Jesus als Totengräber – in Oberammergau

Die Pest Das Spiel vom Oberammergauer Passionsgelöbnis Regie: Christian Stückl Bühne und Kostüme: Stefan Hageneier Musik: Markus Zwink Premiere 28. Juni 2019 Festspielhaus Oberammergau 2019 Copyright by Arno Declair Birkenstr. 13b 10559 Berlin +49 (0)172 400 85 84 arno@iworld.de Konto 600065 208 Blz 20010020 Postbank Hamburg IBAN/BIC : DE70 2001 0020 0600 0652 08 / PBNKDEFF Veröffentlichung honorarpflichtig! Mehrwertsteuerpflichtig 7% USt-ID DE 273950403 St.Nr. 34/257/00024 FA Berlin Mitte/Tiergarten

Die berühmten Passionsspiele in Oberammergau finden nur alle zehn Jahre statt. 2020 ist es wieder soweit: Die 42. Austragung (erstmals 1634) geht von 16. Mai bis 4. Oktober über die Bühne. Wer Tickets ergattern will, sollte nicht zu lange zögern. Und wer vor dem Besuch des weltweit beachteten Spektakels erst einmal erfahren möchte, wie es überhaupt dazu kam, dass in dem oberbayrischen Holzschnitzer-Ort – zwischen Murnau und Garmisch-Partenkirchen gelegen – ein Passionsspiel aufgeführt wurde, besitzt  bereits 2019 eine fabelhafte Möglichkeit dazu: mittels eines Besuches der Aufführung DIE PEST – nach einem Stück von Martin F. Walls, inszeniert von Christian Stückl, dem einerseits Intendanten des Münchner Volkstheaters und dem andererseits Spielleiter der Passionsspiele seit bereits 1990.

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Foto oben:

Szenenbild aus DIE PEST 2019

Fotocredit & Copyright auch des untenstehenden Bildes:

Eigenbetrieb Oberammergau Kultur / Arno Declair

Text:

Jupp Suttner

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DIE PEST erzählt, wie es vor fast 400 Jahren zu dem Gelöbnis kam und wird seit 1932 gleichfalls nur alle zehn Jahre an die Öffentlichkeit gebracht – stets ein Jahr vor den Passionsspielen. Am vorgestrigen Freitagabend (28. Juni) fand die Premiere 2019 statt und wie sie ausfiel, kann mit nur neun Worten beschrieben:

Lang, lang, lang, lang

anhaltender Beifall

der begeisterten Zuschauer!

Den stärksten Applaus erntete dabei der am Freitag als Totengräber Faistenmantl agierende – Jesus von 2020! Rochus Rückel (23), Laiendarsteller wie alle anderen Schauspieler/innen und außerhalb des Theaters Student der Luft- und Raumfahrttechnik – beeindruckte mit seiner Interpretation der Bösewicht-Rolle vermutlich auch Mama Bavaria Luise Kinseher, die sich unter den Premiere-Gästen befand.

Kichernder Nebenbei-Gag in diesem Stückl-Stück: Als der Totengräber erstmals auftritt – kommt ein (der…) Mann mit der Mundharmonika und intoniert bedächtig die Hauptmelodie der Ennio Morricone-Musik für „Spiel mir das Lied vom Tod“ aus Sergio Leones 1968er-Italo-Western. Und das im Süden von Bayern.

Weitere Vorstellungen finden am 12./13./19. und 20. Juli sowie am 2./3. August statt – dann erst wieder in zehn Jahren…

Ticket-Infos: www.passionstheater.de , www.passionsspiele-oberammergau.de

Unterkunft- und Regionen-Infos: www.ammergauer-alpen.de , www.oberammergauer-alpen.de 

Jupp Suttner

 

Der Totengräber…     –    Copyright by Arno Declair
Weitere Details zur Aufführung bietet der Text der offiziellen Pressemappe – hier Ausschnitte daraus:

Die Pest – Das Spiel vom Oberammergauer Passionsgelöbnis

Christian Stückl inszeniert ein Jahr vor den nächsten Oberammergauer Passionsspielen „Die Pest“ nach einem Text von Martin F. Wall im Passionstheater

 

 

Das Spiel vom Oberammergauer Passionsgelöbnis

Premiere am 28. Juni 2019

Weitere Vorstellungen: 29. Juni und 12./13./19./20. Juli und 2./3. August 2019

 

