Gartennächte in Meran

Romantische Stimmung: Gartennächte auf Schloss Trauttmansdorff; Foto: Schenna
Romantische Stimmung: Gartennächte auf Schloss Trauttmansdorff; Foto: Schenna

Die romantischen Nächte in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind der Höhepunkt im abwechslungreichen Veranstaltungskalender des Meraner Sommers und ein unvergessliches Erlebnis für Musikliebhaber. Zwischen Mitte Juni und August finden jeweils am Donnerstagabend Worldmusic-Konzerte mit Musikgruppen aus aller Herren Länder statt.

Umgeben von exotischen Pflanzen bringen auch im Jubiläumsjahr sechs Gruppen den akustischen Raum der Gärten von Schloss Trauttmansdorff am Seerosenteich zum Vibrieren.

Konzertbeginn Eröffnungskonzert am 13.06.: 20.30 Uhr. Alle anderen Konzerte beginnen um 21.00 UhrTickets sind ab 16.00 Uhr an der Abendkasse der Gärten von Schloss Trauttmansdorff erhältlich.

Die Termine:
13.06. Alpine Talent:
Herbert Pixner Projekt & Manuel Randi (Südtirol)
Die CubaBoarischen (Deutschland)
26.06. Philipp Poisel (Deutschland)
27.06. Jimmy Cliff (Jamaica)
11.07. Belasco (England)
25.07. Moana & The Tribe (Neuseeland)
15.08. Malika Ayane (Italien)
22.08. Triggerfinger (Belgien)

Die Gartennächte in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind immer wieder eine Wundertüte voller Überraschungen – dieses Jahr ganz besonders. Ein bunter Blumenstrauß mit Musik aus aller Welt wartet darauf, gehört und erlebt zu werden: jedes Konzert ist neu, jedes Konzert ist anders, jedes Konzert ist für sich ein Erlebnis – nicht nur der Musik wegen sondern in erheblichem Maße auch auf Grund der immer wieder atemberaubenden sommerlichen Kulisse rund um den Seerosenteich der Gärten von Schloss Trauttmansdorff.

Heuer wartet die Konzertreihe mit einer Reihe von Künstlern auf, die das Publikum auf einen musikalischen Streifzug rund um den Erdball einladen: Beispielhaft seien Herbert Pixner und die CubaBoarischen genannt, die mit traditionellem Instrumentarium außergewöhnliche (welt-)musikalische Akzente setzen. Mit dem Grammy-Gewinner 2013 Jimmy Cliff wird ein Abend dem Reggae gewidmet. Der Altmeister des Reggae Jimmy Cliff hat der Gute-Laune-Musik aus Jamaica bereits vor vielen Jahrzehnten zum internationalen Erfolg verholfen. Mit dabei ist heuer außerdem Philipp Poisel mit seinem „Projekt Seerosenteich“. Italo-Star Fiorella Mannoia ist ebenso dabei wie Moana & the Tribe. Letztere sorgen für kraftvoll-erdige Beats aus dem Repertoire der neuseeländischen Ureinwohner Maori . Last but not least werden die Chartstürmer Triggerfinger aus Belgien das letzte der sechs Konzerte bestreiten.

Die Veranstaltungen im Detail:

Die außergewöhnliche Konzertreihe wird am 13. Juni von Lokalmatador Herbert Pixner eröffnet. Bereits seit einigen Jahren wird ein Konzert unter dem Motto „Alpine Talent“ geführt, wo junge Talente aus dem gesamten Alpenraum eine Auftrittsmöglichkeit finden. Herbert Pixner hat innerhalb der letzten Monate mehrere goldene Schallplatten überreicht bekommen, u.a. für sein neues Album „Na und?!“.  Neben dem Herbert Pixner Projekt werden am selben Abend auch die CubaBoarischen zu sehen sein. Die Combo hat sich voll und ganz den Rhythmen der Karibikinsel verschrieben, schreibt und singt die Texte aber in tiefstem bayrischen Dialekt: hier vermählen sich Salsa mit Polka, Cha Cha Cha mit alpenländischen Hochzeitsmärschen und Chan Chan mit Zwiefachen. Eine außergewöhnliche Mischung, die es aber in sich hat – und in die Beine geht.

