Die Ferrari-Reise ins innerste Ich

VON JUPP SUTTNER   //////     Ich reiste mit einem Hyundai an – und kehrte mit einem Ferrari heim. Es war die Reise meines Lebens. Sie führte nicht nach Maranello und nicht rund um die Welt. Sondern nach Oberösterreich. In das Innviertel. Zur Gemeinde Aspach. Und dort in die Villa Vitalis.

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Foto oben:

Der Autor bei der AlphaSphere-Tiefenentspannung.

Fotocredit & Copyright:

Jupp Suttner (oben und weitere) sowie VillaVitalis/Günter Standl (jeweils gekennzeichnet)

Text:

Jupp Suttner

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Es braust der Wind. Und es braust der Mensch. Nicht nördlich der Donau. Da duscht er. Südlich hingegen: da braust er. Warmduscher sind hier Warmbrauser. Ich liege auf dem Rücken in einer Art offenem Sarg. Im gewissermaßen Deckel integriert: eine Menge von Düsen, aus denen wunderbar warmes Wasser auf mich herab prasselt. Die Anwendung heißt „Dauerbrause nach Dr. Lust“, also eine Lustbrause. Und wenn die Katholische Kirche, die hier in Oberösterreich (OÖ) ja ziemlich intensiv vertreten ist (zum Beispiel im Stift Kremsmünster), von dieser Angelegenheit hier wüsste, würde sie ihre irdischen Engel sofort eine schrille Warnung hinaus posaunen lassen:

VORSICHT – EREKTIONSGEFAHR!

SÜNDE!

SCHÜTZEN SIE IHR GEMÄCHT MIT BEIDEN

HÄNDEN VOR DEN WASSERSTRAHLEN!

Gott sei Dank bin ich Atheist. Einen Teufel werde ich meine Körpermitte schützen! Als Kind, als ich noch katholisch war, hieß es immer: „Ja nicht das Bimperl berühren!“  Und daran halte ich mich heute auch – Hände zur Seite! Wie wohl das Wasser tut. Mmmmmm….

Grrrrrrrrrrrr! Nach 7 Minuten kommt ein kurzer Schwall KALTES Wasser! Das mag es gar nicht, das Bimperl! Aber, nun ja, ich bin ja nicht aus erotischen Gründen hier. Sondern wegen des ewigen Ärgernisses mit den Muskelfaserrissen. Dazu eine kleine Vorgeschichte:

Mein Vater war so fit, dass er noch mit weit über 70 mit dem Fahrrad von München nach Venedig strampelte. Und Skilanglaufrennen bestritt. Doch Tennis hatte er bereits mit knapp über 50 aufgesteckt. Weil er dabei permanent Muskelfaserrisse erlitt. Und mir, seinem Sohn, ergeht es ähnlich. Im letzten halben Jahr waren es sogar ZWEI Muskelfaserisse! Jeweils in der linken Wade. Die Gene?

Unterschied zwischen Papa und mir freilich: Ich gebe Tennis NICHT auf. Ist einfach ZU klasse, dieser Kampfsport, dieses Duell Mann gegen Mann. Ergo: Ich muss alles tun, um künftig Muskelfaserrisse zu vermeiden.

Und deshalb bin ich nach Aspach gedüst.

Zur Villa Vitalis.

Die Villa Vitalis. Foto: Günter Standl

Denn jene – 18 Zimmer und Suiten – ist berühmt für ihre Vorsorgefähigkeiten. Spitzensportler aus ganz Europa tauchen hier auf, um Prävention zu betreiben. Vor allem aus dem nordischen Bereich. Natürlich werden keine Namen verraten. „Die wollen das nicht“, sagt Dr. med. Günther Beck (40), Leiter des Reha-Zentrums Revital, dem die Villa Vitalis mit ihren ganz speziellen Anwendungen (zum Beispiel besagtem Dauerbrausen, bei dem man mittels Ausspülung und Entschlackung  Körpergewicht verlieren kann) angeschlossen ist. Denn wenn jeder wüsste, dass sie, die Spitzensportler, sich hier auf Vorderfrau oder Vordermann bringen lassen – dann würde die/der Konkurrent(in) ja auch hierher kommen. Und der ganze Vorteil wäre wieder futsch. Sport ist schließlich nicht nur Mord, sondern auch Verdrängungswettbewerb. Es gibt höchstens Kolleg(inn)en – Freund(inn)en jedoch kaum. Alle sind Rival(inn)en der Rennbahn.

