SUP in El Gouna – absolut SUPer!

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Eigentlich müsste er ja Luigi heißen. Denn er gleitet wie ein Gondoliere durch die Lagune. Doch er heißt Islam und wir befinden uns auch nicht in Venedig, sondern in den wunderbaren Kanälen von El Gouna in Ägypten. Islam ist unser SUP-Lehrer.

SUP? Ist eine relativ neue Sportart und wurde in Europa erstmals etwa 2008 bekannt. Die drei Buchstaben stehen für: „Stand Up Paddeling“. Deutsche Übersetzung: „Im Stehen paddeln“. Und zwar auf einem Brett, das wie ein Surfboard wirkt, jedoch breiter und flacher und längst nicht so wackelig ist.

Text: Jupp Suttner

Foto: SUP-Fun in El Gouna.

Foto Credit & Copyright: Dave Cooper www.redseamonkeys.com 

SUP kommt aus Hawaii und als es zum Beispiel auf der Isar landete, war es noch eine kleine Sensation. Inzwischen wird jedoch auf fast jedem europäischen See geSUPt. Nachteil der heimischen Gewässer (wie etwa besagter Isar, auf welcher der SUP-Spaß aus Sicherheitsgründen nur sehr gut Fortgeschrittenen vorbehalten sein sollte – es kann extrem gefährlich werden dort!): Die Wassertemperatur. Denn wenn man mal in hiesige Fluten fällt und anschließend noch stundenlang auf dem Board – im Wind stehend – dahin fährt, ist die Erkältung programmiert. Anfänger sollten deshalb vielleicht in einen Neopren-Anzug schlüpfen.

Oder in die ewige Wärme des Südens düsen, etwa in besagtes El Gouna, einer künstlich errichteten Lagunenstadt am Roten Meer, die von den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes für Ägypten meistens nicht betroffen ist, sondern als sicher gilt. Einen SUP-Schnupfen holt man sich bei den dortigen Temperaturen nur schwer.

„Zuerst müsst ihr die Länge des Paddels individuell für eure Körpergröße einstellen!“. Islam hilft dabei. Dann demonstriert er:

  • Zuerst mal auf dem Board knien.
  • Dann sich langsam erheben – Homo erectus!
  • Und los paddeln…

Das ist alles! Wer ein normales Maß an Balance-Vermögen besitzt, wird diese Sportart – die auch noch den Körper spannt sowie die Bizeps-, Rücken und Po-Muskulatur schult – rasch beherrschen.

Wer sich hingegen noch etwas unsicher fühlt, kann vorerst weiterhin in der Knie-Stellung  verbleiben. Oder sitzend paddeln (wie in einem Kanu). Oder sich sogar auf das Board – legen: Dann wirkt man wie ein australischer Rettungsschwimmer – auch ganz cool…

Doch am obercoolsten ist es halt wirklich im Stehen. Unser großes Ziel, nachdem wir die Lagunen von El Gouna durchquert haben: Demnächst in Venedig auf zu treten. Vielleicht zum Karneval. Am Gesang der Gondoliere üben wir noch.

Wer sich selbst eine Ausrüstung zulegen will: Paddel ab 200 Euro. Boards gibt es ab etwa 700 Euro – in platzsparender aufblasbarer Version für 900 Euro.

Am fabelhaftesten ist eine SUP-Tour in El Gouna nach – dem Golfen. Entspannung total. Abschalten von den Kämpfen um Birdies, Bogeys, Pars. Sollten Sie während der Winter-Saison in El Gouna zu golfen wünschen, dann unterbrechen Sie jetzt bitte sofort – SO!-FORT! – die Lektüre dieser Geschichte und buchen stattdessen Ihre gewünschten Runden. Denn: 72 % aller Greenfees zwischen November und Winter-Ende sind jedes Jahr bereits ab Oktober vergeben! Rainer Tillmanns, General Manager des einzigen Platzes der legendären  Lagunenstadt am Roten Meer: „Es ist leichter, ein Hotel zu kriegen als ein Greenfee…“

Falls Sie tatsächlich eine Buchung tätigen: Dann haben Sie etwas Gutes erworben.  Aber Sie haben – aus Golfersicht – nichts „Sensationelles“ eingesackt. Die 18 Löcher von El Gouna sind prima – doch bei weitem kein Valderramapebblebeach oder so. Warum also dieser Run auf diesen Platz?