Reggae-Legende Jimmy Cliff

Die Reggae-Legende Jimmy Cliff ist der erste Reggae-Musiker, der internationale Erfolge verbuchen konnte. Zahlreiche Grammy-Nominierungen und nicht zuletzt der Einzug in die Hall of Fame of Rock’n’Roll sind der eindeutige Beweis, dass Jimmy Cliff dem Genre für alle Zeiten seinen Stempel aufgedrückt hat. „Reggae Night“ und „I can see clearly now“ sind nur zwei von unzähligen Titeln mit Ohrwurmqualität, die nicht nur eingefleischte Reggae-Fans zum Mitsummen und –wippen einladen. Jimmy Cliff hat im Februar 2013 einen Grammy gewonnen und wird am 27. Juni in exklusives Konzert in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff geben.

Philip Poisel verzaubert mit Charme

Mit seinen tiefgründigen Texten, witzigen Geschichten und viel Charme verzaubert Philipp Poisel das Publikum und beweist immer wieder aufs Neue, dass Herbert Grönemeyer und sein Label Grönland Records den richtigen Riecher haben. Grönemeyer selbst sagt zu dem Jungtalent: “Philipp ist eine wunderbar spröder, herzlich eckiger Künstler voller Seele.” Dass nun eine ganze Tour unter dem Motto “Projekt Seerosenteich” stattfindet, hat gute Gründe: “Der Song ist ein Außenseiter, aber auch ein kleiner Schatz”, sagt Philipp Poisel und man spürt, wie gern er das Stück mag. “”Seerosenteich” ist ein bisschen ins Hintertreffen geraten weil wir zuletzt oft auf großen Bühnen gespielt haben. Da ging es meist darum laut zu sein und möglichst viel Energie zu übertragen”. In den Gärten von Schloss Trautmansdorff hingegen wird das „Projekt Seerosenteich“ voll zum Tragen kommen.

Bekannt durch Kookowäh: Belasco

Träumerisch oder aufbrausend? Belasco sind beides. Oder um es mit den Worten von Belasco-Frontmann Tim Brownlow zu sagen: “Just us – voice, guitars, bass and drums. It rocks …”. Die britische Band Belasco wurde 1999 gegründet und feierte bereits große Erfolge in Europa. Ihre Geschichte ist eine Story mit vielen Drehungen und Wendungen. 2000 gegründet, unterzeichnete die Band schon nach ihrem zweiten Auftritt einen Vertrag bei dem äußerst angesehenen Indie-Label Splendid/City Slang. Das Debütalbum “Simplicity” wurde von Kritikern gefeiert . Mittlerweile haben sie mit „Transmuting“ (2012) ihr sechstes Album veröffentlicht. Aus diesem Album stammt auch der Song „Empire“, den Til Schweiger in seinem Kinoerfolg „Kokowääh 2“ einbaute.

Aus Neuseeland: Moana & The Tribe

Den 25. Juli dürfen sich Neuseeland-Fans im Kalender rot anstreichen: Moana & The Tribe sind musikalische Botschafter der jahrhundertelang unterdrückten Ureinwohner Neuseelands. In einer einzigartigen Show aus Musik, Tanz und traditionellen Instrumenten vermischt Moana Maniapoto die Kultur Ihrer Vorfahren mit zeitgemäßem Dub, Reggae, Soul und Rock zu einer furiosen Show. Sie ist mit ihren politischen Texten und ihrer kraftvoller Musik bei  Festivals auf der ganzen Welt zu Gast, artikuliert die Wünsche und Sehnsüchte ihres Volkes, während sie auch die Fehler der Vergangenheit anprangert. Mit einer starken Rhythmusgruppe werden die samtweichen Harmonien der weiblichen Leadsängerin aufgerauht. Das Ganze wird vermischt mit viel Soul und der martialischen Energie des traditionellen Kriegstanz, des Haka.

