Herbst rund um die Zugspitze

Kegeln, Goldwaschen, Alphornblasen lernen oder in eines der bekanntesten Werke des Schriftstellers Michael Ende, Momo, eintauchen: Das Veranstaltungsangebot im Herbst auf der Tiroler und der bayerischen Seite der Zugspitze ist genauso bunt und vielfältig wie die sich färbenden Blätter.

Von Gerhard Fuhrmann

Es liegt versteckt auf der österreichischen Seite der Zugspitz Arena Bayern-Tirol und bezeichnet sich selbst augenzwinkernd als „schönstes Ende der Welt“: Das Dörfchen Mitteregg zwischen Berwang und Namlos. Familien erkunden hier bis Ende Oktober den kinderwagentauglichen Naturerlebnisweg. Er bietet mit Spielstationen aus Holz, Rutsche, Kegelbahn, und Klangspiel viel Spaß zum Ausprobieren. Sogar eine Goldwaschanlage ist integriert. Das Highlight ist die längste selbstgebaute Holzkugelbahn Tirols – errichtet wurde sie von Familie Wechner, die in der nahe gelegenen Jausenstation mit großer Sonnenterrasse und gemütlicher Zirbenstube Hausmannskost und den ganzen September feine Wildspezialitäten aus der eigenen Jagd serviert.
Infos: www.mitteregg.at

Im Dörfchen Mitteregg steht die längste selbstgebaute Holzkugelbahn Tirols. Foto: Tiroler Zugspitz Arena

Auf der bayerischen Seite der grenzübergreifenden Urlaubsregion können sich Gäste im Zugspitzdorf Grainau in die Geheimnisse des Alphornblasens einweihen lassen. Elisabeth Heilmann-Reimche von den Werdenfelser Alphornbläserinnen weiß genau, wie man den großen Holzblasinstrumenten, die am Ende wie Kuhhörner gebogen und vor allem im Alpenraum verbreitet sind, wohlklingende Töne entlockt. Der Schnupperkurs – findet 19. Oktober sowie 19. Dezember jeweils von 10 bis 11 Uhr statt – kostet 50 Euro und ist für Kinder ab zehn Jahren geeignet. Teilnehmen können alle mit Grainauer Gästekarte, Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Infos: www.grainau.de.

In Grainau kann man vor der Zugspitz-Kulisse Alphornblasen lernen. Foto: Heinrich Reimche

In Garmisch-Partenkirchen dagegen heißt es „Geh doch zu Momo“. Anlässlich des 50. Geburtstags des erfolgreichsten Werkes von Michael Ende (1929-1995), zeigt das Museum Werdenfels bis 2. Februar 2024 eine Ausstellung über den in Garmisch-Partenkirchen geborenen Schriftsteller und seinen Märchenroman „Momo“. Da sich Ende, der zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern der Nachkriegszeit zählt, in seinen Romanen und Theaterstücken schon damals mit der Zukunft der Erde und der Menschheit befasst hat, hat sein Werk nicht an Aktualität verloren. Die Ausstellung gibt Einblick in Leben und Denken des Literaten und zeigt ihn als ernsten, gesellschaftskritischen und philosophisch-politischen Denker, der zugleich ein großartiger Poet war. Tickets kosten für Erwachsene 4,50 Euro. Kinder und Schüler bis 14 Jahre haben freien Eintritt.
Infos: museum-werdenfels.de

In Garmisch-Partenkirchen auf Spurensuche von
Momo und Michael Ende gehen.
Foto: GaPa Tourismus GmbH/Marc Gilsdorf

Über die Zugspitz Arena Bayern-Tirol

Die Zugspitz Arena Bayern-Tirol (ZABT) liegt auf deutscher und österreichischer Seite der Zugspitze und vereint die Regionen Tiroler Zugspitz Arena (mit den Orten Ehrwald, Lermoos, Berwang, Biberwier, Bichlbach, Heiterwang am See und Namlos), Garmisch-Partenkirchen und das Zugspitzdorf Grainau. Als markanter Gipfel thront die Zugspitze mit 2962 m über der Destination und ist von bayrischer und Tiroler Seite mit Seilbahnen erschlossen. Wer hier Urlaub macht, muss sich nicht entscheiden: städtisches Flair in Garmisch-Partenkirchen, charmante Bauernhäuser in Grainau, urige Almen im Berwangertal. Die ZABT zeigt die ganze Vielfalt einer Alpenregion, die modern und traditionell zugleich ist.

Infos:
www.zugspitze.com
www.kunz
www.oberbayern.com
erlebe.bayern
www.tirol.at
www.austria.info

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Gerhard Fuhrmann

Autor Kurzvorstellung:

​Tätig bei Hallo Verlag, Bravo, Bravo Girl, Heinrich Bauer Verlag. Nachrichtenchef und Journalist ​bei Reise-Stories.

Hinweis: Dieser Beitrag wird regelmäßig von Mitgliedern der Reise-Stories Redaktion wie Heiner Sieger, Gerhard Fuhrmann und Jupp Suttner auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft. Falls Sie Anmerkungen zu diesem Beitrag haben, kontaktieren Sie bitte direkt hier die Redaktion.

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