Das Metzingen Outlet ist durchaus ein guter Ausgangspunkt. Erst Designerlabels und Schnäppchen, dann durch Weinberge streifen, die Stadt entdecken und schwäbische Küche genießen: Ein Wochenende in Metzingen kann deutlich mehr als Outlet-Shopping. Und mit dem Hotel & Restaurant Schwanen wartet eine stilvolle Adresse, die dem Wochenende den passenden Rahmen gibt.
Metzingen hat einen Ruf, der seiner Vielfalt nur bedingt gerecht wird. Wer den Namen der schwäbischen Kleinstadt hört, denkt meist sofort an Designerlabels, volle Einkaufstaschen und die latente Aussicht auf weitere Okkasionen mit Designeretikett. Tatsächlich ist ihre berühmte Outletcity ein Phänomen, das jährlich Millionen Menschen aus aller Welt anzieht. Doch nur wenige Schritte abseits der Einkaufspassagen wartet ein gänzlich anderes Metzingen: eine Stadt mit historischen Fachwerkhäusern, einer bemerkenswerten Weinbautradition und einer Landschaft, die zwischen Reben und Streuobstwiesen einen wohltuenden Rhythmuswechsel ermöglicht.
Ikonen im Mittelflügel
Mein Ausgangspunkt für diese Entdeckungsreise ist das Hotel & Restaurant Schwanen, ein familiengeführtes Vier-Sterne-Boutiquehotel mitten in Metzingen. Von hier aus sind es nur wenige Schritte bis zu den großen Namen der Modewelt, aber auch die historische Innenstadt und die Weinberge sind im Nu zu erreichen. Dass sich das Haus nicht auf die Rolle einer praktischen Übernachtungsadresse für Shoppingenthusiasten reduzieren lässt, wird mir bereits vor dem Portal und erst recht nachher beim Einchecken klar. Mein Zimmer ist großzügig geschnitten, angenehm ruhig und mit einer Sorgfalt eingerichtet, die sich auch in Details zeigt. So hat es mir der Schreibtisch gleich angetan: ein liebenswertes Möbelstück, das nicht lieblos unter dem Flatscreen an der Wand klebt und primär als Ablage für Laptop und Schlüssel genutzt wird, sondern tatsächlich dazu einlädt, sich hier niederzulassen. Wer viel unterwegs ist, weiß einen Ort zu schätzen, an dem auch die Arbeit ihr geschmeidiges Plätzchen hat.





Der Schwanen verbindet stilvolles Design, großzügige Zimmer und persönliche Gastlichkeit. Fotos: Hotel & Restaurant Schwanen
Der Schwanen wird von der Familie Wetzel in dritter Generation geführt. Die persönliche Handschrift zeigt sich nicht allein in der Gastfreundschaft, sondern auch im Umgang mit dem Haus selbst. Die Zimmer unterscheiden sich in Größe, Gestaltung und Atmosphäre. So ist beispielsweise die Designleidenschaft der Elterngeneration im Mittelflügel nach wie vor spürbar. Die Eltern der heutigen Gastgeber Tim Wetzel und Anja Wetzel-Trost haben hier Le-Corbusier-Stühle, Möbel von Eileen Gray, Entwürfe von Günther Lambert und Nachttische von USM Haller zu einem charmanten Ensemble zusammengeführt.
Anderswo ist Design schon mal dekorative Pflichtübung, im Schwanen ist es nicht komponiert, sondern historisch gewachsen. Auch die Ateliers verdienen einen Blick. Mit ihren großzügigen Raumhöhen und Flächen zwischen etwa 30 und 40 Quadratmetern bieten sie deutlich mehr als das übliche Hotelzimmerformat. Das Turm-Atelier eröffnet den Blick auf alte Kastanien und die Martinskirche, andere Varianten spielen mit Licht, Höhe und zusätzlichen Flächen.
Nach dem Einrichten bleibt mir noch Zeit für einen ersten Streifzug durch die Outletcity, an deren Rand der Schwanen liegt. Zwei Stunden Pirsch nach Preisnachlässen sollten reichen. Rede ich mir zumindest ein.



