Die Sonne gepachtet

Südtirol präsentiert sich mit seinen rund 300 Sonnentage von seiner schönsten Seite. Oberhalb von Lana, auf einem sonnenverwöhnten Hang zwischen  Weinbergen und Apfelwiesen, liegt der Luftkurort Völlan. Von hier blickt man über das Etschtal bis in den Rosengarten in den Dolomiten. Und das Resort das auf dem Hang thront bietet nicht nur Aussichten vom Feinsten.

Foto ganz oben: ALPIANA RESORT  Außenansicht | Fotos: Günter Standl

Wenn der Herbst ins Land zieht, beginnt in Südtirol „Keschtnzeit“. Der Duft von geschälten und gerösteten Kastanien lockt dann Einheimische und Touristen in Gasthöfe oder bei Wanderungen in die Almhütten und Buschenschenken.

Um die Frucht schneller und einfacher  aus ihrer heißen Hülle nach dem Rösten zu befreien waren die Bauern schon früh erfinderisch. Die „Keschtn“ wurden in ein aus Kastanienholz und Haselnussstaude geflochtenes Gerät gelegt und kräftig geschüttelt. Die Schalen lösen sich und fallen durch die Ritzen auf den Boden. Fertig war der „Keschtnriggl“. Besonders verwurzelt sind die Kastanien im südlichen Burggrafenamt – Lana, Tisens, Prissian und Völlan.Mitten in Völlan beginnt der zwei Kilometer lange „Kastanienerlebnisweg“, ein Lehrpfad für kleine und große Wanderer.

Aber die Esskastanien werden nicht nur auf dem Feuer geröstet. Aus ihnen werden zahlreiche Köstlichkeiten gezaubert. Vom Schnaps über Pralinen, vom Stollen bis zum Bier. Und – sie schmecken nicht nur, sie sind auch gesund.

In Völlan finden jedes Jahr die traditionellne „Keschtnriggl-Tage“ vom 15. Oktober bis 1. November statt. Dann kann jeder an Wanderungen  auf den Kastanienwegen oder von Hof zu Hof teilnehmen und den Bauern über die Schulter schauen, wie damals gesammelt wurde.

Highlight ist das Keschtnfest in Völlan am 18. Oktober 2015 mit traditioneller Volksmusik, Kastanienmarkt, bäuerlichen Gerichten, KastanienspezialiHighlight ist das Keschtnfest in Völlan mit traditioneller Volksmusik, Kastanienmarkt, bäuerlichen Gerichten, Kastanienspezialitäten…

Im ersten und einzigen vegetarisch-veganen Restaurant Südtirols werden die Gäste mit traditionellen und modernen Gerichten verwöhnt.  Das „Nutris“  befindet sich im neugestaltetem „Alpiana-Resort“, die Idee der Seniorchefin Monika Margesin.

03_ALPIANA RESORT_Restaurant NUTRIS_∏ guenterstandl.de KopieSie hatte mit ihrem Mann Johann 1979 das 25-Zimmer große Hotel von seinen Eltern übernommen. Ursprünglich plante Johanns Vater auf dem Grund Ferienwohnungen, er dachte aber schon damals an ein Familienhotel der besonderen Art. So entstand der „Völlanerhof“, der im Laufe der Jahre ein Stammhaus für Wanderer und Genussmenschen wurde. Dann setzte der Seniorchef seine langegehegte Idee um.  Er wollte ein Resort in diese alpin-mediterrane Landschaft, inmitten von Weinbergen und Obstwiesen, bauen und  ihm einen neuen Namen geben. ALPIANA: alpin und mediterran. Gemeinsam mit seinen Kindern wurde so ein Familienprojekt umgesetzt. Sein Sohn Johannes arbeitet seit einigen Jahren im Hotel mit. Er ist mit seiner Frau Berta täglich präsent wie seine Eltern.

Der zweite Sohn Christian präsentiert auf seiner Plattform „Südtirol Voyage“ die geballte Vielfalt der Region. Er vermittelt Urlaubern Geheimtipps seiner Heimat, für Sportfreaks, Familien und Abenteurer.

So entstand nach viereinhalb Monaten Renovierungs-, Neu- und Umbauzeit der moderne Rückzugsort, der sich perfekt in die Gebirgslandschaft einfügt und im März 2015 wieder eröffnete.

