FC Bayern | Ding, Dang, Dong | VON PEP ZU PUP

FC Bayern – VfL Wolfsburg

1 : 0 (1:0)

07. 02. 2017

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Ewig währende Stammtisch-Weisheit: „Diese Mannschaft bräuchte überhaupt keinen Trainer!“. Weil der Kader derart stark besetzt sei, „dass sogar unser Hausmeister mit denen den Titel holen würde!“.

Mit „denen“ sind dabei stets die Spieler des FC Bayern gemeint. Derart brillant, diese Ansammlung von Champions, dass sie einfach nicht zu vercoachen seien.

Tatsächlich nicht? Es wirkt frappierend, in welch’ kurzem Zeitraum die Kick-Kultur der Münchner vom Level 10 auf geschätzte 6 herab gesunken ist. Von Pep auf Pup. Dass dies trotzdem reicht, in der Meisterschaft die Tabelle an zu führen und im Pokal das Viertelfinale zu erreichen, liegt daran, dass die Bayern trotz einer mäßigen Partie nach der anderen die meisten dieser miesen Bolzereien siegreich beenden.

Natürlich ist Fußball kein Schönspiel-, sondern ein Ergebnis-Ereignis und liegt die Wahrheit dieses Sports nicht in grazilen Kreiseln, sondern findet sich nach Schlusspfiff bei der Additions-Aktion, wie viele Tore man erzielt und wie viele man kassiert hat. Doch zumindest ein BISSCHEN Spaß sollte der Weg, der zum Ziel führt, schon auch bereiten. Ein Vergnügen, dass die Bayern 2017 noch kein einziges Mal zu bieten in der Lage waren. Vier Partien, 3 Siege, 1 Unentschieden, also keine Niederlage – doch auch keine Inspiration, kein Feuer, kein Aaaaah- und Oooooh-Entzücken auf den Rängen, sondern vielmehr leidende Mienen und zum Himmel empor verdrehte Augen ob der Darbietungen. Denn in München ist man seit der Guardiola-Epoche zweifelsohne enorm verwöhnt, was die Souveränität und Grandezza des eigenen Teams betrifft.

Würden die Münchner ohne Trainer besser spielen?

So wie 1974 Deutschland erst dann Weltmeister werden konnte, als Beckenbauer & Co. dem Bundestrainer Schön das Kommandoheft entrissen?

Wäre der Fußball des FC Bayern wieder peppig und pop-art-ig, wenn nicht Ancelotti, sondern Lahm & Co. die Taktik bestimmen würden?

Zwei Mal Philipp Lahm im Pressezentrum der Allianz Arena (letzten Dienstag): Links mit Champions League-Pokal – rechts mit Blumenstrauß zum 501. Spiel für den FC Bayern

 
Schließlich hatten Neuer, Robben und eben auch Lahm in den letzten Wochen mehrmals das Spielsystem des FCB öffentlich und lautstark kritisiert. Auch wenn Lahm am Dienstagabend nach dem Pokalgewurstel gegen Wolfsburg auf die Frage, ob ihm denn nicht Pep sehr fehle, wie aus der Ballmaschine geschossen antwortete: „Überhaupt nicht!“. Und trotzig hinzu fügte: „Vom heutigen Spiel her betrachtet habe ich ein sehr gutes Gefühl für die Zukunft.“ Aber wohl nur deshalb, weil es jene Partie war, anlässlich selbiger er seine EIGENE nahe Zukunft bekannt gab, also seine Seele erleichterte. „Ab Sommer bin ich nur noch Privatier“.

Trotzdem erscheint der Gedanke verlockend: ein Experiment ohne Trainer zu starten. Ancelotti könnte in seiner Küche jeden Tag schön kochen und das Leben genießen – und sich am Samstag auf die Tribüne setzen, um zu sehen, was seine Jungs denn ohne ihn so fabrizieren. Kaugummi kauen dürfte er natürlich trotzdem.

Und der Stammtisch wüsste dann endlich – ob seine Parolen der Wahrheit entsprechen.

Jupp Suttner

DING (super):  Dass die Bayern trotz des langweiligen 1:0 eine Runde weiter sind.

DANG (auch nicht schlecht): Dass man sich im morgigen Bundesliga-Spiel in Ingolstadt gegen Freistoß-König Suttner & Co. absolut rein hängen muss – denn leidenschaftlicher Einsatz bildet sicherlich die beste Vorbereitung gegen Arsenal nächste Woche.

DOOOOOONG (beruhigend):  Dass Müller auch als 90 Minuten-Bank-Sitzer (wie gegen Wolfsburg) die coole Ruhe bewahrt.

FUSSBALL IST DING, DANG, DONG.
ES GIBT NICHT NUR DING.

(Kick-Philosophie des einstigen FC Bayern-Trainers Giovanni Trapattoni)

Die aktuelle
FC Bayern-Kolumne
von Jupp Suttner

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