Im Turm-Atelier lässt es sich durchaus leben. Fotos: Hotel & Restaurant Schwanen
Stadt der großen Labels
Statt einer einzigen Mall, in der sich Geschäft an Geschäft reiht, entfaltet sich die Outletcity Metzingen über ein weitläufiges Ensemble aus modernen Straßenzügen, offenen Plätzen und architektonisch eigenständigen Gebäuden. Man flaniert zwischen großzügigen Glasfassaden, klaren Linien und internationalen Markennamen, biegt um eine Ecke und steht immer schon vor dem nächsten Store. Die Outletcity wirkt tatsächlich wie eine kleine Stadt in der Stadt, in der sportliche Klassiker, internationale Designermode und Luxuslabels nur wenige Schritte voneinander entfernt liegen. Mit mehr als 130 Stores und rund 170 Marken ist Metzingen eine der großen Adressen des europäischen Outlet-Shoppings. Nach Angaben der Betreiber sind es jährlich mehr als 4,5 Millionen Menschen, die hierherkommen.
Wer bei Nike, Adidas oder Oakley nach sportiven Klassikern Ausschau hält, findet ebenso Auswahl wie jene, die bei Hugo Boss, Ralph Lauren, Prada oder Gucci ihre Garderobe um eine distinguierte oder gar luxuriöse Note erweitern möchten. Dazu kommen Stores für Schuhe, Accessoires, Beauty und Wohnen. Obwohl ich keine großen Shoppingambitionen hege, werde ich bei einem beigen Leinenhemd von Ralph Lauren schwach. Zwei Wochen zuvor war es mir in Wien zum doppelten Preis noch zu kostspielig gewesen. Die Anschaffung macht mich happy. Auch deshalb, weil ich ein bisschen das Gefühl habe, dem amerikanischen Modelabel ein Schnippchen geschlagen zu haben.






Die Outletcity Metzingen: Über 130 Stores und rund 170 Marken verteilen sich auf ein weitläufiges Shoppingviertel. Fotos: rope
Weltweit größtes Boss-Outlet
Dass Metzingen mit seinen rund 23.000 Einwohnern heute weit über die Region hinaus als Adresse für Fabrikverkauf bekannt ist, hat viel mit Hugo Boss zu tun. 1924 gründete Hugo Ferdinand Boss hier eine Kleiderfabrik, die zunächst vor allem Berufsbekleidung produzierte. Erst Jahrzehnte später erkannten seine Enkel Uwe und Jochen Holy das Potenzial des Werksverkaufs. 1972 öffneten sie die Fabriktore für preisbewusste Käufer – ein Anfang, aus dem sich nach und nach eine internationale Shoppingdestination entwickeln sollte. Mit mehr als 5.000 Quadratmetern Verkaufsfläche gilt der Boss-Store in Metzingen heute als weltweit größtes Outlet der Marke.


In diesem Gebäude hatte Hugo Ferdinand Boss seine erste Schneiderei. Rechts: Das weltweit größte Boss-Outlet. Fotos: rope
Zwei Stunden sind vorbei, ohne dass ich mich auch nur annähernd durch das gesamte Angebot gearbeitet hätte. Eine Erkenntnis dieses späten Nachmittags: Man kann die Outletcity durchaus dosieren und muss nicht gleich auf der ersten Schnäppchenjagd den Homerun machen.
Ein Hoch auf den Rostbraten
Da so ein Streifzug durch die Markenwelt hungrig macht, freue ich mich auf das Abendessen im Schwanen, dessen Restaurant in Sachen Interieur regionale Verwurzelung nicht mit rustikaler Folklore verwechselt. Kulinarisch setzt es auf Spezialitäten der schwäbischen Küche und Produkte der Region, die mit zeitgemäßem Anspruch, aber ohne unnötigen Schnickschnack auf den Teller kommen. Auf der Abendkarte spricht mich das „Traditionsmenü“, das bereits die Großeltern im Jahr 1954 auf die Karte gehoben haben dürften und sich noch immer großer Beliebtheit erfreut, besonders an. Dessen Auftakt macht eine kräftige Rinderbrühe mit hausgemachten Kräuterflädle und frischem Schnittlauch. Danach folgt schwäbischer Zwiebelrostbraten vom Alm-Weiderind, begleitet von dreierlei Zwiebel, Butterspätzle und einer Trollingersoße. Den süßen Schlusspunkt setzen hausgemachte Apfelküchle in Zimtzucker, dazu Eis, warme Bourbon-Vanillesoße und Preiselbeeren.
Mit der Kulinarik meint man es im Schwanen offenbar sehr ernst, denn das Essen ist fantastisch. Und auch die Weinkarte ist superb aufgestellt. Neben autochthonen Gewächsen – ich entscheide mich für ein Gläschen Lemberger – finden sich hier zudem renommierte Produzenten aus Italien und Frankreich. Den Abend lasse ich an der Mezzo Bistro Bar, die ebenso zum Schwanen gehört, ruhig ausklingen. Morgen wartet Metzingen abseits der Geschäfte – ich will wissen, wie viel Weinberg in der Outletstadt steckt.