Das Stück erzählt die Geschichte des Tagelöhners Kaspar Schisler, der sich den Sommer 1633 über – mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges – bei einem Bauern in Eschenlohe als Knecht verdingte und am Kirchweihfest 1633, von Sehnsucht nach Frau und Kindern getrieben, über den Berg an den Pestwachen vorbei nach Oberammergau kam. In Eschenlohe wütete, wie in vielen Teilen Bayerns der „Schwarze Tod“, die Pest. Oberammergau wurde durch fleißiges Wachehalten von der Ansteckung bewahrt. Doch Kaspar Schisler brachte an jenem Kirchweihabend die Krankheit ins Dorf und den Tod über 84 Menschen. In großer Not gelobten die Oberammergauer alle zehn Jahre das Passionsspiel aufzuführen, damit Gott der Pest ein Ende bereite. Der Überlieferung nach ist nach dem Gelöbnis niemand mehr in Oberammergau an der Pest gestorben.

 

Regie                           Christian Stückl

Bühne und Kostüme     Stefan Hageneier

Musik                           Markus Zwink

 

Seit 1932 wird im Vorfeld der Passionsspiele das „Pestspiel“ aufgeführt. Anknüpfend an diese Tradition hat am 28. Juni 2019, ein Jahr vor den nächsten Passionsspielen, „Die Pest“ im Passionstheater Premiere. Mit den Darstellern und Musikern der Passionsspiele 2020 erzählt Christian Stückl, der Passionsspielleiter und Intendant des Münchner Volkstheaters, auf der einzigartigen Freilichtbühne des Passionstheaters mit dem Stück die Geschichte der Entstehung der Passionsspiele.

 

Aus der „Geschichte des Dorfes Oberammergau“

von Josef A. Daisenberger

 

»Da brachte ein Mann von hier, namens Kaspar Schisler, welcher bei dem Mair in Eschenloh den Sommer hindurch Taglöhner gewesen, die Pest ins Dorf. Dieser kam, um das Kirchweihfest im Kreise der Seinigen zu halten, am Kirchweih-Vorabende über den Berg von Eschenloh herüber, und unaufgehalten, da sein Haus zu oberst im Dorfe an der Laine stand, in sein Haus. Schon am Montage nach der Kirchweih war er ein Leich. Von diesem Tag an bis 28. Oktober, Simon und Juda, sind hierauf 84 Personen dahier gestorben. … In dem großen Leidwesen, welches die furchtbare Krankheit über die Gemeinde gebracht hatte, sind endlich die Vorgesetzten der Gemeinde, die Sechs und Zwölf, zusammengetreten, und haben das Verlobnis gemacht »die Passionstragödie alle zehen Jahre zu halten, und von dieser Zeit an ist kein einziger Mensch mehr gestorben, obwohl noch etliche Pestzeichen an sich hatten.«

 

2. Das Stück

 

Herbst 1632, mitten in den Wirren des dreißigjährigen Krieges. Überall im Land brennen die Pestfeuer, die anzeigen, dass ein Dorf oder eine Stadt von der Seuche, dem „Hitzigen Fieber“, der Pest befallen ist. Überall brennen sie, im Werdenfelser Land, unten in Eschenlohe, in Kohlgrub. Auch in Ammergau haben sie zur Kirchweih Feuer angezündet, noch ist das Dorf von der Krankheit verschont geblieben. Abschrecken sollen die Feuer, abschrecken jene, die im Land umherschleichen, die Soldaten, das Fahrende Volk oder Reisende.

In Ammergau feiern sie Kirchweih! Übermütiges Volk drängt sich durch die Gassen. Einer überschreit den Anderen. Der reiche Steinbacher lässt sich die Kirchweih etwas kosten, Musiker sind da, eine Schauspieltruppe hat er zusammengestellt und beim Wirt, dem Promberger, hat er anrichten lassen. Der Bader ist da, der Bürgermeister, die Jungen, die Alten, die Kinder. An diesem Tag will jeder zum Wirt, jeder will die Not des Krieges, will den Tod vergessen. Feiern wollen sie.

