Mit kleinen Schritten zu großen Entdeckungen

Beim Granattor kann man den ersten Gipfelsturm feiern. Foto: Archiv MTG, Franz Gerdl.

Der Millstätter See präsentiert sich im Sommer als kunterbunter Spielplatz für Familien. Eine entspannte Wanderung auf den neuen Slow Trails durch die sanfte Seen- und Berglandschaft regt die Fantasie und den Entdeckergeist an. Ins Leben auf der Alm tauchen kleine „Alm-Forscher“ auf der Millstätter Alpe ein – mit Kräutern und Käfern vor der Becherlupe und einer duftenden „Frigga“ auf dem Teller. Und im Granatium schürfen kleine Gäste edle Granatsteine, mit der sie Mama im Anschluss eine Freude machen.

Text: Millstätter See Tourismus
Redigiert von Gerhard Fuhrmann

Inspirierende Wanderungen auf den Slow Trails: Wie gemacht für Kinderbeine sind die beiden neuen Slow Trails am Millstätter See. Die Routen sind maximal zehn Kilometer lang, weisen nie mehr als 300 Höhenmeter auf und sind innerhalb von drei Stunden zu bewältigen. Ganz im Sinne der klassischen „Sommerfrische“ laden sie zum entspannten, achtsamen Wandern ein, mit den Berg- und Seenlandschaften des Millstätter Sees als idyllischem Schauplatz. Beim Barfußgehen über weiche Moospolster oder bei einem Sprung ins prickelnde Wasser des Millstätter Sees spüren Groß und Klein die Natur mit allen Sinnen.

Der Slow Trail Mirnock führt als Rundweg vom Alpengasthof Bergfried über einen Forstweg zum Aussichtspunkt an der Bergfried-Hütte und durch ein Waldstück zurück zum Start. Der 2,6 km lange Ausflug am Weltenberg Mirnock, um den sich so manche Sage rankt, endet mit einer faszinierenden Aussicht auf dem Sternenbalkon, den Familien am besten in Begleitung eines Picknickkorbs mit Spezialitäten der Mirnockbauern auskosten.

Auf den Infotafeln erfährt man alles Wissenswerte über den Slow Trail Zwergsee. Foto: Archiv MTG, Gert Perauer

Der zweite Weg, der Slow Trail Zwergsee, führt durch schattenspendende Kastanien- und Kiefernwälder. Inmitten der Bäume eröffnet eine Waldbühne den Blick auf Millstatt. Der Rundweg leitet Wanderer weiter zum Zwergsee und Klieberteich, bevor es nach 3,6 km zum Parkplatz Kalvarienberg zurückgeht. Der Magie des Waldes, in dem es in allen Winkeln raschelt und das Licht faszinierende Stimmungen zaubert, können sich kleine Entdecker nicht entziehen.

Das Leben auf der Alm erforschen: Welche Kräutlein wachsen auf der Alm? Wie viel Milch gibt eine Kuh? Und wo kommt all das Wasser her? Die Antworten auf diese Fragen finden kleine Gäste beim Alm-Erlebnistag auf der Lammersdorfer Hütte auf der Millstätter Alpe, zu dem Familie Obweger von 17. Juli bis 28. August jeden Dienstag von 10 bis 13 Uhr lädt. Da machen sich kleine „Alm-Forscher“ mit der Becherlupe auf die Suche nach Heilpflanzen, duftenden Almblumen und Tieren aller Art. Danach geht´s in die Sennerei, um gespannt zu beobachten, wie Butter und Käse hergestellt werden. Zum Abschluss bereiten die Teilnehmer gemeinsam eine köstliche „Frigga“ zu, wie sie einst auch den Holzfällern mundete.
Infos: Kosten inkl. Verpflegung: 14 Euro pro Person, 9 Euro für Kinder unter 14 Jahren, Familienkarte 40 Euro (2 Erwachsene und bis 3 Kinder im Alter bis 14 Jahre).

Beim Granattor kann man den ersten Gipfelsturm feiern. Foto: Archiv MTG, Franz Gerdl.

Schürfen wie einst die Knappen: Die Erlebniswelt „Granatium“ in der alten Bergwerksstadt Radenthein lädt zu einer Reise ins Innere des Berges ein: Die Millstätter Alpe birgt das größte Granatvorkommen Mitteleuropas. Ein Stollen führt durch die funkelnde Granatader, wo sich große und kleine Gäste ein Bild von der Welt unter Tag machen. Im Freien heißt es, mit Hammer und Meißel rubinrote Granate aus dem Fels zu schlagen. Anschließend waschen die Schürfer die Karfunkelsteine im klaren Wasser des Kaningbaches auf original nachgebauten Geräten und sortieren sie. Ein professioneller Schleifer verhilft den Granaten zu gebührendem Glanz, damit sich Mama danach über ein neues Schmuckstück freuen darf.
Infos: Öffnungszeiten (bis 31. 10.) von 10 bis 18 Uhr. Kosten: Erwachsene 11,50 Euro, Kinder (6 – 16 Jahre) 7 Euro, Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt.

Bei “Mein 1. Fang” lernt man die Tradition des Netzfischens. Foto: Kärnten Werbung, Sam Strauss.

Als Petrijünger unterwegs: Gemeinsam mit Peter Sichrowsky von den Reinankenwirten fahren kleine Gäste mit dem Boot auf den See hinaus und heben die Schwebenetze ein. Dabei erzählt Peter seinen kleinen Begleitern spannende Geschichten über die Fischereitradition am Millstätter See. Der frische Fang wandert danach in die Kochtöpfe der umliegenden Restaurants oder findet, von den Kindern ausgiebig bestaunt, den Weg zurück ins kühle Nass. Vom Familienhotel Post aus zieht der Duft frisch gebratener Reinanke übers Wasser, die sich die Kleinen im Anschluss schmecken lassen.
Infos: Bis 28. September ab 16.30 Uhr. Erwachsene und Kinder ab 15 Jahre zahlen 20 Euro, Kinder unter 15 Jahre 14 Euro. Inkludiert sind Netzfischen, Fahrt mit dem Ruderboot und ein Fischgericht nach Wahl.
Empfehlenswert ist die Pauschale „Familienpaket Zeit für uns…“ mit sieben Übernachtungen rund um den Millstätter See, ein „Mein 1. Fang“-Erlebnis, ein Familienbesuch im Granatium inkl. „Schürfrecht“ sowie die Millstätter See Inclusive Card für die ganze Familie. Das Paket kostet für sieben Nächte ab 789 Euro für zwei Erwachsene und zwei Kinder bis 14 Jahre.

Infos:
www.millstaettersee.com
aufdenpunkt-pr.at
www.kaernten.com
www.austria.info

Geschrieben von
Mehr von NEWS Redaktion

Die Beatles in Obertauern – auch 2014!

Hilfe! Hieß es im März 1965 in Obertauern im Salzburger Land. Denn...
mehr lesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.