Ein Abendessen in stilvollem Ambiente, das regionale Akzente ohne rustikale Folklore setzt. Fotos: Hotel & Restaurant Schwanen
Reben, Rehe, Regenjacke
Ich schlafe ausgezeichnet und finde am Frühstücksbuffet alles, was ich für einen guten Start in den Tag benötige. Mein Plan vor der nachmittäglichen Stadtführung: hinaus in die Weinberge. Dass Metzingen auch eine Stadt des Weins ist, lässt sich auf zwei Rundwegen besonders schön erfahren. Zunächst nehme ich mir den Weinerlebnisweg vor. Er besteht aus zwei miteinander verbundenen Rundwegen von jeweils etwa 2,5 Kilometern Länge, die durch die Weinberge führen. Rund 50 Informationsstellen befassen sich mit Weinbau, Geologie, Flora und Fauna und erweisen sich weniger als Unterricht im Freien denn als entspannte Gelegenheit, die Landschaft und ihre Eigenheiten besser kennenzulernen.
Weinberge, Felder, Wälder und Streuobstwiesen bilden in Metzingen eine Kulturlandschaft, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat. Da ich vom Weinwandern noch nicht genug habe, gehe ich auch noch Teile des Weinerlebnispfads, der im Stadtteil Neuhausen startet und ebenso durch Weinberglagen und Streuobstwiesen führt. Das Wetter zeigt sich dabei leider völlig unkooperativ. Dank meiner guten Ausrüstung tangiert der Regen meine Stimmung nur marginal. Die Wege riechen nach Erde und nassem Gras, zwischen den Rebstöcken huschen Reihe vorbei, und die Blicke über das Ermstal und in Richtung Schwäbische Alb sind auch bei Hundewetter nicht von schlechten Eltern. Dass man sich in Metzingen nicht zwischen Shopping und Natur entscheiden muss, finde ich richtig gut.






