Auf den Spuren der Säumer

Wo der Käse über die Alpen rollte

Trudy Trail, Engelberg am Titlis
Einst Pilger- und Säumerpfad, heute Weitwanderweg: Die „Sbrinz-Route“ bereitet auch Bikern Freude

 Mit dem Mountainbike drei Tage auf der historischen  »Via Sbrinz« unterwegs

Der runde Käselaib, den Anselm Töngi unter Einsatz seiner ganzen Leibeskraft aus dem Reiferegal des Alpkellers auf der Gerschnialp hervorwuchtet, ist 40 Kilogramm schwer. Und damit etwa dreimal so viel wie ein Mountainbike, mit dem wir zu seiner Arbeitsstätte hinaufgeradelt sind. Was hat jetzt nun Sälms Käse mit unseren Bikes zu tun?

Text & Fotos (Copyright): Traian Grigorian

Wir sind auf der „Sbrinz-Route“ unterwegs, einer Alpenüberquerung mit historischen Wurzeln. Der Sbrinz ist der typische Hartkäse der Innerschweizer Region Obwalden. Sein Schicksal: Er droht in Vergessenheit zu geraten, fast so wie die Säumerroute über die Alpen, auf der er schon seit dem 16. Jahrhundert gehandelt wurde. Damals, so belegen Dokumente, war der Käse so gefragt, dass man auf Order des Bischofs „formaggio di sbrinzo von bester Qualität“ gar für Papst Clemens VIII in Ferrara erwarb.
Ihn vor dem Vergessen zu bewahren, dies hat sich die Vermarktungsorganisaton des Sbrinz  zum Ziel gesetzt. Und damit das besser klappt, wurde gleich noch ein touristisches Ziel ausgerufen. Die „ViaSbrinz“, die historische Säumerroute vom Vierwaldstättersee ins piemontesische Ossolatal – Schweiz Mobil, die unermüdliche Marketingorganisation des „eidgenössischen Lautlosverkehrs“, hat sie flugs zu einer Weitwanderstrecke geadelt.

Unsere heutige Idee: Mit dem Mountainbike anstatt zu Fuß oder in Begleitung eines Lastesels auf der Sbrinz-Route in drei Tagen über die Alpen. Ein Transalp-Quickie sozusagen. Geht das? Klar geht das, meint Samuel Bichsel. Für den ehemaligen Marketingleiter der Engelberg-Titlis Tourismusorganisation gibt’s berufsbedingt nichts, was nicht geht. Können wir ihm auch trauen? Auf dem Foto, das er uns mit all den örtlichen Informationsbroschüren vorab zugeschickt hatte, posiert er in historischem Bergsteigerzwirn mit Pickel und Hanfseil vor verschneitem Gebirg. So pittoresk, so kitschig. Aber was versteht der Mann vom Biken?

Von Luzern bis Stansstad geht es erstmal am Ufer des Vierwaldstättersees entlang.
Von Luzern bis Stansstad geht es erstmal am Ufer des Vierwaldstättersees entlang.

Vom Bahnhof in Luzern starten wir erstmal gemütlich auf der „Nord-Süd-Route“ entlang des Uferradwegs am Vierwaldstättersee. Schweiz Mobil hat in den wenigen Jahren seines Bestehens ganze Arbeit geleistet. Kein Weg, keine Kreuzung, die nicht in irgend einer Form zugunsten des nationalen Wegenetzes in Beschlag genommen wären. In Stansstad markiert die direkt am Landungssteg gelegene Sust, das historische Warenlager und -Kontor, den Anfang und das Ende der Handelsroute. Im Hintergrund türmen sich bereits die Berge der Zentralalpen auf, doch noch zieht das Tal moderat ansteigend durch den Nidwaldener Kanton. In Engelberg ist der Talschluß erreicht. Einst Klosterdorf, heute mondäner Touristenort zu Füßen des vergletscherten Titlis, liegt es inmitten einer natürlichen Bühne. Im Benediktinerkloster kann man in der Schaukäserei der Herstellung des Sbrinz beiwohnen. Samuel Bichsel stößt zu uns. Zu unserer Erleichterung hat er Pickel und Seil zuhause gelassen und sich in stilechte Bikeklamotten geworfen. Beruhigt mustern wir seinen fahrbaren Untersatz: 160 Millimeter Federweg vorne und hinten – der Mann sollte was vom Biken verstehen. Sämi, wie er sich vorstellt, will uns den „Trudy Trail“ zeigen. Der verläuft zwar entgegen unserer Auffahrtsroute zum 2207 Meter hoch gelegenen Jochpass als Freeridetrail zurück nach Engelberg, aber diese unvorhergesehene Richtungsänderung kontert der PR-Mann mit mehreren Freifahrscheinen für die beschwerdefreie Auffahrt mit Gondelbahn und Sessellift zum Joch.

