Baumwipfelpfad im Bayerischen Wald

Das Baumei im Baumwipfelpfad. 44 m hoch. Copyright EAK

Highlight im Nationalpark Bayerischer Wald

Haben Sie schon einmal mit minimalem Kraftaufwand einen bis zu 40 m hohen Baum maximal zum Wackeln gebracht? Auf dem Baumwipfelpfad in 25 m Höhe kein Problem. Es ist ein erhabenes Gefühl, sich ganz gemütlich und gefahrlos in luftiger Höhe auf einen 1,3 km langen, perfekt konstruierten Holzweg durch Mischwald-Baumkronen zu begeben. Der Weg ist auch mit Kinderwagen und Rollstuhl gut machbar, abgesehen vom obersten Stockwerk des 44 m hohen phantastischen Turms der von fern aussieht wie ein kleiner Holzbruder von the Gherkin in London.

Unterwegs bringen Tafeln mit Erläuterungen die umliegende Natur auch bildungstechnisch noch etwas näher und ein paar eingebaute ‘Mutstrecken’ lassen Menschen mit Höhenangst, beim Verfeinern des Blicks in die Tiefe eventuell erschauern. Von der obersten Etage des liebevoll “Ei” genannten Turms, der Anfang oder Ende des Rundwegs markiert, ist der Blick über die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald atemberaubend und allein dieses Highlight ist auch eine längere Anreise wert. Am Fuße steht u.a. das Besucherzentrum Hans-Eisenmann-Haus mit Park- und Naturinformationen. Die angegliederte Waldwirtschaft serviert barrierefrei heimische Schmankerl – drinnen und draußen. Dieser wunderbare Baumwipfelpfad ist nur einer von bisher sechs (Rügen, Schwarzwald, Saarschleife, Lipno, Riesengebirge), mit denen die findige EAK Erlebnis Akademie AG aus Bad Kötzting im Bayerischen Wald ganz hoch hinaus will.

 

Blick vom Baumei im Baumwipfelpfad Bayerischer Wald, auf 44 m Höhe

Verstecktes Kleinod

Die Ferienregion Nationalpark Bayerischen Wald liegt tief im Urlaubsunterbewusstsein vieler Stadtmenschen, obwohl gerade bei dieser Spezies (zu der ich auch gehöre) das Natur- und Ruhemanko zunehmend pathologisch wird. An Reizüberflutung gewohnt, muss man sich in dieser eher kargen Region – von der üppigen Natur abgesehen – erst mal auf die Suche nach dem Besonderen begeben. Wer offenen Auges die Landschaft erfährt, am besten per Pedes oder Fahrrad, findet jede Menge kleiner Attraktionen: Hofläden, wo es frische Eier, Brot, Gemüse und Bär- oder Blutwurz, “die Medizin der Waidler” und vieles mehr von so guter Qualität gibt, dass es die Einheimischen am liebsten selber essen.
Verborgene Glas- und andere Künstleroasen tauchen auf, die sich von der Einsamkeit inspirieren lassen. Man kommt durch hübsche Orte wie Spiegelau und Frauenau, das gläserne Herz an der Glasstraße und andere, die an große Zeiten der einheimischen Glasindustrie erinnern. Eine gigantische Glaspyramide, aus 96.000++ Gläsern aufgetürmt in Zwiesel, spricht für sich.In der circa 10.000 Einwohner-Stadt Zwiesel  findet immer Mitte Juli, 8 Tage lang, das Grenzlandfest statt und ganz in der Nähe, auf dem 49. Breitengrad, verläuft der Weißwurstäquator, der den Freistaat Bayern nordwärts von Restdeutschland trennt. Und weil die Bayern darauf großen Wert legen, haben sie dieser Tatsache hier sogar ein Denkmal gewidmet…
baum-0106.gif von 123gif.de

Einer von sechs Baumwipfelpfaden der EAK Jede Jahreszeit hat hier ihre eigenen Reize, die zu entdecken sich wirklich lohnt! Die Wälder sind noch voller Pilze, an denen man sich artgerecht vergreifen darf und die wenigen Campingplätze entbehren jeglicher Animation, sieht man vom bewegten Tierleben im nahen Nationalpark einmal ab…

Es gibt viele Freizeitbetätigungen in der Natur und attraktive regionale Festchen. Auf der Homepage der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald ist alles sehr übersichtlich gelistet. Auch die Unterkünfte, zumeist in kleineren Hotels und Pensionen sowie die vielen Vorteile von Nationalpark Card & Co.

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