Individueller Urlaub an der östlichen Algarve in Pandemiezeiten

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Herdade da Corte – Quinta Soria Moria – Guest Mar 

Individueller Urlaub an der östlichen Algarve in Pandemiezeiten

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Herdade da Corte

João Bago d´Uva wirkt noch erstaunlich gefasst, als er mir seine Übersicht über die Buchungen der kommenden Wochen und Monate zeigt. Eigentlich war sein Buchungsplan bestens gefüllt, aber dann hagelte es Absagen. Und kaum jemand bucht jetzt neu. Wie auch, wenn alles noch immer so unsicher ist. Gibt es bald eine Quarantäne-Pflicht oder wird sie für die Länder, in denen sie aktuell aktiv ist, bald wieder aufgehoben? Wer weiß das schon. Aber der sympathische Portugiese, der mit einem Partner das wunderschöne Landhaus „Herdade da Corte“ seit neun Jahren führt, bleibt optimistisch. Und zeigt mir lieber all die Konzertplakate im Miniformat von Auftritten, die er normalerweise einmal im Monat in dem schon im 19. Jahrhundert erbauten Gebäudekomplex veranstaltet.

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Zwölf Doppelzimmer hat das 120 Hektar große Landgut, das früher einem Farmer gehörte und dem die Farmarbeiter lebten. In einem weiteren Gebäude 800 Meter weiter oberhalb gibt es noch zwei Suiten. Die „Herdade da Corte“ ist etwas für diejenigen, die das Besondere suchen, die mitten in der Natur ruhig wohnen möchten während des Urlaubs. Die Lage gibt das her. Denn die Gebäude liegen in einem grünen Tal, zwischen dem Meer und dem Hinterland der östlichen Algarve, zwischen den besuchenswerten Städten Olhão und Tavira. Etwa 20 Minuten braucht man mit dem Auto von der Küste. Aber warum zum Meer, in der Umgebung des Landgutes lässt sich wandern, Radfahren oder Vögel beobachten. Denn wenn es „Krach“ gibt in der „Herdade da Corte“, dann sind es die überall herrlich zwitschernden Vögel.

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Rustikal eingerichtet sind die Zimmer der Unterkunft. Und haben dabei alles was man benötigt. Okay, die Fernsehgeräte sind aus vergangenen Zeiten, aber will man in dieser zauberhaften Umgebung im Zimmer vor der Glotze sitzen? João Bago d´Uva würde am liebsten auf die Fernseher verzichten. Die alten Modelle sind da sein Kompromiss.

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Morgens mit frisch gepresstem Orangensaft und einem feinen kleinen Büfett aus regionalen und auch selbstgemachten Köstlichkeiten den Tag zu beginnen, mit dem Blick durch das Tal – einfach schön. Eigentlich bedient sich der Gast selbst, in Corona-Zeiten übernimmt das die Frau von João Bago d´Uva, die in dem Landgut auch entspannende Wellness-Massagen anbietet.

Quinta Soria Maria

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In der „Quinta Soria Moria“ gibt es überhaupt keine Fernsehgeräte in den acht klimatisierten Zimmern des wunderschön gelegenen Landgutes von Bjarne Wærdahl. Der Norweger hat das Haus, das 1990 auf den Ruinen eines kleinen Farmhauses gebaut wurde, 1997 erworben. Bis heute wurde es dann mehrfach erweitert und diente in den ersten Jahren als Feriendomizil der eigenen Familie. Man nutzte es für zehn Wochen im Jahr und den Rest des Jahres war dort niemand. Dann entstand die Idee, das Haus mit anderen zu teilen und so begann 2004 die Zimmervermietung.

Bjarne Wærdahl hat Portugal schon in den frühen 1980er Jahren als per Interrail reisender Student kennen und lieben gelernt. So war irgendwann klar, wo ein Platz für die Familie sein sollte. Er begann enge Verbindungen in Tavira zu knüpfen und startete in Norwegen sogar für fünf Jahre ein Festival mit der portugiesischen Sehnsuchtsmusik Fado. Auch in der „Quinta Soria Moria“ traten schon berühmte Fadistas wie Ricardo Ribeiro oder António Zambujo auf, besuchten ihn Fussballgrößen wie Eusébio oder andere Künstler unterschiedlicher Sparten.