Der Weinwanderwege führen durch die Metzinger Weinberge und vermitteln auch Wissenswertes über den Weinbau. Fotos: rope
Zwischen Spätgotik und Flattertieren
Am Nachmittag dann die Stadtführung. Ich entdecke eine Stadt, deren Geschichte weit vor dem ersten Fabrikverkauf beginnt. Die Martinskirche bildet den Auftakt meiner Tour. Der spätgotische Bau, unmittelbar neben dem Schwanen gelegen, stammt aus der Zeit um 1500. Der markante Turm wurde 1613 vollendet und prägt das Stadtbild bis heute. Im Inneren erzählen Epitaphien und historische Details von der langen Geschichte des Gotteshauses. Doch die Martinskirche beherbergt nicht nur steinerne Zeugen ihrer Vergangenheit: Hoch oben im Kirchturm lebt eine Kolonie von knapp 400 Fledermäusen. Während ich also unten durch das Gotteshaus schleiche, hängt oben eine tierische Wohngemeinschaft kopfüber im Gebälk. Die teilt sich ihr sakrales Refugium übrigens immer wieder mal mit Turmfalken, die hier regelmäßig brüten.
Von der Martinskirche geht‘s zum Sieben-Keltern-Platz, dem historischen Herzstück Metzingens. Die sieben Keltern bilden ein Ensemble alter Gebäude, die einst dem Weinbau dienten. Sie boten Schutz für die Kelterbäume, unter denen die Trauben gepresst wurden, und waren zugleich Lager- und Arbeitsräume. Heute sind in den historischen Gebäuden unter anderem die Vinothek, die Stadtbibliothek und das Weinbaumuseum untergebracht. Dessen eindrucksvollstes Exponat ist eine hölzerne Weinpresse aus dem Jahr 1655: rund zwölf Meter lang, sechs Meter hoch und bis heute voll funktionsfähig – ein gewaltiges Zeugnis der Metzinger Weinbaugeschichte. Das Museum macht an 27 Stationen die Arbeit hinter dem Glas Wein sichtbar.
Nur einen Steinwurf vom Museum steht das Wengerter Häusle, ein ehemaliges Taglöhner- und Weingärtnerhaus aus dem 17. Jahrhundert. Das kleine schöne Gebäude dient heute als Weinprobierstube und ist ein Ort, der Metzingens Weintradition auf bodenständige Weise erlebbar macht. Ich spaziere schließlich noch zum Alten Rathaus, einem Fachwerkbau mit schöner Giebelfassade. Das ursprüngliche Gebäude wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und ab 1668 wieder aufgebaut. Besonders ins Auge fallen die geschnitzten Figuren am Giebel, die mit dem Wein- und Obstbau der Region in Verbindung stehen.





Martinskirche, Wengerter Häusle, Vinothek und Weinbaumuseum am Sieben-Keltern-Platz und das Alte Rathaus. Fotos: rope
Versucherle, Maultäschle, Schäufele
Der Tag war abwechslungsreich genug, um den Appetit anzuregen. Diesmal beginnt das Menü im Schwanen mit einem „Schwäbischen Versucherle“: geschmelztes Maultäschle, Kalbsjus sowie Kopf- und Kartoffelsalat. Als Hauptgang folgt geschmortes Schäufele vom Rehbock, begleitet von glaciertem jungem Spitzkraut, gebratenen Pfifferlingen, Butterspätzle und Portwein-Preiselbeersoße. Auf die Nachspeise verzichte ich heute, da es mit meinem Gürtel irgendein Problem gibt. Was mir am Schwanen gefällt, ist, dass die Kulinarik so gar nicht wie ein Zusatzangebot für Gäste, die nach dem Einkaufen noch etwas essen möchten, wirkt. Sie ist vielmehr für viele Metzingen-Besucher, aber auch Einheimische ein eigenständiger Grund, hier einzukehren.
Wer aber ein ganzes Wochenende in Metzingen plant, bekommt es im Hotel mit drei unterschiedlichen Arrangements zu tun: „Mini Metzingen“ kombiniert eine Übernachtung mit Frühstück und einem regionalen Drei-Gänge-Menü, „Shop till you drop“ setzt auf zwei Nächte, Kulinarik und Shoppingvorteile, während „Alb in one“ einen längeren Aufenthalt mit Angeboten in der Region verbindet. Die Packages sind vor allem für jene interessant, die sich nicht jedes Detail des Wochenendes selbst zusammenstellen möchten.
Der Schwanen kann auch Business
Auch für jene, die Metzingen nicht nur privat besuchen, hat der Schwanen ein konsistentes Konzept. Das MICE-Angebot umfasst mehrere Tagungs- und Veranstaltungsräume für unterschiedliche Formate. Außergewöhnlich ist der 220 Quadratmeter große Work.Shop im dritten Obergeschoss, den ich mir habe zeigen lassen. Flexible Arbeitsbereiche, Nischen für Gruppenarbeit, eine integrierte Küche und moderne Präsentationstechnik machen ihn zu einem Raum, der klassische Konferenzsituationen bewusst aufbricht. Über den direkten Zugang zur Sky-Lounge gelangt man auf eine Dachterrasse mit Blick über die Outletcity und die Umgebung. Daneben stehen weitere Räume für Veranstaltungen zur Verfügung; insgesamt können Veranstaltungen für bis zu 120 Personen umgesetzt werden.
Dass das Haus Tagungen mit regionaler Küche und einer persönlichen Gastgeberkultur verbindet, passt zu seiner sonstigen Ausrichtung: Arbeit und Genuss müssen hier nicht in getrennten Welten stattfinden.





