DER BRENNINGER | ANTONIO RÜDIGER UND DAS ELEND DIESER WELT

„Antonio Rüdiger scheint ein Mensch mit Einfühlungsvermögen und einem Blick, der über die Eckfahne hinaus reicht.“

So urteilte Brenninger über den deutschen Nationalspieler vom FC Chelsea, als der kürzlich im ZDF verkündete: „Weiter zu spielen und zum Alltag über zu gehen, wenn du weißt, dass andere Menschen auf der Welt irgendwo sterben: Mit meinem Gewissen könnte ich das nicht vereinbaren.“

Ausgesprochen verständlich. „Doch andererseits“, dachte sich Brenninger, „dann dürfte Antonio Rüdiger auch in Nicht-Corona-Zeiten nicht spielen!“ Denn:

Jährlich sterben weltweit zirka 9 Millionen Menschen an Hungersnot – davon etwa 3 Millionen Kinder unter 5 Jahren.

Täglich sterben weltweit Menschen in zahllosen Kriegen.

Warum das Hunger- und Kriegselend jedoch noch nie vom Kicken abgehalten hat, besitzt einen einfachen Grund:

Es ist weit genug weg von unserer europäischen Haustür.

„Es wurde auch noch niemals beklagt“, erkannte Brenninger, „dass 9 Millionen Hungertote eine weltweite Wirtschaftskrise ausgelöst hätten.“

Zugleich wusste Brenninger natürlich, dass Äpfel nicht mit Birnen zu vergleichen sind oder das eine Leid und Entsetzen mit dem anderen auf zu wiegen möglich ist. Aber trotzdem empfand er:

„Antonio Rüdiger kann sich sicher sein – es wäre eine GUTE Tat von ihm, jetzt zu kicken!“

Erstens für zahllose Fußball-Fans rund um die Welt, die 90 Minuten lang bei einem Fernseh-Geisterspiel gedanklich von ihren Corona-Sorgen abgelenkt wären und somit ihre Psyche aufbauen und das Immun-System stärken könnten. (Vorausgesetzt natürlich ein Sieg der eigenen Mannschaft…)

Und zweitens für ihn, Antonio Rüdiger ganz persönlich – ab der Sekunde des Anstoßes würde auch bei ihm diese Ablenkung von seinem verständlichen Kummer greifen.

Es würde zwar keinen Corona-Geschädigten, keinen Hungertoten und keinen Kriegsleichnam weniger geben, wenn in Europa Fußball gespielt würde.

Doch auch keinen einzigen mehr.

Dies Antonio Rüdiger zum Trost.

Dem Brenninger jedoch vor allem eines wünschte: dass er nicht an Corona erkranken – und sich einen lebenslangen Lungenschaden zuziehen möge aufgrund etwelcher Geisterspiele.

Es wäre gespenstisch.

Jupp Suttner

Wer den Brenninger nicht kennt: Der ist  47 Jahre jung, 1,77 m groß, bisweilen bis zu 80 kg schwer und ein typischer Freizeitsportler. Er ist auch oftmals auf Reisen. Was er unterwegs und zu Hause erlebt, lesen Sie jeden Dienstag auf Reise-Stories.de – niedergeschrieben von Jupp Suttner. Wobei schon allein am Alter ersichtlich ist, dass der Autor NICHT der Brenninger ist. Wer genau hinter B. steckt – wer weiß das schon…

A C H T U N G :

DA HUAT GEHT UM

So heißt es in Bayern oftmals nach einem Konzert, wenn die Band kostenlos aufgespielt hat. Auf deutsch:

DER HUT KREIST

Und wem das Konzert gefallen hat, der drückt seine Anerkennung dadurch aus, dass er ein paar Euro in eben diesen Hut wirft.

Ebenso verhält es sich mit diesem Text. Wenn er Dir/Ihnen gefallen hat – dann gerne was in den Huat/Hut werfen. Nicht als „Spende“, sondern als: Anerkennung. Als Applaus…

Konto Josef Suttner

Konto Nr. 36 26 926

Commerzbank München

BLZ 700 400 41

IBAN: DE92 7004 0041 0362 6926 00

BIC:  COBADEFF

Als Betreff-Angabe genügt : HUT/Brenninger

Unter allen Anerkennerinnen/Anerkennern des Monats Mai wird ein Abendessen mit dem Autor im oberbayerischen Raum ausgelost. Freu’ mich schon darauf, Dich/Sie einladen zu dürfen !

(Vielleicht darf man ja im Juni schon wieder mit genügend Abstand dinieren…)

 

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