Die Wachen, die der Pestvogt rund ums Dorf hat aufstellen lassen, feiern mit. Und so gelingt es in dieser Nacht dem Tagelöhner Kaspar Schisler, der vor zwei Jahren als Sommermahder zum Mayr-Bauer nach Eschenlohe gegangen war und den die Sehnsucht nach Frau und Kindern nach Hause trieb, unentdeckt ins Dorf zu kommen. Es hat ihn aus dem von der Pest befallenen Eschenlohe heraus auf den Bergsattel getrieben, von dort sah er die Pestfeuer, die rund um Ammergau brannten und so dachte er, auch dort sei die Pest. Unbemerkt kommt er ins Dorf. Unbemerkt, da alles tanzt und das Bier in Strömen fließt.

Nur wenige im Dorf feiern nicht. Elisabeth, Schislers Frau, sitzt zu Hause. Zum Tanzen will sie nicht. Was soll sie dort ohne ihren Mann. Vitus und Karl, ihre Söhne sitzen mit ihr am Tisch. Streit liegt in der Luft. Zu eng ist alles geworden. Der Krieg, die Pest lässt dem jungen Vitus die Welt aussichtslos erscheinen. Er gräbt sich ein. An diesem Abend soll sich der Himmel noch mehr verdunkeln. Die Tür des Schislerhauses öffnet sich, Kaspar Schisler, auf den sie so lange gewartet hatten, steht in der dunklen Hütte. Kaspar! Elisabeth springt auf und will ihm entgegeneilen, als ihr bewusst wird, dass er die Zeit über in Eschenlohe war. Er kommt aus dem Pestdorf. Jetzt erst erfährt Kaspar Schisler, dass die Feuer nur zur Abschreckung entfacht wurden, jetzt erst weiß er, dass wenn er die Pest in sich trägt er, das Dorf, die Familie anstecken wird. Entsetzt läuft er zurück in die dunklen Gassen des Dorfes.

Draußen am Friedhof gibt es einen anderen, der an diesem Abend nicht feiert. Faistenmantl, der Totengräber. Einer muss in diesen finsteren Zeiten die Toten verschwinden lassen. Das Dorf, der Bürgermeister, der Steinbacher, der Pfarrer haben ihm diese Aufgabe übertragen. Als er an diesem Abend in den dunklen Gassen auf den Schisler trifft, weiß er, dass nun seine große Stunde gekommen ist. Alle, die ihn verstoßen haben, sie alle werden nun zu ihm auf den Friedhof kommen, alle wird er in die große Grube schleppen, die er gegraben hat. In seinem Hass auf diejenigen, die ihn verstoßen haben, zerrt er den Schisler in das Wirtshaus. Der Tanz endet, die Musik verstummt, die Pest ist da.

 

In ihrer Not treibt es die Oberammergauer in die Arme des Priesters. Er glaubt, dass der Antichrist, der Teufel, in Gestalt des Kaspar Schisler ins Dorf gekommen ist. Er glaubt, dass Gott das Dorf von der Krankheit verschont, wenn die Bewohner ihn, den Teufel, mit vereinten Kräften vertreiben. Mit Fackeln, Gabeln und Stangen zieht die aufgebrachte Menge vor das Schislerhaus, sie zerren Elisabeth auf die Straße und verlangen die Herausgabe des Schislers. Karl, der kleine Sohn des Schislers, tritt aus dem Haus, er hustet, er blutet aus Nase und Mund, er stirbt. Nun hat die Pest ihr erstes Opfer. Entsetzt laufen die Menschen in ihre Häuser.

Verzweifelt versuchen der Bürgermeister und seine Räte die Ordnung im Dorf aufrecht zu erhalten. Der Pfarrer macht das „gottlose Treiben“ für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich. Lauthals verkündet er, dass nur wenige Auserwählte gerettet werden. Einen nach dem anderen rafft die Pest nun fort. Einen nach dem anderen wirft der Faistenmantl auf seinen Karren und fährt sie hinaus auf den Friedhof. Alle holt die Pest. Die Jungen, die Alten.

Eines Nachts läuft der Pfarrer durch die Straßen. Nun trägt auch er die Zeichen der Krankheit an seinem Körper. Eitrige Pestbeulen. Noch glaubt er, dass er die Sünden des Dorfes auf seine Schultern nehmen muss, noch glaubt er, dass Gott ihn, seinen Diener, retten wird. Doch schon bald fällt er in tiefe Verzweiflung. Tanzend läuft er durchs Dorf und verkündet nun, dass die Menschheit der Erlösung nicht würdig sei und dass Gott alles vernichten wird. Lauthals schreit er in die Nacht hinaus: Gott hat uns verlassen! Kein Jesus ist für uns am Kreuz gestorben! Kein Jesus ist für uns am Kreuz gestorben!