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Schon die Ankunft in dem Landgut ist großartig. Wenn sich das Tor zum 28.000 Quadratmeter großen Gelände automatisch öffnet, und man den langen Weg zu dem auf einem Hügel liegenden Gebäude hochfährt, fühlt man sich fast wie in einem Film. Oben angekommen, sieht man den Pool und vom Pool aus gleich den Tennisplatz weiter unten.

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Das Haus selbst und die Zimmer sind rustikal und gemütlich eingerichtet, die Betten kuschelweich. Ein Snooker-Tisch steht im Untergeschoss, Wasser gibt es jederzeit gratis aus einem großen Kühlschrank Im Erdgeschoss. Bier und Wein sind dort ebenfalls gekühlt und zu sehr fairen Preisen erhältlich. Zimmertipp: Das Zimmer „Bairada“, mit Blick aufs Meer und einer großen, eigenen Terrasse. Den gleichen Meerblock genießt man übrigens morgens beim liebevoll zubereiteten Frühstück, dass bei schönem Wetter natürlich draußen genossen werden kann.

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Die „Quinta Soria Moria“ liegt in der Gemeinde Santo Estêvão, etwa acht Kilometer von der Küste und der charmanten Stadt Tavira entfernt, und ist ein echtes Refugium für Ruhesuchende. Denn das Haus liegt mitten in der grünen Natur. Bjarne Wærdahl hat sich hier ein kleines Paradies erschaffen. Der 65-Jährige verbringt selber gerne viel Zeit hier. Wer einmal hier war kann das nur zu gut verstehen.

Guest Mar

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Wer es lieber urbaner mag, der ist im „Guest Mar“ bestens aufgehoben. Dieses nette Stadthotel mit acht Zimmern liegt mitten in der Altstadt von Olhão. Vielleicht nicht in der schicksten Gegend der nur wenige Kilometer von Faro und vom dortigen Flughafen entfernten, besuchenswerten Stadt, aber reizvoll ist die direkte Umgebung dennoch. Einfach mal durch die vielen kleinen Gassen rund um das Hotel schlendern macht viel Spaß, auch wenn das eine oder andere Haus schon noch renovierungsbedürftig ist.

Auf das „Guest Mar“ trifft das natürlich nicht zu. Besitzer João Raminhos, Sprössling einer bekannten Handelsfamilie in Olhão, hat das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert mit viel Liebe zum Detail renovieren lassen. Mit hellen Farben und viel Holz und einem Anstrich von Meer und Fischerei, schließlich ist Raminhos selbst ein begeisterter Segler.

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Hohe Decken in fast allen Räumen und eine Gemeinschaftsküche, in der das leckere Frühstück serviert wird, sorgen für ein sehr angenehmes Ambiente. Und wer das Zimmer mit dem Namen „Peixe Azul“ (Blaufisch) bucht, wohnt exklusiv oben auf der Dachterrasse in einer kleinen Penthousewohnung. Die Dachterrasse bietet einen interessanten Überblick über die Dächer der Umgebung. Sie steht tagsüber allen Bewohnern des „Guest Mar“ zur Verfügung; lediglich am frühen Morgen und ganz späten Abend gehört sie den Gästen vom „Peixe Azul“ ganz alleine

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Zur Uferpromenade mit seinen zahlreichen Restaurants und der imposanten Markthalle nach maurischem Vorbild sind es nur wenige Gehminuten. Überhaupt ist Olhão die wohl authentischste portugiesische Stadt an der Algarve. Und innerhalb des Kreises von Olhão befindet sich der Naturpark Ria Formosa, der für seine einzigartige Vogelwelt bekannt ist. Das „Guest Mar“ als passende Unterkunft für diese Gegend, das passt bei einem Besuch der Stadt sehr gut.

Info:

Herdade da Corte

https://herdadedacorte.com/
Preise: ab 55€, je nach Saison und Zimmerkategorie,
mit Frühstück im DZ (für 2 Personen)
geschlossen von Mitte/Ende November bis Ende Januar

Quinta Soria Moria

http://qsm.as/
Preise: ab 80€, je nach Saison und Zimmerkategorie,
mit Frühstück im DZ (für 2 Personen)
das ganze Jahr geöffnet

Guest Mar

Guest Mar https://guestmar.pt/de/
Preise: ab 50€, je nach Saison und Zimmerkategorie,
mit Frühstück im DZ (für 2 Personen)
geschlossen vom 15. Dezember bis Ende Januar

Geschrieben von
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