01_ALPIANA RESORT_Au·enansicht_∏ guenterstandl.de

Auf dem rund 15.000 qm großen Resort-Gelände findet jeder Gast sein perfektes Ruheplätzchen. Kleine Brücken führen zu Holzdecks, zu Hängeliegen und Schaukeln. Die Wiese schlängelt sich um die verschiedenen Pools und kleine Anhöhen.

So kommt man vom Spa im Erdgeschoß direkt in den Garten oder man schwimmt vom Innenpool nach draußen. Als Highlight thront auf dem neuen Dach das Sky-Spa. Eine großzügig verglaste Sauna lässt so manchen Gast hier länger schwitzen als gewollt, denn der Blick übers Tal ist atemberaubend. Auch auf den beiden Terrassen kann der Blick aus der Liege noch in die Ferne ungestört schweifen.

ALPIANA RESORT_Pool_∏ guenterstandl.de (5)05_ALPIANA RESORT_Sky SPA Mountain View_Panorama Sauna_∏ guenterstandl.de Kopie

 

 

 

 

 

 

Von hier sieht man auch am Waldrand den riesigen Kräutergarten und das Kinder-Paradies. Hier können die Kleinen ungeniert herumtollen, stören keine ruhenden Gäste.

Teils wurde aufgestockt und angebaut. So wurde auf insgesamt 53 Zimmer und Suiten erweitert. Alles ohne Schnörkel mit Konzentration auf das Wesentliche. Eichen- und Nussholz, Glas, modernes und dennoch gemütliches Mobiliar, Erdtöne und Petrolblau als Blickfang. Das Restaurant breitet sich aus mit einer komplett verglasten Fassade. Hier muss sich keiner beeilen, denn für alle Gäste findet sich hier Platz und man kann bei jeder Witterung geschützt sitzen und das Essen mit Südtiroler Wein genießen. Das war und ist das Credo der Familie – „Leben inmitten und mit der Natur“.

ALPIANA RESORT_Au·enansicht_Abend_∏ guenterstandl (1) KopieALPIANA RESORT_Au·enansicht_Abend_∏ guenterstandl (2)

Natur und Nachhaltigkeit auch bei den Baumaterialien. Sie sind aus lokalen Rohstoffen, die Fassade wurde energetisch saniert, die Pools und das Haus mit Sonnenenergie und Pellets beheizt.

Regionales, Saisonales und Hausgemachtes kommt auch aus der Küche. Ab 7.00 Uhr gibt es eine Vital-Frühstücksecke für Frühaufsteher im „Alpiana Spa“. Mittags Antipasti- und Salatbuffet mit frischer Pasta, nachmittags Süßes aus der Patisserie. Abends zaubert Chefkoch Manfred Gamper im „Culinaris“ regionale und italienische Köstlichkeiten. Souzchef Arnold Nussbaumer stellte sich begeistert seiner neuen Herausforderung und verwöhnt nun als Chefkoch im „Nutris-Gourmet-Restaurant mit innovativen veganen und vegetarischen Kreationen. Nicht nur für Hotelgäste (diese erhalten einen Abzug zur ¾ Verwöhnpension und genießen das Menü zum Spezialpreis).

Wer diese Oase doch einmal verlassen möchte der erreicht in 20 Minuten Meran oder Bozen. Für Ausflügler stellt das Hotel kostenfrei Mountainbikes sowie gefüllte Wander-Rucksäcke und Stöcke und Kindertragen. Auch E-Bikes stehen zur Verfügung. Diese Oase zu verlassen fällt schwer, aber ein Ausflug in diese wunderbare Umgebung lohnt sich allemal!

Das war mein Erlebnis im Herbst. Danach entschlossen sich Margesins nicht nur die restlichen Zimmer zu renovieren (Zimmer im rustikaleren Stil, die sie für ihre Stammgäste niciht verändert wollten, allerdings gefallen denen auch die neuen, modernen), sondern auch noch das ein oder andere Highlight zu schaffen. Das Haus wurde die Wintermonate geschlossen und eröffnet nun wieder am 18. März. Auf diese Steigerung bin ich gespannt, denn es war für mich so schon perfekt und mein absoluter Liebling in Südtirol!

Fotos: Günter Standl 

 

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