Nun scheint alles verloren. Schreiend laufen die Menschen durchs Dorf. Da ist plötzlich der Schisler wieder da: Gott hat uns nicht verlassen, sondern wir haben Gott verlassen! Dies sagt er den verzweifelten Ammergauern und wie ein Vermächtnis legt er die große Christusfigur, die der Pfarrer kurz vor seinem Tod verbrennen wollte, in die Arme seines Sohnes Vitus.

Vitus ist es nun, der in der finstersten Stunde das Kreuz wieder aufrichten soll. Er ruft den Ammergauern zu: Wir können leben, wir werden leben! Ruhig hören sie ihm zu. Einer nach dem Anderen erhebt sich. In der dunkelsten Stunde geloben sie: Ein neues Kreuz zu errichten und in jedem Zehnten Jahr die Leidensgeschichte Jesu zu verkünden. Von diesem Tag an, so erzählt eine alte Chronik, ist kein Mensch mehr an der Pest gestorben.

1634 wurde dann die Passionsgeschichte zum ersten Mal aufgeführt.

Und so wurde es gehalten, bis auf den heutigen Tag.

 

3. Die Besetzung

Inszenierung                                         Christian Stückl

Bühne und Kostüme                             Stefan Hageneier

Musik und musikalische Leitung             Markus Zwink

Licht                                                    Günther E. Weiß

 

 

Kaspar Schisler, Taglöhner                   Maximilian Stöger

Elisabeth Schisler, seine Frau                Barbara Schuster

Vitus, sein Sohn                                   Cengiz Görür

Karl, sein Sohn                                     Jakob Maderspacher

Der Vorsteher                                       Martin Güntner

Zenz, seine Tochter                              Sophie Schuster

Der Pfarrer                                           Benedikt Geisenhof

Steinbacher                                          Andreas Richter

Faistenmantl, der Totengräber               Rochus Rückel

Der Pestvogt                                       Thomas Müller

Der Wirt Promberger                            Benedikt Fischer

Gabler                                                 Kilian Clauß

Rutz                                                     Sebastian Dörfler

Bauhofer                                              Lukas Eberl

Sam                                                    Michael Hollatz

 

Kinder

Hermi                                                   Sophie Maderspacher

Hans                                                    Johannes Maderspacher

Sepp                                                   Kilian Wind

Johann Richter

Ferdinand Richter

 

Musiker auf der Bühne              Benedikt Barke, Gunter Barke, Stefan Buchwieser, Barbara Daisenberger, Markus Stückl, Vitus Norz, Philip Morris

 

Männer, Frauen und Kinder aus dem Dorf

Mitglieder des Passionschors und Orchesters

 

 

4. Biografien

Christian Stückl

1. Spielleiter der Passionsspiele2020

Der Spielleiter der drei letzten Passionsspiele und Intendant des Münchner Volkstheaters, führt für 2020 erneut das künstlerische Team der gefeierten Passionsspiele 2000 und 2010 zusammen.

 

