DER BRENNINGER | IM JENSEITS WIRD NICHT MEHR GEGOLFT

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Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag sowie nun vorgestern noch der Totensonntag – damit ist sie nun vorbei, die düstere Zeit des Novembers. Endlich, dachte sich Brenninger. Er hatte es nicht so mit der Tristesse. Und war froh über jede Aufhellung – zum Beispiel, in einem mindestens fünf Jahre alten Zeitungsausschnitt, den er beim Stöbern gefunden hatte, zu lesen, was der damals noch als Lichtgestalt titulierte Franz Beckenbauer anlässlich all dieser bedrückenden Gedenktage zu sagen gehabt hatte. „Auch wenn die Seele weiterlebt – Golfen kann sie nicht.“

„Ja mei“, fragte sich der Brenninger, als er mit dem Studium des Uralt-Artikels fertig war, „lohnt sich denn dann überhaupt das Sterben? Ein ,Drüben’ ohne Golfen – da kann ich doch gleich herüben bleiben!’.“

Jedenfalls hatte der Kaiser mit seiner persönlichen Meinung Brenningers Bild von der Welt nach dem Dahinscheiden gehörig ins Wanken gebracht. Er hatte ja immer gedacht, wenn er auf Erden…

… beim Golf nicht betrügt,

… sein Auto niemals auf dem Parkplatz des Präsidenten ab stellt

… und keinesfalls diese explizit attraktive Frau H. zu Hause besucht, während ihr Mann gerade auf die Runde gegangen ist, er also, zusammengefasst,

… die größten denkbaren Sünden hienieden vermeidet: Dann müsse ihm doch eigentlich das Paradies winken! Dessen Beschaffenheit wiederum sich für Brenninger ganz schlicht dar stellte:

Er dürfte ständig sein Auto auf dem Parkplatz des Präsidenten abstellen.

Und er dürfte ständig Frau H. besuchen.

Außerdem hätte er einen so schönen Schwung wie einst Ernie Els auf dem Platz und eine Erfolgsserie wie Tiger Woods neben dem Platz. Desgleichen müsste er für das Golfspielen auf den schönsten Courses der Welt kein Greenfee bezahlen und könnte für jede Runde einen speziellen kostenlosen Caddy anfordern (etwa seinen Chef).

Doch Franz Beckenbauers Einst-Statement hatte Brenningers gesamte Träume zunichte gemacht. Im Jenseits, so der Kaiser, existiere kein Golfen. Nun ja, dachte sich Brenninger, dann  richte ich mir das Paradies halt eben doch besser gleich hier im Diesseits ein! Und beschloss:

Demnächst, bei der letzten Runde des Jahres, parke ich auf dem Abstellplatz des Präsidenten.

Und nächstes Jahr, wenn die Saison wieder beginnt, besuche ich Frau H.

Falls ihr Mann gerade golft.

Und falls nicht? Das würde er dann schon heraus kriegen, der Brenninger. Notfalls könnte er ja den Kaiser fragen. Der hat zwar seit 2006 ziemlich viel vergessen, wie man inzwischen weiß.

Aber so was – würde er garantiert auch heute noch wissen.

Jupp Suttner

 

Wer den Brenninger nicht kennt: Der ist  47 Jahre jung, 1,77 m groß, bisweilen bis zu 80 kg schwer und ein typischer Freizeitsportler. Er ist auch oftmals auf Reisen. Was er unterwegs und zu Hause erlebt, lesen Sie jeden Dienstag auf Reise-Stories.de – niedergeschrieben von Jupp Suttner. Wobei schon allein am Alter ersichtlich ist, dass der Autor NICHT der Brenninger ist. Wer genau hinter B. steckt – wer weiß das schon…

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