Markante Stimme: Malika Ayane

Ihr Temperament verdankt die 1984 in Mailand geborene Malika Ayane wohl ihren marokkanischen-italienischen Wurzeln. Musik war schon von klein auf ein zentraler Punkt im Leben des quirligen Freigeists: am Konservatorium in Mailand studiert sie Violoncello und erprobt ihre Stimme am „Teatro Alla Scala“. Mittlerweile ist sie mit ihrer faszinierenden und markanten Stimme der Shootingstar der italienischen Musikwelt. Ihr erstes Studioalbum „Malika Ayane“ veröffentlicht sie 2008 und 2009 wird sie beim Festival in Sanremo mit dem Preis für Radio und TV ausgezeichnet. Mit ihrem dritten Album „Ricreazione“ geht sie auch im Sommer 2013 wieder auf Tour und macht Halt am Seerosenteich der Gärten von Schloss Trauttmansdorff.

Publikumsmagnet: Triggerfinger

Triggerfinger: Die drei Vollblutmusiker beschreiben ihre Konzerte als "verrückten Gewittersturm"
Triggerfinger: Die drei Vollblutmusiker beschreiben ihre Konzerte als “verrückten Gewittersturm”

Triggerfinger haben sich seit einigen Jahren zu echten Publikumsmagneten u.a. bei Festivals wie dem Pink Pop oder Haldern Pop entwickelt und spielten außerdem ausverkaufte Shows in legendären Clubs wie dem Amsterdamer Paradiso. Die drei Vollblutmusiker beschreiben ihre Konzerte als “verrückten Gewittersturm” – und ihre Fans lieben sie dafür. Die Band, die Rock, Blues, Rockabilly und den Style von David Lynch in ihrem Sound vereint, kann laut und wild, aber eben auch etwas leiser und puristischer rocken, wie bei ihrem Hit “I Follow Rivers”. Der Song – im Original von Lykke Li – entstand mit einfachsten Mitteln auf kleinstem Raum – und mit einer Leidenschaft und Lockerheit, wie man sie nur selten zu hören bekommt:

Während ihres Besuchs in der Radioshow des holländischen Moderators Giel Beelen hatten Triggerfinger zwar nur ihre Gitarren dabei, aber die Band ließ sich etwas einfallen, um spontan eine Version von “I Follow Rivers” zu performen. Sie griffen zu Kaffeetassen, Gläsern und Messern, ließen den Drumbeat übers iPhone laufen und begeisterten die Zuhörer so sehr, dass der Song einen Triumphzug einläutete. Triggerfinger werden die Konzertreihe in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff mit ihrem Auftritt am 22. August abschließen.

Einzigartige Gartenwelten

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran erstrecken sich auf einer Fläche von 12 Hektar in Form eines natürlichen Amphitheaters über einen Höhenunterschied von 100 Metern. Das eröffnet beeindruckende Perspektiven auf exotische Gartenlandschaften sowie atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Bergwelt und die Kurstadt Meran.

In mehr als 80 Gartenlandschaften blühen und gedeihen verschiedenste Pflanzen aus aller Welt. Egal ob Jung oder Alt, Botanikexperte oder Laie, die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind ein einzigartiger Mix aus botanischem Garten und Freizeitattraktion. Vielfältige Erlebnisstationen, eindrucksvolle Themengärten, Künstlerpavillons und thematisch verwandte Fauna machen aus den Gärten von Schloss Trauttmansdorff, die auch bequem zu Fuß von Meran aus erreicht werden können, eine bunte Erlebniswelt. Das Touriseum, das Landesmuseum für Tourismus, vermittelt originell 200 Jahre Tourismusgeschichte in Tirol und Meran.

Geschrieben von
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