Niemand weiß dies besser als Dr. Beck. Der Oberösterreicher war

Dr. Günter Beck. Foto: Günter Standl

2001 Biathlon-Europameister und seine Gattin ist Martina Glagow (37), dreifache Biathlon-Weltmeisterin aus Deutschland zwischen 2003 und 2008 – jenem Jahr, in dem sie den Namen Beck annahm und noch eine weitere WM- und ihre bereits vierte Olympiamedaille gewann. Die beiden haben inzwischen drei Kinder. Und der Gründer des gesamten Reha-Zentrums (1991),  Dr. Günther Becks Vater Gerhard Beck, war einst österreichischer Olympia-Arzt und selbst ein Nordischer Kombinierer. Gleich im Nachbarort von Aspach steht eine Sprungschanze.

Zimmer in der Villa Vitalis. Foto: Günter Standl

Ich klage also mein Muskelfaserriss-Leid. „Der letzte“, hadere ich, „liegt erst fünf Wochen zurück!“. Physiotherapeut Mag. Sebastian Wendt nimmt die Wade mit ausgesprochen sensibel wirkenden Fingern detailliert unter die Lupe. Nach fünf Wochen ist ja eigentlich schon alles fast wieder gut. Aber eben nur fast. Gnadenlos spüren des Magier-Magisters Kuppen meine Restbeschwerden in der Wade auf – auuuuuuh!!!!! Und dann – wie wunderbar – beseitigt er sie. Mit ein wenig hier drücken und ein wenig dort pressen und ganz anderswo  ziehen und so weiter. Seit Monaten fühle ich mich nicht mehr so leicht und locker in den Beinen, als in jenem Moment, da ich die Behandlung verlasse. Und in mein Zimmer im 2. Stock (ganz oben, höher geht’s nicht) schwebe. Dabei lächelnd die Raben grüßend.

Fabelhafte Raben in der Villa Vitalis. Beide Fotos: Jupp Suttner

Die Raben stammen von einem Salzburger Künstler – und sie hängen überall in der Villa. Als mein Großvater mit Leberzirrhose im Krankenhaus lag (er war jahrzehntelang Bierfahrer bei der Spatenbrauerei in München gewesen) und wir ihn besuchten, drang von draußen das Krächzen von Raben ins Zimmer. Ich war noch ziemlich jung . „Die schreien schon die ganze Zeit“, richtete mein Großvater den Blick aufs Fenster. „Das sind die Todesvögel“. Am nächsten Tag war er fit wie seit Wochen nicht mehr. Drei Tage später starb er. Seitdem sind Raben mir suspekt. Doch diese fröhlichen Vitalis-Raben, kreiert von Michael Ferner – könnten durchaus in der Lage sein, meine Raben-Mulmigkeit, die ich stets verspüre, so der Sound dieser schwarzen Vögel irgendwo ertönt, zu vertreiben.

Ich reiße mich von den Raben los und kehre zurück zum Riss. Denn was schließlich nützt die momentane Wohlfühligkeit, die Meister Wendt mir in der linken Wade verschaffte, für die Zukunft? Jetzt fit – und in ein paar Wochen beim nächsten Tennis-Match der nächste Muskelfaserriss? Aber nein. Hoffe ich. Grund des Optimismus’:  Dass im Reha Zentrum Revital und der Villa Vitalis nicht nur repariert – sondern der Sache garantiert auf den Grund gegangen wird:

WARUM hat der Kerl dauernd Muskelfaserrisse?

Und:

WIE kann er sie künftig vermeiden?

Also hat der magische Mag. Wendt auch den restlichen Körper abgetastet und fest gestellt: Dass die Muskeln rund um meine Hüfte heftigst blockiert seien. Und deshalb eventuell die Durchblutung zu den Beinen hinab gestört sein könnte. Weshalb es dauernd Muskelfaserrisse zeitige. Er offenbart mir deshalb ganz spezielle Dehnübungen für den Hüftbereich. Und schickt mich gleich weiter zum Kollegen Alexander Hager – welcher nun mit seinem mobilen Matrixgerät meinen Hüftbereich bearbeitet. Auf dass er seine Bockigkeit verliere.

Matrix? Aufmerksame Reise-Stories-de-Leser(innen) werden sich erinnern, dass diese Methode mir bereits einmal unendlich half – im Nacken:

JUPP SUTTNERS REISE ZUM GLÜCK: Und es gibt sie doch – die GROSSE Hilfe gegen Nacken-Schmerzen!