Erstens wegen El Gouna selbst. Denn es herrscht in diesem vor rund zweiundzwanzig Jahren kreierten „Venedig Ägyptens“ das Gegenteil eines Ballermann-Ballyhoos, sondern im Gegenteil eine Wohlfühl-Atmosphäre wie nirgendwo sonst in ganz Nordafrika. (Und wir kennen Nordafrika!)

Zweitens wegen des Wetters. Es regnet maximal 14 Tage pro Jahr in dieser Region (13 davon in den drei Wintermonaten…). Sonnen-Garantie pur also – und zwar bei trockener Wärme mit gegen null tendierender Luftfeuchtigkeit. Die Temperaturen zwischen Dezember und März betragen 21 bis 23 ° (Wasser 24 bis 21 °), im November und April 26 ° (Wasser 25 bzw. 23 ° ).

Drittens wegen der El Gouna-Sport-Gelegenheiten. In diesem rund 30 km südlich vom Flughafen Hurghada gelegenen Küstenort am Roten Meer seinen „normalen“ Sporturlaub zu verbringen mit Tauchen, Schnorcheln, Kiten, Windsurfen, Tennis, besagtem SUP und vielem weiterem mehr, ist bereits große klasse. Dort dann auch noch den Driver und die Eisen schwingen zu können – kann als sozusagen fabelhaftes Zusatz-Zuckerl betrachtet werden.

Aber natürlich kann man in El Gouna auch eine reine Golf-Woche verbringen. Mit beispielsweise 4 x spielen und an den anderen Tagen Üben auf der Driving Range (Benutzung die gesamte Woche kostenlos bei Buchung eines nur einzigen Greenfees). Großer Reiz an einer derartigen Konstellation:

Golfer von sagen wir HC 18 bis 45 (zugelassene Obergrenze zur Winterzeit) können hier prima Selbstbewusstsein tanken. Denn der 1999/2000 kreierte Platz ist kein Monster, sondern erlaubt es, bei penibler Konzentration einen glücklich machenden Score zu erzielen. Happiness an der 19 dann – Urlaubs-Feeling pur.

Golfer von sagen wir HC 0 bis 17 wiederum können ihren gesamten Ehrgeiz an den Tag legen, den Platz mit seinen von zu Loch wechselnden Windverhältnissen immer besser in den Griff zu bekommen. Um am letzten Tag schließlich mit den gelegentlich heftigen Böen zu spielen statt ihr Spielball zu sein.

Technische Daten: Par 72, 6.269 m von Weiß, Slope 119 von Gelb bzw. 120 von Rot (geratet nach den Regeln des DGV – schließlich sind 60 % der Spieler/innen hier aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die meisten via www.condor.com anfliegend und im Resort von www.steigenbergergolf-elgouna.com absteigend), sechs verschiedene Abschlagmöglichkeiten pro Loch (vom Champion bis zur Senioren-Lady), Greenfee 75 Euro (3 x = 210 Euro, 5 x = 340 Euro) und: Eine Riesen-Driving-Range mit Golftrainern, prima Übungsmöglichkeiten und einem bezauberndem Kuriosum: Man schlägt die Rangebälle in die Lagune hinaus! Wo sie entweder auf Inseln oder ins Wasser plumpsen.

Wer statt im Winter lieber im Oktober oder April dort golft: Gratulation! Denn zu jenen Zeitpunkten herrschen einerseits die wunderbarsten Golf-Temperaturen – und ist andererseits der Platz von ausgesprochen wenig Menschen frequentiert. Greenfees zu buchen genügt dann vor Ort. Null Hektik, null Stress: Sie werden golfen wie – ein Pharao! Echt pyramidonal.

Infos: www.elgouna.com

Wünsche, Lob & Kritik bitte direkt an den Autor: JuppSuttner@aol.com   

 

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