Gardasee: „Cracking Art“ im Parco Sigurtà

Im Parco Giardino Sigurtà, nur wenige Kilometer südlich des Gardasees, läuft noch bis zum 30. September die Sommerinstallation von fast 100 Maxi-Skulpturen aus regeneriertem Kunststoff des internationalen Kollektivs „Cracking Art.“ Die Werke stellen unter dem Titel „Spiel der Gänse“ verschiedene Tiere dar, die mit der Lebendigkeit ihrer Farben und den außergewöhnlichen Dimensionen verblüffen.

Schnecken, Kaninchen, Wölfe, Schwalben, Elefanten, Krokodile und Wildgänse: Wer möchte, kann den 18 auf der einer speziellen Garten-Karte angegebenen Etappen folgen und in der märchenhaften Landschaft des 600.000 Quadratmeter großen Sommerparks nach den künstlerischen Giganten suchen. Die letzte Station ist der Wassergarten, wo man zwischen Seerosen und Wasserpflanzen das neue Werk des Kollektivs entdeckt, das der Öffentlichkeit in einer Weltpremiere präsentiert wird: die Wildgans.

Das Werk ist diesem Tier gewidmet ist, das in der Tradition zahlreicher Zivilisationen eine zentrale Rolle gespielt hat, in denen seine Gestalt sogar mythische Konnotationen als Symbol des Lebens, der Wiedergeburt und der Fruchtbarkeit, als Wächter der Menschen und als Bote der Götter angenommen hat. In der preisgekrönten Naturoase in der Provinz Verona können die Besucher aber auch die anderen ungewöhnlichen Kunstwerke zwischen den Sommerblüten des Parks wie Rosen, Hortensien, Seerosen, Lotusblumen, Dahlien und Sonnenblumen, entdecken.

Der Inhaber des Parks, Graf Giuseppe Inga Sigurtà erzählt von seiner ersten Begegnung mit der Cracking Art, die 2009 in Miami stattfand: „Ich ging spazieren“ erinnert er sich, „und sah einige Riesenschnecken und dachte, wie schön es wäre, diese Installationen hier in den Gartenpark zu bringen. Nach 13 Jahren, habe ich es geschafft, diesen Traum zu verwirklichen, und das ist einer der schönsten Tage meines Lebens. Ich hatte Glück, wir haben, dank der Künstler des Kollektivs, nach Jahren ein Ziel erreicht: Wir präsentieren eine verrückte Vorschau, das neue Werk des Kollektivs, die Wild Goose. So haben wir beschlossen, diese Route Goose Game zu nennen, kein echtes Gänsespiel, sondern eine Route, weil sie den Besucher zu den Wassergärten führt, wo mehr als 30 Gänse schwimmen, sich drehen, sich im Wasser spiegeln“.

Kicco, ein Künstler des Kollektivs beschreibt die Idee hinter der Installation so: „ Die Wildgans entstand aus unserer Idee, ein schwimmendes Werk zu schaffen, weil wir die Aufmerksamkeit auf das Element Wasser lenken wollten, ein Element, das gefährdet ist, und wir wollten Märchen und Magie schaffen: Der Park von Sigurtà kam uns sofort in den Sinn, und wir wollten es hier präsentieren, was uns dank der kontinuierlichen Zusammenarbeit auch gelungen ist. Die Werke fügen sich perfekt in die Umgebung ein und wir laden die Besucher ein, den Garten in einem magischen Geist zu betreten und einen Gedanken der Freude und Liebe zu teilen. Unsere Kreationen bestehen aus recyceltem Kunststoff, einem Material, das oft nicht geschätzt wird. Aber unser Gedanke ist es, den Menschen bewusst zu machen, dass dieses Material originell ist, da es zeitgemäß und nützlich ist, wenn es gut verwendet wird, und so zu neuen Werken regeneriert wird. So wie die Natur sich selbst regeneriert, kann auch Kunststoff einen regenerativen Zweck erfüllen“.

Alex Angi, ein weiterer Vertreter des Kollektivs, erklärte, „dass es in unserer Kunst um die Beziehung zwischen dem Natürlichen und dem Künstlichen geht, und dass die Kunst den historischen Moment, in dem wir leben, vorwegnehmen muss: Cracking Art wurde gerade aus dem Wunsch heraus geboren, atypische Wanderskulpturen zu schaffen. Es handelt sich um symbolische Werke, die eine ganz bestimmte Bedeutung haben, die das Tier in einem bestimmten Moment zum Ausdruck bringt, d. h. sie bezeichnen das, was wir mitteilen wollen. Es handelt sich um Werke, die mit geringem Energieaufwand hergestellt werden und keinen Abfall produzieren, so dass sie eine Reihe von Mehrwerten vermitteln.“

Fotos: Parco Sigurtà, Heiner Sieger

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Heiner Sieger

Autor Kurzvorstellung:

Ich bin seit 40 Jahren Journalist und schreibe über Themen in den Bereichen Digitalisierung, Wirtschaft, Gesundheit und Reise. Waren es früher berufliche Stationen als Redakteur und Reporter bei Schweizerischer Handelszeitung, Capital und Focus oder Wirtschafts-Chef der Abendzeitung, sind es heute Chefredaktionen bei Digital Business Cloud, Digitales Gesundheitswesen und Reise-Stories. Meine Reise-Leidenschaft gehört Südtirol, dem ich auch die Webseite www.schönessüdtirol.de gewidmet habe.

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