Heute kann ich den Kopf wieder völlig frei drehen. Und könnte immer noch heulen ob des Glücks, das mir widerfuhr, damals durch Heilmasseur und „Guru“ Toni Mathis diese Matrix-Methode des Dr. Ulrich Randoll  kennen gelernt zu  haben. Matrix wurde an der Uni Erlangen entwickelt und basiert – laienhaft ausgedrückt – auf folgendem Prinzip:

Was nützt die Behandlung der Muskeln „oben“ – wenn „unten“ die Zellen scheintot und verklebt sind! Also werden mit der Matrix-Maschine (in etwa so groß wie ein elektrischer Rasierapparat) diese Zellen wieder zu Leben erweckt. Wodurch die Selbstheilkräfte des Körpers sich in Gang setzen. Und alles wieder gut wird. (Es gibt natürlich Ausnahmefälle, in welchen Matrix keine zum Durchbruch verhelfende Wirkung erzielt – doch es handelt sich dabei um relativ seltene Gelegenheiten.)

Nun denn – ich weiß: Ich muss künftig meine Hüften mit Matrix behandeln lassen. Ein erster Schritt, eine erste konkrete Maßnahme, die mich zu Optimismus verleitet.

Doch die wahre Ursache für meine permanenten Muskelfaserrisse ist vermutlich nicht nur in meiner Hüftmuskelverkrampfung zu sehen – sondern liegt tiefer. Und dort, in diese Tiefe hinab zu gelangen, von der Spitze des Eisbergs (den Symptomen) bis hinab zum Meeresgrund, dienen etliche  Untersuchungen, denen ich nun in Aspach ausgesetzt werde.

CRS Stoffwechsel-Analyse:

Very easy. Einfach die Hand auf ein Gerät legen, das mittels Echolot-System misst. „Dabei wird“. so die offizielle Beschreibung, „über eine Messsonde die Fluoreszenz körpereigener Stoffwechselsubstanzen erfasst.“ Die Analyse liefert eine graphische Auswertung über die persönliche Stoffwechselsituation einschließlich des aktuellen Mikronährstoffbedarfs. „Anhand dieser individuellen Werte lässt sich fest stellen, ob der Stoffwechsel sich in Balance befindet oder ob mögliche Defizite vorliegen.“

HRV 24-Stunden-Stresstest:

Es wird mir ein Apparätchen am Oberkörper befestigt, das 24 Stunden lang meine Herz-Rhyhmus-Variabiltät misst. Und beispielsweise fest stellt: Wie es um meine Erholungsfähigkeit im Schlaf, um meine Burn Out-Gefährdung, meine Stresstoleranz u.a.m. bestellt ist.

Tests mit dem Autor. Foto: Jupp Suttner

Holopathie Informationsdiagnostik nach Dr. Steiner:

Ein 45 Minuten-Test, bei dem von Expertin Renate Binder mit einem Therapiegriffel (eine Art stumpfer Bleistift) mit rund 300 Berührungen der Hand und etwa 20.000 verschiedenen Frequenzen die Belastungen im Körper gemessen werden. „Holopathie beruht auf bewährten Prinzipien der Ganzheitsmedizin“, so Dr. Beck, „sowie Erkenntnissen aus der Quantenphysik. Da wir auch Blockaden im Vegetavitum darstellen und mitbehandeln, können wir die Ganzheit des Menschen wiederherstellen“. Jene Ganzheit, die durch eine Funktionsstörung verletzt wurde. „Wir erkennen die Störfaktoren, aktivieren die Selbstregulation des Körpers und schaffen damit optimale energetische Voraussetzungen für den Heilungsprozess.“

Bio-Elektronische Terrain-Analyse (BE-T-A) nach Prof. Vincent:

Ich habe Blut, Speichel und Harn ab zu liefern. Um mein biologisches Terrain zu bestimmen. „Entzieht man der Krankheit ihren Nährboden“, so einst Prof. Louis-Claude Vincent, „stirbt die Krankheit ab!“. Und aus den Messwerten könnten Risiken und Regulationsstörungen früher erkannt und gezielt behandelt werden.

