„Monte Cavallo oder der Rosskopf“

… heißt das jüngste Mitglied  der Ortler Ski-Arena oberhalb von Sterzing. Das Skigebiet ist „Klein aber fein”.

Man muss nicht endlose Kilometer Richtung Süden fahren, den das kleine Winter-Paradies um die nördlichste Stadt Italiens liegt direkt hinter dem Brenner.

Foto oben: Panoramablick vom “Sterzinger Haus”

Text & Foto:  Lili Reisenbichler

Ich gebe zu, auch mir war Sterzing bisher unbekannt, obwohl nur 215 Kilometer  und ca. 2,5 Stunden Autofahrt von München entfernt.  Man nimmt am Brenner-Pass die erste Ausfahrt und fährt auf der Staatsstraße in Richtung Gossensass.

Es schneit leicht vor sich hin als ich vollgepackt mit Alpin-und Langlauf-Ski plus jede Menge Ausstattung im verträumten Gossensass eintreffe. Am Dorfplatz, wo sich eine Gruppe Jugendlicher mit ihrem getunten Mopeds und Autos eine Show liefert, wird mein brandneuer AUDI A4 Avant 3,0 TDI quattro Testwagen bestaunt. Wichtigste Frage: Wie schnell und wie viel PS unter der Motorhaube schlummern. Nach angeregter Unterhaltung und ein paar Fotos bekomme ich vom südtiroler Rennfahrer-Nachwuchs den wohlgemeinten Rat, mich ab sofort lieber an die Geschwindigkeit-Regeln zu halten.

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272 PS und 250 km/h Höchstgeschwindigkeit, 8-Gang Getriebe und viel Platz im Kofferaum.
Der neue Audi A4 Avant 3,0 TDI quattro bietet viel Raum für Sport-und und Reisegepäck.

 

Auf Empfehlung des Tourismusvereins Sterzing werde ich bereits im kleinen familiären 3-Sterne Hotel Erna erwartet. Clooney, ein Bild von einem Prachtkerl  sitzt vor der Eingangstür als Empfangs-Komitee. Nein, nicht „der Clooney“ sondern der Haus-Kater, der mich mit wohligen Schnurren begrüßt. Der Beginn einer Freundschaft.

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Winter 10-11 070 (Mittel)

Nach einem „ Bicicletta“, ein Cocktail aus Campari, Weißwein und Limetten-Saft im Wintergarten des Hotels, geht es zum Abendessen in den „Schaurhof“, der für seine südtiroler Spezialitäten bekannt ist. In der urigen Tiroler Stube aus dem Jahr 1908 wird „Eisacktaler Weinsuppe“, „Kartoffelblattln“ und Rosmarin-Risotto mit Hirschfilet aufgetischt. Am Nachbartisch singt eine italienische Gruppe, die den herrlichen Tag mit ein paar Gläsern Vino Tinto ausklingen lässt.

Am Morgen serviert „Helga“ die Chefin des Hauses, ihre frisch gebackenen warmen „Cornettos“, die italienische Variante zum Croissant und duftenden italienischer Caffè. Allein schon dafür liebe ich Italien, und das fängt wie bereits erwähnt, direkt hinter dem Brenner an.
Zum Ski fahren geht es jetzt auf den Rosskopf.  An der Talstation wartet bereits Josef Turin, der Tourismusdirektor von Sterzing, mit dem ich diesen herrlichen Wintertag  genießen darf. So erfahre ich alles aus erster Hand und habe dazu noch den besten Guide, der mich galant über blaue und rote Pisten lotst. Natürlich gibt es auch eine schwarze Piste, aber die überlasse ich lieber den Könnern.
18 Pisten-Kilometer zwischen 960-2.200 Meter bieten für jede Stärke das passende Angebot. Der Tagespass für das Ski-Gebiet Rosskopf  und Ladurns kostet je nach Saison ab 30 Euro!

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Rosskopf / Monte Cavallo Panorama

Ein besonderes Augenmerk gilt am Rosskopf den Kleinsten. Die große neu gebaute und moderne Kinder-Skischule mit 30 Ski-Lehrern wurde bereits mit dem Gütesiegel Gold ausgezeichnet und macht einen außergewöhnlich kompetenten Eindruck. Da möchte man direkt nochmal Kind sein.

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Entspanntes Skifahren auf weitläufigen traumhaften Pisten

Der erste Einkehrschwung  endet in der „Sternhütte“ (1946 Meter). Wie im Bilderbuch und mit viel Liebe zum Detail. Zu dem Zeitpunkt weiß ich noch nicht, dass ich am nächsten Tag einen abendlichen Aufstieg mit Fackeln zum  südtiroler Hütten-Fest machen werde, um anschließend auf der mit Flutlicht beleuchteten und voll beschneiten 10 Kilometer langen Rodelbahn mit viel Gaudi ins Tal zu fahren. Eine Rodelpartie ist in Sterzing Programm und eines der Highlights. Zweimal pro Woche geht es auf den Rosskopf (1.860 m) zum Nachtrodeln! Die Gondelfahrt auf den Berg unter dem Sternenhimmel ist allein schon ein Erlebnis. 

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Die “Sternhütte”,
ein uriger Treffpunkt auf 1946 m

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Reise-Stories Autorin Lili Reisenbichler mit Tourismus-Direktor und Gastgeber Josef Turin (2.v.l.)

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Da macht auch die Autorin gerne einen Einkehrschwung.

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Nachdem mir Josef – man duzt sich ja bekanntlich auf dem Berg- noch einen  privaten Ski-Kurs spendiert, und ich auf die Dauer nicht auf einem Bein stehen kann, geht es jetzt zum „Sterzinger Haus“ auf 1930 Meter mit herrlichem Panoramablick über den Wipptaler Talkessel. Nach einer Portion Kaiserschmarrn und einem „Willi“ fahren wir wieder ins Tal, wo mich bereits mein neuer Verehrer „Clooney“ erwartet.

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Impressionen aus Sterzing

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Die ehemalige Fuggerstadt Sterzing versprüht  noch heute ein mittelalterliches Flair, gepaart mit dem modernen Charme einer Kleinstadt. Prächtige Bürgerhäuser, malerische Einkaufsstraßen, mittelalterliche Plätze. Am Stadtplatz befindet sich eine der interessantesten Sakralbauten des Eisacktales, die von 1399-1402 erbaute „Heilig Geist Spitalkirche“, die ursprünglich ein Spital und Hospiz war. Von außen schlicht und eher unscheinbar, birgt sie in ihrem Inneren wunderbare, äußerst kunstvolle Fresken, die zu den bedeutendsten Zeugnissen der Pustertaler Malerschule zählen.

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Vor wenigen Jahren wurde die kleine Stadt Sterzing zu einer der schönsten Kleinstädte Italiens gekürt.

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Im Rathaus mit dem gotischen Ratsssal finden bis heute die Stadtratssitzungen statt.

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Rathaus-Sterzing_

Mein Fazit:
Rundum ein gelungenes Angebot, viel Spaß und ein Super-Ski Wochenende.

Fotocredit & Copyright: Lili Reisenbichler

Nicht verpassen! Sterzing Spezial.

Sonnen-Skilauf vom 3. – 10.April 2016
Infos unter:  www.sterzing.com

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