Amerika – Wilde Landschaften

Eigentlich sollte man meinen: Gibt es nicht schon genug Bildbände über die USA? Aber wie in anderen Bereichen der Wirtschaft steht auch der Buchmarkt nicht still.

Eigentlich sollte man meinen: Gibt es nicht schon genug Bildbände über die USA? Aber wie in anderen Bereichen der Wirtschaft steht auch der Buchmarkt nicht still. Neue Formate, ausklappbare Panoramafotos, die Ausstattungen werden immer aufwändiger.

So nimmt es nicht Wunder, dass auch der Stürtz Verlag sich einreiht in diesem Segment hochwertiger Bildbände mit Fotos, wie sie selten zu sehen sind. Neue Perspektiven, das Spiel mit dem Licht, die Staffelung von ganz nah bis ganz weit weg, all dies ist mehr als gelungen im vorliegenden Buch. Die Farbenwelt ist gewaltig und wer es wie der Unterzeichnete nicht selbst immer wieder im Westen Nordamerikas erlebte, könnte meinen, man hätte hier die Bilder zu viel bearbeitet. Doch nein, oftmals ist die nächste Luftverschmutzungsquelle tausend Kilometer entfernt und die Lage in der Trockenzone sorgt dazu noch für beste Beleuchtung.

Die wilden Landschaften tragen zum Mythos des amerikanischen Traumes ebenso bei wie die Megastädte oder die historische Route 66. Die großen Seen im Mittleren Westen, ungebändigte Natur im Yosemite und Grand Teton National Park, Südsee-Exotik in Hawaii und arktische Einsamkeit in Alaska – Amerika hat unzählige Facetten, kein Land bietet eine größere landschaftliche Vielfalt. In der ungeheuren Weite findet man Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusslandschaften des Mississippi und Missouri, die weiten Ebenen in der Mitte, die mächtigen Höhen der Rocky Mountains, Wüsten im Südwesten und gemäßigte Regenwälder im Nordwesten sowie die Gebirge an der Westküste. Und hinter dem einst so Wilden Westen liegt noch ein Bundesstaat: Hawaii mit seinen Vulkaninseln weit draußen im Pazifik. Dazu kommt noch die Wildnis Alaskas ganz im Norden mit ihren Wäldern, Seen und Tundren.Im Vordergrund dieses opulenten Fotobildbandes steht das schöne Bild, die Optik wird bestimmt von brillanten, großformatigen Bildern, denen kundige Bildkommentare beigestellt sind. Ein größeres Kapitel bietet Informationen zu den Fotografen und zum Autor, aber auch Hinweise zum Fotografieren und zu den Locations mit Verweisen zu den einzelnen Bildern.

Ein Muss für Ästheten, die besondere Bücher lieben und die landschaftliche Vielfalt Nordamerikas schätzen.

Foto Cascadia, Christian Heeb und Stefan Link.

224 Seiten, 179 Abbildungen, Format 24 x 30 cm, gebunden mit farbigem Schutzumschlag und stabilem Schmuckschuber,

deutscher Text, 1 Übersichtskarte, Register

https://www.verlagshaus.com/index.php?id=38&tt_products%5Bproduct%5D=2076

 

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