Dunkelfeldmikroskopie und Isopathie nach Prof. Enderlein:

Eine Reise ins Weltall dies. In den Sternenhimmel. Zumindest wirkt ein Tropfen meines Blutes so – unter dem Mikroskop, 1000fach vergrößert. „Das Blut hat natürlich Stress“, bedauert Dr. Beck meinen Lebenssaft, „wenn es abgenommen wird.. Es befindet sich plötzlich außerhalb seines gewohnten Umfelds, es ist kalt…“ Und trotzdem: Was da alles herum wirbelt! Welche Wesen in mir stecken und mit mir leben! Zum Beispiel dieses große Raumschiff, das da durch meinen Himmel voller Ringe, die an Saturne erinnern, fährt und sich alles in Ruhe betrachtet: Das ist eine meiner Killerzellen! Spürt Feinde auf und vernichtet sie. Danke! Mit der Untersuchung können Milieuverschiebungen – also Krankheitsentwicklungen – konstatiert und ihnen entgegen gesteuert werden.

Wellnessbereich. Foto: Günter Standl

Zwischen den Untersuchungen, Anwendungen, Stretching-Übungen (klasse neue Dehn-Figur für die Hüftmuskeln gelernt!), Radfahren (E-Bike an der Rezeption ausgeliehen – eine wunderschöne Strampelgegend!) und einer AlphaSphere-Tiefenentspannung (bei der meine Gedanken unentwegt abschweifen und ich am Ende der 25 Minuten Entspannung mich deshalb nicht anders fühle als zu Beginn)  führe ich mir natürlich Nahrung zu. Und zwar im Villa-Restaurant, wo Vitalis Med Cuisine offeriert wird, also Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette in einem optimalen Verhältnis kombiniert werden. Sowie Österreichs erste und bislang dem Autor einzig bekannte „Hypoallergene Küche“ praktiziert wird. Dies meint ein Essen zwar durchaus mit Ganserln und Enten, mit Lachsforellen und Saiblingen – doch ohne die fünf Sünden:

Schweinefleisch

Weißmehl

Weißer Zucker

Kuhmilchprodukte

Hühnereiweiß

Ein Mal pro Woche gibt es einen vegetarischen Tag (man darf halt nicht dran denken, dass Hitler Vegetarier war und aus dem nur 26 km entfernten Braunau stammte) und ein Mal pro Woche einen veganen Tag. Jener steigt heute. Und ich genieße folgende Fertigkeiten von Küchenmeister Johann Schweiger:

Vorspeise: Karottenröllchen | Safrankraut | Gemüsecarpaccio | Ingwerdip

Zwischengang: Wildkräuter-Schaumsuppe | Wurzelwerk | Kartoffelstroh

Hauptgericht: Zucchini-Turm | mediterranes Gemüse | Mandelmus | gerösteter Kamut | Karfiol

Dessert: Pochierte Williamsbirne | Birnenravioli | gepuffter Buchweizen | Zitronenschaum | Marzipan

Köstlich, köstlich  – und dennoch: Das Hauptgericht (gestern in diesem Restaurant hier fabelhaftes Wild) empfindet der Magen irgendwie nicht als Hauptgericht. Es ist lediglich ein Gang von vieren. Wenn auch von vier superben.

Das Restaurant. Foto: Günter Standl

Und nun: Frühstück mit Müsli – ohne Kuh-, sondern mit Mandelmilch. Gar nicht so übel – geht doch! Anschließend: die Analyse. Die Besprechung mit Dr. Beck.

Das Ergebnis?

Geht nun wirklich niemand etwas an.

Wen zum Teufel interessiert es schon, dass mein Körper übersäuert ist? (Zum Beispiel, weil ich nie langweiliges stilles, sondern lieber sprudelndes Mineralwasser trinke.)

Wen interessiert es schon, dass ich zu stark gestresst bin? (Zum Beispiel deshalb, weil ein Reporter jede Situation seines Lebens – JEDE! – im Grunde daraufhin ab checkt, ob er sie für eine Story verwenden kann oder nicht – zum Beispiel auch die Situation, dass man einem Arzt gegenüber sitzt, der einem erklärt, dass man Stress abbauen müsse und man überlegt, wie dieses Zitat in die Reportage passt).

Wen interessiert es schon, dass ich laut Untersuchungen auf dem Energie-Level E statt A mich befinde?

Und wen schließlich interessiert schon die Sache mit dem Alter? Mein biologisches Lebensalter – ergibt das Ergebnis – entspreche meinem numerischen Lebensalter. 68!

