FC Bayern – Ding, Dang, Dong | EIN VIDALISTISCH FIDELER SCHWALBENFLUG

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Thomas Müller und Claudio Pizarro hatten sich zur Halbzeit jeder ein Bier geholt. Gemächlich schlenderten sie zurück in Richtung Rasen, schlurften während des Spazierganges aus ihren Bechern und besprachen die Lage. Zu welchem Resumee sie gelangten, hätte nur ein Lippenleser nach vollziehen können – die beiden befanden sich zu weit entfernt. Müller trug ein weißes Trikot mit der Nummer 25 und einen kleinen Bauch vor sich her. Pizarros grünes Shirt zierte die Aufschrift 14 und war aus guten Gründen in XXXL gehalten. Es handelte sich um zwei Fans aus zwar gegnerischen Lagern, aber offensichtlich freundschaftlicher Verbindung.

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FC Bayern Kolumne Ding Dang Dong

FC Bayern – Werder Bremen

2 : 0  (1 : 0)

19.04.2016

Die beiden symbolisierten mit ihrer Performance den kompletten Plot dieses Abends: Es schien sich nicht um ein hitziges Pokal-Halbfinale mit Tragik, Drama, Tränen und  so weiter zu handeln. Sondern irgendwie um business as usual. Die zwei Halbzeit-Bierholer „Müller“ und „Pizarro“ hätten mit ihrer Körpersprache durchaus zu diesem oder jenem Akteur auf dem Spielfeld gepasst. (Freilich nicht zu Müller und Pizarro.)

„Der Trainer wird heute wohl kaum mit unserem Spiel zufrieden sein“, lächelte Bayern-Kapitän Philipp Lahm. Und der Trainer wiederum prophezeite – ohne jegliches Lächeln –, „dass wir in zwei, drei, vier Tagen sehr zufrieden sein werden mit diesem Sieg.“

Denn immerhin sorgt er dafür, dass er, Pep, und das Team weiter vom Triple träumen dürfen. Und während objektive Beobachter ein Spiel des FC Bayern mit ungewöhnlich zahlreichen Konzentrationsschwächen und Abspielfehlern erkannten – war dies den wahren Fans des FCB völlig egal: Hauptsache wir gewinnen!, freute sich die Südkurve und bejubelte in ganz besonders enthusiastischem Maße sogar den vidalistisch fidelen Schwalbenflug, der zu einem Elfmeter und Müllers alles entscheidendem zweiten Tor führte. Nicht mehr das Hohnlied über einen Verein, der grün sei und nach Fisch stinke, wurde ab dieser Szene skandiert, sondern nunmehr „Fi-naaaaa-le-oh-hooooo…“ sowie natürlich „Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!“.

Womit jedoch nicht der übermorgige Samstag gemeint war und ist. Da tritt der FCB um 15.30 Uhr im Berliner Olympiastadion gegen Hertha an. Siegen die Münchner und verliert zugleich Borussia Dortmund beim VfB Stuttgart, dann ist Bayern bereits Deutscher Meister.

Und vielleicht setzt es in diesem Fall dann Freude über den Sieg ja sogar noch am gleichen Tag.

Jupp Suttner

DING (super):  Dass Bayern im Finale steht.

DANG (auch nicht schlecht):  Dass Müller auch im Pokal müllert.

DOOOOOONG (beruhigend):  Dass IMMER NOCH das Triple möglich ist.

FUSSBALL IST DING, DANG, DONG.
ES GIBT NICHT NUR DING.

(Kick-Philosophie des einstigen FC Bayern-Trainers Giovanni Trapattoni)

Die aktuelle
FC Bayern-Kolumne
von Jupp Suttner

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