1961                geboren in Oberammergau als Sohn eines Gastwirtehepaares

1981-1984        Holzbildhauerlehre in Oberammergau

ab 1981            Aufbau einer Theatergruppe in Oberammergau

1987                Regieassistent bei Dieter Dorn an den Münchner Kammerspielen

1987                Wahl zum 1.Spielleiter der Passionsspiele 1990

1990                Inszenierung der Passionsspiele Oberammergau

Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen

Auszeichnung zum Nachwuchsregisseur des Jahres 1991 von Theater heute

1994                 Theaterarbeit in Indien

1996                Wahl zum Spielleiter der Passionsspiele 2000 durch Bürgerentscheid

ab 1996            Gastregisseur u.a. in Wien, Bonn, Karlsruhe, Hannover

Bearbeitung des Passionsspieltextes für die Passion 2000

2000                 Inszenierung der Passionsspiele Oberammergau

2002                Inszenierung des „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen

2002                im Herbst Antritt der Intendanz am Münchner Volkstheater

2004                erste Opernregie im Opernhaus Köln mit Beethovens „Fidelio“

2005                Regisseur des biblischen Schauspiels „König David“ in Oberammergau

2006                Regisseur der Eröffnungsfeier der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in München

2007                 Regisseur des Schauspiels „Jeremias“ in Oberammergau

2009                 Inszenierung „Palestrina“ an der Bayerischen Staatsoper München

Bearbeitung des Passionsspieltextes für die Passion 2010

2010                 Inszenierung der Oberammergauer Passionsspiele

2011 – 2018      Diverse Theater- und Operninszenierungen im Passionstheater Oberammergau, Schauspielhaus Zürich, Staatsoper Hamburg und am Wiener Burgtheater

Christian Stückl ist Träger des Förderpreis „Kainz Medaille“ der Stadt Wien, Träger u.a. des Großen Verdienstzeichen des Landes Salzburg, des Bayerischen Verdienstorden und der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber.

Seit 2008 ist Christian Stückl Mitglied in der Akademie der schönen Künste.

 

Stefan Hageneier
Bühnenbild und Kostüme

Stefan Hageneier war verantwortlich für die eindrucksvollen Bühnenbilder und die aufwendig neu gestalteten Kostüme der Passionsspiele 2000 und 2010. Auch 2020 wird er Bühnenbild und Kostüme für die Passionsspiele neu gestalten.

 

1972                in Oberammergau geboren

1988 bis 1991   Holzbildhauerlehre in Oberammergau

1991 bis 1993   Assistent für Bühne und Kostüme an den Münchner

Kammerspielen, u.a. bei Herbert Achternbusch

1991 bis 1997   Assistent von Jürgen Rose und Robert Wilson.

Mehrmaliger Aufenthalt im Watermill Center, New York

1996                 Co-Design von „Time Rocker“ mit Robert Wilson und Lou Reed

1997                Co-Design und Kostümbild für „Prometeo“ von Luigi Nono, La Monnaie,                                                 Brüssel, Regie: Robert Wilson

2000                Passionsspiele Oberammergau

Initiierung und künstlerische Leitung von „14 Stations“, einer Installation von Robert Wilson

Bühne und Kostüme für „Parasiten“ an den Münchner Kammerspielen

2001 – 2011      Fester Bühnen / Kostümbildner und Ausstattungsleiter am Bayerischen                                                  Staatsschauspiel

Auswahl der Arbeiten:

„Der Tagraum“, „Kabale und Liebe“, „Der Narr und seine Frau heute Abend in Pancomedia“, „Die Bakchen“, „Brand“, „Der Gwissenswurm“, „Pool (no water)“, „Klein Eyolf“, „Palestrina“

2010                Passionsspiele Oberammergau

Seit 2011          Berufung zum Professor für Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Berlin- Weißensee

2011 – 2018      Diverse Theater- und Operninszenierungen im Passionstheater Oberammergau, Schauspielhaus Zürich, Staatsoper Hamburg und am Wiener Burgtheater

Stefan Hageneier arbeitet als Bühnen- und Kostümbildner am Bayerischen Staatsschauspiel, Staatsoper München, Schaubühne Berlin, Burgtheater Wien und Berliner Ensemble. Zusammenarbeit mit den Regisseuren: u.a. Christian Stückl, Tina Lanik, Robert Wilson, Florian Boesch, Yoshi Oida, Harald Clemen, Dieter Dorn, Benedict Andrews, James Macdonald, Thomas Dannemann, Franz-Xaver Kroetz und Thomas Langhoff.

 

Markus Zwink
Musikalischer Leiter und Dirigent

Stammt aus einer der ältesten  Familien Oberammergaus. Bereits seit 40 Jahren gibt er dem Musikleben seines Heimatdorfes entscheidende Impulse. Nahezu ebenso lang begleitet er Christian Stückls Theaterproduktionen.

Für die Salzburger Neuinszenierung des „Jedermann“ und als musikalischer Bearbeiter und Leiter der Passionsspiele 1990, 2000 und 2010 trug er wesentlich zum Erfolg  der Inszenierungen bei.

