Jedes Zimmer ein Logenplatz

Der Name „Das Goldberg“ wurde zur Erinnerung an den Goldbergbau kreiert, denn Wasser und Gold prägten die letzten Jahrhunderte im Gasteinertal und bescherten der Gegend „goldene Zeiten“.

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Bereits die prädestinierte Lage am Hang – mit Blick über das Tal – ist einzigartig, sprich „Gold wert“. Beim Eintreten in den gemütlichen und offenen Eingangsbereich mit Kaminecke ziehen sich goldfarbene Linien durch den Teppichboden, finden sich an Lampen oder Umrandungen wieder.

Große Fensterfronten bescheren einzigartige Ausblicke, gemütliche Sessel und Kissen am Fenster laden zum Verweilen ein. So ist die Ankunft mit einem Glas Prosecco gleich der ideale Anfang „eines wunderbaren Aufenthaltes“. Einladend residiert die Bar in der Mitte, bevor es vorbeigeht am „Steckenpferd des Chefs“. Dazu später mehr.

Eine großzügige verglaste Vinothek zeigt nicht nur die erlesenen Tropfen, hier lässt sich auch das ein oder andere gute Tröpfchen verköstigen – ein Genuss für Augen und Gaumen. Die einzelnen Restauranträume fügen sich harmonisch ineinander und schaffen gleichzeitig „Stubncharakter“.Screenshot 2016-11-14 19.29.20

Im hinteren Teil kam im Sommer ein weiterer Raum hinzu. Hier geht der Blick hoch zur Piste des Schlossalm-Hangs, die man im Winter direkt zum Hotel abfahren kann. Bei den Räumen ist für jeden Geschmack etwas dabei, von gediegen bis traditionell, von modern bis rustikal.

Die 65 großzügigen Studios und Suiten sind alle zur Tal- und Südseite ausgerichtet, mit Blick nach Bad Hofgasten und die Bergwelt. Sie sind ausgestattet mit wohltuenden Regenduschen, die Suiten mit einem großzügigen Wohnbereich mit Sitzecke, Kamin und Teebar. Merkmal aller Zimmer ist ein bequemer und markanter Schaukelstuhl mit integrierter Leselampe, eigens für „Das Goldberg“ gefertigt. So einen möchte man am liebsten gleich im Gepäck mit nach Hause nehmen.

Im Juli 2016 kamen zwei großzügige 60-qm-Spa-Suiten hinzu – mit Doppelbett unterm Sternenhimmel, Bibliothek mit Sitzecke und eigener Zirbenholz-Sauna, einstellbar als finnische Sauna, Saunarium oder Infrarotkabine. Ruhepol ist die Doppel-Schwebeliege auf der Terrasse. Und wer es noch größer möchte, der bucht die Spa-Suite XL (90 qm) mit eigenem Zirben-Ruheraum und Hot Tub auf dem Balkon.

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In den Studios und Suiten dominieren Rot-, Braun, Creme- und Grüntone, die hervorragend harmonieren mit den Holztönen und den Stoffen aus Baumwolle, Leinen und Loden. Ein Stilelement ziert alle Räume – Tapeten mit goldenen Applikationen.

Das Küchenteam verwöhnt bereits beim Frühstück mit einheimischen Produkten und viel Selbstgemachtem, wie leckere Nutella, Marmeladen von Georgs 80-jähriger Mutter, das tägliche Brot mit den leckeren Aufstrichen oder die eigens geräucherte Wurst. Nachmittag frische Salate, eine leckere Jausenstation und Kuchen. Abend genießt man gesunde leichte Küche als Menü .

Nach dem Essen lockt dann die Bar. An ihr geht keiner vorbei, ein Gute-Nacht-Drink geht hier immer. Hier würde auch Top-Barmann Charles Schumann neidvoll erblassen. Auch ich habe noch nie so eine Vielfalt und Auswahl an Gin, Wodka, Whisky gesehen. Seitenweise blättert man für eine Sorte (allein über 90 Gin-Sorten). Sollte wirklich eine seltene Marke fehlen, würde Georg Seer diese bestimmt gleich aufnehmen. Ein Steckenpferd des Hausherrn, genauso wie die kleine Barista-Bar, die ich vorhin schon ankündigte. Hier zelebriert Georg Seer seinen Gästen, wie Kaffee geröstet wird, lässt probieren und riechen um am Ende eine geschmackvolle Tasse zu kredenzen. Sohn Peter (18) assistiert charmant und gekonnt dabei. Hier merkt man sofort, dass er – wie seine Eltern – damit aufwächst, er wird der geborene Gastronom und Hotelier. Noch etwas schüchternen, aber bereits routiniert zeigt sich Tochter Anna (15), die momentan wie Peter noch die Hotel- und Tourismusschule in Gastein besucht. Anna hilft bereits professionell und liebevoll im Service aus. Hier merkt man, dass es kein Muss ist, dass sie Spaß daran hat und wie ihr Bruder gern in die „großen Fußstapfen“ ihrer Eltern steigen möchte.