Der Schwanen bietet vielseitige Räume für Tagungen und Events im fancy Ambiente. Fotos: Hotel & Restaurant Schwanen
Tübingen im Laufschritt
Nach einer letzten guten Nacht, einem finalen Frühstück und ereignisreichen Tagen möchte ich den Schwanen und Metzingen nicht ganz ohne Umweg verlassen. Einige meiner Gesprächspartner an diesem Wochenende legen mir Tübingen ans Herz. Die Universitätsstadt liegt nur eine halbe Autostunde von Metzingen entfernt – ein Abstecher, für den ich mir am letzten Tag gerne Zeit nehme. Für einen ausgedehnten Besuch reicht die Zeit nicht; ich habe gerade einmal 90 Minuten. Also wird aus dem Stadtspaziergang ein kleiner Lauf gegen die Uhr.
Tübingen empfängt mich mit engen Gassen, schiefen Fachwerkhäusern und steilen Treppen, die hinauf in die historische Oberstadt führen. Ich passiere den schönen Marktplatz mit seinem pittoresken Rathaus, dessen reich bemalte Fassade zu den bekanntesten Ansichten der Stadt zählt. Hinter jeder Ecke öffnet sich ein neuer Blick, ein kleines Café, ein Innenhof oder eine Treppe, die in eine andere Ebene Tübingens führt. Ich muss aber noch unbedingt hinunter zum Neckar. Denn von der Neckarbrücke zeigt sich die berühmte Neckarfront mit dem gelben Hölderlinturm, den malerischen alten Häusern am Fluss und den Türmen der Stadt im Hintergrund – ein unfassbar schönes Ensemble. Der Hölderlinturm erinnert natürlich an den Dichter Friedrich Hölderlin, der viele Jahre in der Stadt lebte lebte. Die Platanenallee am Neckarufer lädt mich zwar noch zu einem Spaziergang ein, allein mir fehlt die Zeit.





Auch wenn man nur im Laufschritt unterwegs sein kann: Die Neckarstadt Tübingen zahlt sich in jedem Fall aus. Fotos: rope
Neunzig Minuten reichen für einen ersten Eindruck, nicht aber für eine ernsthafte Begegnung mit Tübingen. Aber auch das ist ein angenehmer Nebeneffekt eines Aufenthalts in Metzingen: Die Stadt liegt extrem günstig, um weitere Ziele in der Region anzusteuern. Die Schwäbische Alb, Bad Urach, Reutlingen und Tübingen sind nah genug für zusätzliche Ausflüge, ohne dass man dafür den Standort wechseln müsste. Auch Stuttgart, das man mit Auto oder Zug in einer knappen Dreiviertelstunde erreicht, ist in Schlagdistanz.
Metzingen, ein echtes Package
Auf der Heimfahrt fügt man ja meistens die Eindrücke eines Trips noch einmal zusammen. Da ist die Outletcity mit ihren internationalen Marken, der zeitgenössischen Architektur und meinem Leinenhemd, für das ich schon kurz danach mein erstes Kompliment erhalte. Da sind die historischen Keltern, die Martinskirche und das Alte Rathaus, die daran erinnern, dass in Metzingen schon vor dem Fabrikverkauf mächtig was los war. Und da sind die Weinberge, die im Herbst mit ihrem Farbenspiel aus Gold, Rostrot und sattem Grün und noch einmal eine ganz eigene Kulisse entfalten.
Den Schwanen hat es für mich dabei gebraucht. Die unterschiedlichen Facetten des Wochenendes wurden von ihm auf angenehme Weise zusammengehalten. Hier kehrt man nach dem Streifzug durch die Outletcity ebenso gern zurück wie nach einem Nachmittag in den Weinbergen. Weil man hier richtig gut isst, schläft und Gastlichkeit in vielen Facetten erlebt. Richtig gut finde ich aber auch mein stylishes Souvenir, für das ich wohl noch ein paar weitere Komplimente einheimsen werde.