Ein Schock. Einerseits. Doch andererseits: Biologisch so alt zu sein wie ich bin – bedeutet eine absolute Verjüngung meines Ichs. Gegenüber 1984. Damals wurde in einem Sauerstoffaufnahmefähigkeits-Test eruiert, dass ich (36 Jahre jung zu jenem Zeitpunkt) bereits 64 sei. Und dieser Zustand daher rühre, dass ich (bis dahin) etwa 200 000 Zigaretten gepafft hatte (18 Jahre lang 30 Stück täglich im Schnitt). Ich hörte sofort mit dem Rauchen auf, wurde innerhalb von zehn Monaten bereits um zehn Jahre jünger – und jetzt ist wohl alles okay.

„Aber es wäre besser“, so Dr. Beck, „biologisch zehn Jahre darunter zu liegen.“

Was also tun, um mich zu verjüngen? Um kein Symptom-Bild mehr wie das eines übertrainierten Leistungssportlers zu bieten? Und um Muskelfaserrisse aus meinem künftigen Leben zu verbannen?

Ganz einfach:

Ich sollte privaten, beruflichen und gesellschaftlichen – grundsätzlich jeden mich emotional überfordernden – Stress abbauen, denn die Gedanken („Jetzt bin ich aber sauer!“) fördern die Übersäuerung.

Ich sollte bei der Ernährung in Richtung hypo-allergen gehen (siehe Restaurant Villa Vitalis, oben).

Ich sollte zu viele geringwertige Getränke (mit Kohlensäure) meiden.

Ich sollte Umweltgiften aus zu weichen versuchen.

Ich sollte zum Zahnarzt gehen und jene Beißerchen unter die Lupe nehmen lassen, die laut meinen absolvierten Tests mit „Schadensmeldungen“ meines Körpers verbunden sind.

Und: Ich brauche ganz, ganz unbedingt mehr Mineralien, um die Säuren in meinem Körper zu puffern. Denn in normaler Nahrung aus dem Supermarkt, so Dr. Beck, seien kaum jene Nährstoffe  enthalten, die für genügend Ausgewogenheit sorgen würden.

Außerdem könnte ich mir einen Ferrari kaufen! Keinen roten. Sondern einen symbolischen. Statt einer Trabant-Versorgung, wie ich sie bisher praktizierte. Also: An Stelle von preiswerten Vitamin-Brausetabletten und Mineralien aus dem Drogeriemarkt – mal für ein paar Monate nur hochwertigste (und bedauerlicherweise schmerzhaft teure) Produkte einnehmen.

Etwa Panaceo Sport zur Reduktion von oxydativem Stress.

Dazu Regulatpro Bio von Dr. Niedermaier  zur Unterstützung biologischer Regulationsvorgänge.

Sowie Orthomol Sport. (Noch teurer, noch wirkungsvoller.)

Oder als Krönung schließlich – um endlich zum Ferrari zu gelangen – eine „Schweizer Mischung“ der Firma HCK Mikronährstoffe der Hepart AG. Für jene geben Profi-Sportler rund 1.000 Euro aus pro Quartal. Für einen wie mich täte es auch die Hälfte. Und was zum Teufel ist so teuer an diesem Produkt? Wirklich nur dieses berühmte Q10 (siehe  https://de.wikipedia.org/wiki/Ubichinon-10 ), nach welchem alle Hochleister so sehr lechzen?

Nicht nur, meint Dr. Beck. Je mehr Q10 man bei mische, desto teurer werde es zwar – da seien nach oben keine Grenzen gesetzt. Denn wenn Siegprämien in fünfstelliger Höhe locken würden – wären Hochleistungssportler gerne bereit, mal 3.000, 4.000 und mehr Euro für Zusatz-Nahrung hin zu blättern. Vor allem dann, wenn wie im Falle besagter „Schweizer Mischung“ keine Dopinggefahr bestehe, weil alles zugelassen und kontrolliert sei. „Wir brauchen“, so Dr. Beck, „keinen zweiten Fall Sachenbacher!“. (Die deutsche Biathletin war bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi bekanntlich wegen verunreinigter Zusatznahrung in die Dopingfalle geplumpst.)