Die beiden Kinder haben es allerdings einfacher, sie leben und arbeiten bereits in einem „Schmuckstück“. Ihre Eltern mussten es sich erst schaffen. Beide wuchsen seit ihrer Kindheit im Hotelbetrieb auf und es hat sie geprägt. Georgs Eltern kauften 1982 den Pyrkerhof, einst Bauernhof, später Gasthof und Ausflugslokal mit ein paar Zimmern.

1997 übernahmen Georg und Vera den Betrieb. Erst wurden kleine Anbauten getätigt und Renovierungen vorgenommen. 2010 wurde dann ein Nachbargrundstück dazu gekauft und die Planung lief auf vollen Touren für ihr neues „Schmuckstück“. 2012 Neu- und Umbau, bevor es dann im Juli 2013 zur Eröffnung kam. Heute weisen zahlreiche Aufnahmen im „alten Trakt“ auf die Vergangenheit hin.

Die beiden ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Zuletzt folgte der vierte Restaurantraum und im Juli 2016 der nächste „Brocken“, im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn andere Bauherren Tonnen von Geröll entfernen lassen, so ließ Georg den Bulldozzer anfahren um über 420 Tonnen Gestein in den Hang, unterm vorhandenen Spa, zu transportieren und mit dem Kran auf den richtigen Fleck zu befördern. Entstanden ist der Gold-Stollen, der wieder einmal an die ertragreiche und Vergangenheit erinnert.

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Dieser Gold-Stollen erinnert auch an die Heilstollen, die für Wohlbefinden und Regeneration sorgen und zugleich einer langen Tradition folgen. Gemütliche Holzbänke in den Felsenecken laden hier zum Ausruhen. Fast müsste man hier Wecker aufstellen, damit man nicht stundenlang hier entspannt oder wie ich einschläft. Die Wärme, zwischen 42 bis 45 Grad, verbunden mit der Luftfeuchtigkeit, lassen Atemwege und Muskelverspannungen erholen. Beliebt auch bei Gästen, denen die Sauna zu heiß ist oder die sie nicht vertragen.

Die Hanglage präsentiert den Gästen Ausblick aus allen Ruheräumen, was heißt Ausblick, einzigartiges Bergpanorama. Kein Raum ist eingeschlossen., die beiden Geschosse bieten ausreichend Platz und Liegen, auch bei schlechtem Wetter. Hier hat man nur die Wahl der Qual – Schwebeliege oder Wasserbett, dem Körper nachgeformte Holzliegen oder in der Hängeschaukel, wahlweise einzeln oder als Doppel-Vergnügen.

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Natürlich stehen finnische oder Bio-Sauna, Dampfbad oder Infrarotkanine zur Auswahl. Eine einzigartige Wohltat, diese Kombination von Saunieren, Panorama und dem entspannendem Interieur.

Im Sommer bietet der Garten zusätzlich Erholung und Liegeflächen. Ein kleines feines Romantik-Chalet bietet  Zeit für ein trautes Tete-a-Tete. Mit gemütlicher Wohnebene, freistehender Badewanne und offenem Kamin, im oberen Bereich das King-Size Bett unterm Sternenhimmel. Eine eigene kleine Kräutersauna und versteckte Liegen auf der Terrasse lassen Verliebte hier regelrecht „abtauchen“.

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Im Untergeschoß dieses  Chalets befindet sich für alle Gäste eine Textilsauna mit Whirlpool und Infinity-Pool, natürlich auch hier wieder mit Panoramaaussicht.

Mein Favorit nach der Sauna war der neu geschaffene Naturbadesee, der auch im Winter beheizt wird. Im Sommer mit Gold-Strand und Sonnenliegen und einem Kneipp-Bach zum Wassertreten. Einfach ins Freie, Frischluft genießen und im Teich seine Runden schwimmen. Tipp: Auch bei Regen ein wahrer Genuss, da streichelt das Wasser förmlich die Haut.

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Wer dennoch dieses Refugium mal kurzzeitig verlassen möchte, der erkundet im Sommer mit einem hauseigenen E-Bike die Berggegend, wandert, besichtigt alte Stollen oder genießt die 18 Bahnen des Golfclub Gastein. Mitten im Nationalpark Hohe Tauern verspricht die Runde ein Naturerlebnis und entschädigt für einen nicht so guten Score.

Im Winter präsentieren sich prächtige 200 Pistenkilometer bis zu 2300 Meter hoch, von rot bis schwarz, für Buckelpisten-Spezialisten, Snowboarder oder Freerider oder man findet sein Glück auf über 80 km Loipen, unterwegs mit Schneeschuhen oder beim Eisklettern. Und das schöne: Raus im Keller und direkt auf die Piste – die Schuhe werden bereits vorgewärmt in den Hotel-Boxen.

Ach ja – wer gerne mal Goldgräber sein möchte, der kann dies bei einer geführten Tour noch an bestimmten Plätzen ausleben und den Goldrausch früherer Zeiten mit einer Pfanne in der Hand nachvollziehen. Und jeder wird fündig, wenn auch nicht der gewichtige Goldklumpen sondern nur Goldstaub dabei zum Vorschein kommt.

Aber allein der Aufenthalt im Goldberg ist schon Gold wert und macht sie zum Wiederholungstäter, das kann ich Ihnen versprechen.

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