der Wohnung gehen, geschweige wie gewohnt in die Arbeit fahren. Da Schule und Kita zum großen Teil noch geschlossen sind, hatten viele zudem die Verantwortung für die eigenen Kinder, denen auch ziemlich bald die Decke auf den Kopf fällt. Es fehlen die Freunde, Treffen und Besuche, eben das ganz normale Alltagsleben. Denn es sind Corona Zeiten, die zu weltweitem Shutdown führten. Die Medien melden Kurzarbeit in den Betrieben, Umsatzausfälle, Defizite, und Stornierungen. Vor allem die Tourismusbranche beklagt weltweit einen enormen Rückgang. Die WTO (Welttourismusorganisation mit Sitz in Madrid) schätzt den bisherigen Verlust der Tourismuseinnahmen auf 300 bis 450 Mrd. Dollar. Und die DZT (Deutsche Zentrale für Tourismus – Stand 23.04.2020) rechnet bis September 2020 bei den weltweiten Flugbuchungen nach Deutschland mit einem Rückgang um 75,9 Prozent.
Dennoch freuen sich in Deutschland 82 Prozent der Bevölkerung auf den Urlaub, wenn die Möglichkeiten gegeben sind. Reisefachleute und Tourismusagenturen haben sich bereits Gedanken gemacht und eine Vielfalt angepasster und maßgeschneiderter Ideen zusammengestellt, um die Vorzüge der Regionen hervorzuheben.
Ein paar hier angeführter und vielversprechender Ideen sollen in der Krisenzeit nicht vergessen lassen, dass es auch ganz bestimmt ein danach gibt.


Auf der Alpe Mohr in Oberstaufen

„Mir send g’richt“ so heißt es in Oberstaufen. Mit dieser Kampagne bereiten sich
die Beherbergungsbetriebe, Einzelhändlern und Freizeiteinrichtungen in Oberstaufen vor. Geworben wird mit Allgäuer Schlemmer-Paketen von der Kaas-Fee, über den Honigpollen Honig bis hin zum „Sehnsucht“ Parfum aus dem Wohlfühlort und die Produkte sind schon jetzt im Internet erhältlich.
Mit einem Blumenmeer in sommerlichen Farben grüßt Bad Füssing aus dem niederbayerischen Bäderdreieck und vermisst seine Kurgäste und Tagesbesucher. Ganz ungewohnt in dieser Jahreszeit sind die Parkanlagen menschenleer. Aber man hofft, dass ab Pfingsten das Heilbad für Besucher wieder geöffnet und die Blütenpracht viele Gäste erfreuen wird.

Natur im Angebot
Dass Österreich mit seiner großartigen Natur besonders punktet, ist nicht neu.
In diesen Zeiten lautet jedoch noch die Botschaft: „Mit Abstand nah“. Auch hier bedient sich Tirol Werbung moderner Kommunikation und entführt seine erhofften Gäste aus dem In- und Ausland virtuell zu den Ausflugszielen von Canyoning über Kraxeleien im Kaisergebirge bis zur Ungeheuer-Suche im Drachensee. „Wir wollen auf die aktuelle Situation Bezug nehmen, dabei aber auch Zuversicht ausdrücken und vor allem mit unseren Gästen im In- und Ausland verbunden bleiben“, sagt Patricio Hetfleisch, der Marketing- und Kommunikationsleiter der Tirol Werbung.

„Rausgehen und durchatmen“, schlägt Claudia Marte von der Österreich Werbung vor. Nach der langen Zeit der Einschränkung wirkt eine Radtour mit dem Mountainbike durch alpine Naturlandschaften wie eine Befreiung.

Waldbaden macht Spaß und ist gesund

Der Begriff „Waldbaden“ bekommt jetzt wieder einen ganz besonderen Stellenwert. Ob Zirbenwald in Tirol, Salzburger Land oder im Mühlviertel von Oberösterreich, die Naturlandschaften beruhigen und das Grün umschmeichelt die Sinne.
Vor allem die Hotels wollen in der Krisenzeit nicht vergessen werden und werben mit super Service, Bilderbuchlandschaften, mit einmaligen Blick in die Berge oder auf eine verträumte Seenlandschaft.
Dabei wird der Sport in den Vordergrund gestellt. Mountainbike, Radfahren oder Wandern gelten als die Favoriten.
Und für den Hunger danach kann man es sich nicht verkneifen, an die schmackhaften österreichischen regionalen Spezialitäten zu erinnern. Bei diesen Aussichten würde jeder Gast bestimmt nichts lieber tun, als sofort den Urlaub zu buchen.

Weg vom Rummel


Verschwiegene Plätzchen gibt es in der Steiermark

Ferienhäuser sind, nach der durchlebten Krisenzeit in der engen Wohnung und wohlmöglich noch ohne Garten, ganz vorne auf der Wunschliste. In der Steiermark zum Beispiel bietet „Pures Leben“ Domicile an mitten in der Natur, abseits von Rummel und Trubel. Ein aufmerksamer Service sorgt für einen gefüllten Kühlschrank. Und Hundefans können ihre vierbeinigen Lieblinge auch mitnehmen.
Noch sind auch die Campingplätze nicht nur in Bayern geschlossen. Doch ganz bestimmt wird es unter den vorgeschriebenen hygienischen Standards eine Lockerung geben. Es muss ja nicht gleich der Gardasee oder die Adria sein. In Bayern gibt es ebenfalls attraktive Plätze.


Im Altmühltal, entlang des Rhein-Donau-Kanals stehen imposante Burgen aus dem Mittelalter

Wer das Altmühltal oder Berchtesgaden kennt, der weiß jetzt die ländliche Idylle dort zu schätzen.
Tatsache ist jedoch, dass mit den Lockerungen der Reisebeschränkungen noch nicht so bald zu rechnen ist, sagen die Virologen und die Politiker.

Denn innerhalb Deutschlands liegen Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Baden Württemberg auf der Wunschliste der Reiseträumer ganz oben und die meisten stehen schon gedanklich mit gepackten Koffern in den Startlöchern. Auf ins Allgäu, zum Bodensee oder in den Schwarzwald, wo man solange nicht mehr gewesen ist. Man wird sich freuen, Sie dort zu sehen!

EVA-MARIA MAYRING

Geschrieben von
Mehr von Eva-Maria Mayring

Glanzvolles Feuerwerk vor der Burgsilhouette

Das Neue Jahr in Salzburg mit schwungvollen Walzermelodien begrüßen. Wenn die Silvesterfeier...
mehr lesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.