Nein, Q10 alleine sei es nicht, was die Schweizer Mischung so kostenintensiv mache, sondern:

Während Orthomol Sport zwar auch alles enthalte, was nötig sei, also den gewissermaßen Bentley der Branche dar stelle – sei die Schweizer Mischung total INDIVIDUELL auf die Bedürfnisse und Anforderungen des einzelnen Athleten und seinen persönlichen (Villa Vitalis-)Untersuchungs-Ergebnissen angepasst. „Ein Biathlet“, so Beck, „kriegt da etwas anderes als etwa ein Schütze“. Und ein gestresster übersäuerter Reporter erhält etwas völlig anderes als ein nichtgestresster normalgesäuerter Staatsbeamter.

Okay – ich nehme nun mal drei Monate die Schweizer Mischung zu mir. Sie enthält u.a. Magnesium, Calcium, Vitamin C, Eisen, Kupfer, Jod, L-Carnitin, Q10, Omega-3-Fettsäuren und so weiter – also alles mögliche, was meinem sonntäglichen Schweinsbraten fehlt. Die Mischung soll meinen Körperhaushalt auf füllen und dort ergänzen, wo es nötig ist.

Nach jenen drei Monaten werde ich einen Kontroll-Check vor nehmen.

Dann werden wir ja sehen.

Die Reise meines Lebens geht weiter.

Zwar auch künftig mit einem Hyundai.

Aber mit einem Ferrari im Gepäck.

Jupp Suttner

(Fortsetzung & Back-up dieser Story: im Herbst 2017. An dieser Stelle. Bleiben Sie dran!)

Dr. Beck bei der Analyse-Besprechung. Die Szene ist natürlich gestellt – es handelt sich um KEINE Patientin. Foto: Günter Standl

Infos:

Im 1991 von dem oberösterreichischen Olympiaarzt Dr. Gerhard Beck gegründeten und seitdem stets erweiterten und modernisierten Gesundheitszentrum Revital Aspach und in der 2012 eröffneten Villa Vitalis arbeiten rund 170 Mitarbeiter(inn)en, davon  40 Therapeuth(inn)en „mit extrem hoher Kompetenz und Fachwissen“ (so eine Villa-Managerin), 7 Ärzt(inn)e(n) verschiedenster Richtungen (Allgemeinmedizin, Naturheilmedizin, physikalische Medizin, Ernähungsmedizin), 2 Diätolog(inn)en sowie 1 Psychologe.

Seit 2016 leitet Dr. med. Gerhard Becks Sohn Dr. med. Günther Beck (40) das Unternehmen. Der Biathlon-Europameister von 2001 ist verheiratet mit der deutschen Biathletin und zwölffachen WM- und Olympia-Medaillen-Gewinnerin Martina Glagow (seit 2008 Beck).

Man kann sowohl im Gesundheitszentrum als auch im direkt angeschlossenen, aber räumlich getrennten Villa Vitalis Medical Health & Spa Hotel (18 Zimmer und Suiten in künstlerisch anregendem Ambiente und privater Atmosphäre, Edel-Restaurant, 1.000 qm Med Spa & Beauty-Bereich, beheizter Outdoor-Pool mit Indoor-Einstieg, 2 Saunen, 1 Dampfbad, 1 Infrarot.Kabine, Fitnessraum, verschiedene Behandlungszimmer) wohnen.

Übernachtungspreis in der Villa: ab 145 Euro inklusive Vitalis-Pension mit Frühstücksbuffet, vitalem Mittags-Snack und 5-Gänge-Abendessen (im Vitalzentrum ab 89 Euro inklusve Frühstück).

Preise für die beim Autor vorgenommenen Untersuchungen:

24 Stunden-Analyse: 148 Euro

CRS: 74 Euro.

Holopathie-Diagnostik: 210 Euro

BE-T-A:  210 Euro

Dunkelfeld-Mikoskopie: 190 Euro

Gebündelt als Packages:

Diagnostikmodul 1 (CRS + Holopathie): 232 Euro

Diagnostikmodul 2 (CRS + Holopathie + Dunkelfeld): 304 Euro

Diagnostikmodul 3 (CRS + Holopathie + BE-T-A): 345 Euro

Diagnostikmodul 4 (CRS + Holopathie + BE-T-A + Dunkeleld): 412 Euro

Mikronährstoffanalyse ohne Laborkosten: 77 Euro

Dauerbrause: 83 Euro

Matrix-Rhythmus-Therapie: ab 95 Euro

AlphaSphere Tiefenentspannung: 39 Euro

Details: www.revital-aspach.at , www.villa-vitalis.at , www.beckundbeck.at ,

Regionen-Infos: www.innviertel-tourismus.at , www.oberoesterreich.at

Österreich-Infos: www.austria.info

 

 

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