 

1956                geboren in Oberammergau

1975                Abitur am Gymnasium Ettal

Danach Studium der Schulmusik am Mozarteum Salzburg und an der Musikhochschule München, Gaststudium bei N. Harnoncourt

1980                Basssolist bei den Passionsspielen

Seit 1984          Musikbeauftragter in Oberammergau, dort leitet er seitdem mehrere Chöre und das örtliche Orchester. Mit dem Ammergauer Motettenchor verwirklicht er ambitionierte A-cappella- und Oratorien-Konzerte.

1990                Musikalische Leitung bei den Passionsspielen

Seit 1992          Organisation von musikalischen Großveranstaltungen im Passionstheater Oberammergau

Bis 1997           Musiklehrer am Gymnasium Ettal

Ab 1997           Bearbeitung der Musik für die Passionsspiele 2000

2000                Musikalische Leitung bei den Passionsspielen

2001                Musik zu Felix Mitterers Schauspiel „Michael Gaismayr“, Volksschauspiele Telfs

2002                Musik zum „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen

2005                Musik (Komposition und Leitung) für  „König David“  Passionstheater Oberammergau

2007                Musik (Komposition und Leitung) für „Jeremias“ Passionstheater Oberammergau

2010                 Musikalische Leitung der Oberammergauer Passionsspiele

2011 – 2018      Diverse Theater- und Operninszenierungen im Passionstheater Oberammergau

 

Biografien der Schauspieler (Auswahl)

 

Kaspar Schisler, Taglöhner                 Maximilian Stöger

Alter                                                     30 Jahre

Beruf                                                   Dipl. Forstingenieur

2000                                                    Volk

2010                                                    Petrus

2020                                                    Kaiphas

 

Elisabeth Schisler, seine Frau            Barbara Schuster

Alter                                                     32 Jahre

Beruf                                                   Personalerin

1990 und 2000                                      Volk

2010                                                    Magdalena

2020                                                    Magdalena

 

Vitus, sein Sohn                                 Cengiz Görür

Alter                                                     19 Jahre

Beruf                                                   Schüler

2010                                                    Volk

2020                                                    Judas

 

Der Vorsteher                                      Martin Güntner

Alter                                                     32 Jahre

Beruf                                                   Anlagenmechaniker

1990 und 2000                                      Volk

2010                                                    Ezechiel

2020                                                    Petrus

 

Zenz, seine Tochter                             Sophie Schuster

Alter                                                     23 Jahre

Beruf                                                   Studentin Lehramt / Bankkauffrau

2010                                                    Volk

2020                                                    Magdalena

 

Der Pfarrer                                          Benedikt Geisenhof

Alter                                                     29 Jahre

Beruf                                                   Geologe

2000                                                    Volk

2010                                                    Johannes

2020                                                    Petrus

 

Steinbacher                                         Andreas Richter

Alter                                                     42 Jahre

Beruf                                                   Diplom-Psychologe

1980, 1984 und 1990                            Volk

2000                                                    Archelaus, Priester

2010                                                    Jesus

2020                                                    Kaiphas

 

 

 

Faistenmantl, der Totengräber            Rochus Rückel

Alter                                                     23 Jahre

Beruf                                                   Student der Luft- und Raumfahrttechnik

2010                                                    Volk

2020                                                    Jesus

 

Der Pestvogt                                       Thomas Müller

Alter                                                     35 Jahre

Beruf                                                   Berufsberater

1990                                                    Volk

2000                                                    Kaiphasdiener

2010                                                    Pilatusdiener

2020                                                    Josaphat

 

Der Wirt Promberger                           Benedikt Fischer

Alter                                                     36 Jahre

Beruf                                                   Gastwirt

1984                                                    Volk

1990                                                    Volk

2000                                                    Zorobabel

2010                                                    Josaphat
2020                                                    Gamaliel

 

Gabler                                                 Kilian Clauß

Alter                                                     22 Jahre

Beruf                                                   Auszubildender zum Mechatroniker

2000                                                    Volk

2010                                                    Volk

2020                                                    Nathanael

 

Rutz                                                    Sebastian Dörfler

Alter                                                     27 Jahre

Beruf                                                   Kaufmann im Einzelhandel

2000                                                    Volk

2010                                                    Engel

2020                                                    Nathanael

 

Sam                                                    Michael Hollatz

Alter                                                     23 Jahre

Beruf                                                   Student der Architektur

2010                                                    Volk

2020                                                    Engel

 

 

 

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