Beschwerlicher Pilgerpfad im Mittelalter –
lustvoller Bikespaß heute

Unbestritten gab es seit dem späten Mittelalter eine stark frequentierte Handelsroute zwischen dem Vierwaldstättersee und der Po-Ebene. Das Pilger-Hospiz am Grimselpass ist seit dem 14. Jahrhundert belegt. Mit Pferden und Eseln zogen Säumer schwer beladen von den saftigen Alpweiden unterhalb des 3238 Meter hohen Titlis über beschwerliche Alppfade und über die Pässe Joch, Grimsel und Gries in die Ausläufer der ossolanischen Täler am Lago Maggiore, wo die Ware wieder verschifft werden konnten. Zurück transportierten sie Salz, Getreide und Wein.

Traditionalisten zu Ross: Schweizer Kulturvereine erinnern auf organisierten Säumertreks an den historischen Warenhandel über die Alpen.
Traditionalisten zu Ross: Schweizer Kulturvereine erinnern auf Säumertreks an den historischen Warenhandel über die Alpen.

Dass beides, Käse und Säumerei auf der Wegroute, doch nicht in Vergessenheit geraten, dafür machen sich aktuell mehrere Vereinigungen stark. Die eine ist der Förderverein Sbrinz-Route, der mit mehreren Veranstaltungen jährlich die Säumertradition entlang der Strecke aufleben lässt. Im Sommer wandert man mit Pferd und Esel, in historischer Kleidung und schwer bepackt, eine Woche lang über die Berge. Feiert in allen Etappenorten Feste, wo man unter großem Hallo begrüßt wird, und lässt einheimische wie Touristen hautnah einen tiefen Blick in die Vergangenheit tun. Wenn man bedenkt, dass die Säumerei über die Alpen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zum vollständigen Erliegen gekommen ist, als der Bau der modernen Alpenstraßen und der Gotthard-Eisenbahn den Handelsverkehr revolutionierten, dann ist der Einsatz der traditionsbewußten Säumer-Nachfahren umso erstaunlicher. Ihnen scheint dies eine Herzensangelegenheit, so sehr, dass nun nicht nur die Stiftung Kulturwege Schweiz die Sbrinz-Route in den Kanon der schützenswerten Alpenrouten aufnahm, sondern auch das seit 2000 als Marketing-Instrument für nachhaltigen Alternativ-Tourismus sehr rührige Netzwerk Schweiz Mobil. Es vermarktet die „ViaSbrinz“ seither als Wanderroute über die Alpen und vermittelt über seine Kommunikationskanäle im Internet jede nur erdenkliche Information, die man als Wanderer auch ohne paarhufiges Begleittier benötigen kann.

Modern Biking: Sämi Bichsel fühlt sich auf dem „Trudy Trail“  wie zuhause
Modern Biking: Sämi Bichsel fühlt sich auf dem „Trudy Trail“ wie zuhause

Samuel Bichsel verrät, dass die Hüttenwirtin des Jochhauses Namensgeberin des „Trudy Trail“ ist. Ein gezimmertes Holztor in freier Landschaft markiert den Einstieg in den Singletrail. Wir sind gespannt. Protektoren oder Integralhelme haben wir bei unserer Alpenüberquerung nicht dabei. Dafür einen vollgepackten Rucksack, in dem wir die benötigten Utensilien für eine mehrtägige Durchquerung mit uns führen. Sämi hatte zuvor ganz in PR-Manier getönt, den Trail könne jeder fahren, aber die Felsstufen, die verblockten Absätze, die ausgefahrenen Anlieger, der mal wechselnd feine und dann wieder gröbere Schotter widerlegt diese Aussage schnell. Und dass dazwischen immer mal wieder grasende Kühe weiden und deren „Nebenprodukte“ der Käseherstellung mitten auf dem Weg den Schwierigkeitsgrad des Trails markant erhöhen, macht die Aufgabe nicht leichter. Es gilt: Bloß nicht hinfallen! Weniger wegen der befürchteten blauen Flecken, vielmehr wegen „olfaktorischer Belästigung“. Und über allem thront der Titlis. „Ich muss mal ein Foto machen“, ist im „Trudy Trail“ die am häufigsten zitierte Ausrede, um anzuhalten und fahrtechnischen Schlüsselstellen aus dem Weg zu gehen. Aber eines müssen wir an dieser Stelle neidlos zugeben: Oh ja, der Mann versteht wirklich was vom Biken!

Spätestens seit Schweiz Mobil die Route als „nationale Wanderroute Nr. 40“ vermarktet, dürfte sicher gestellt sein, dass die Sbrinz-Route definitiv nicht mehr in Vergessenheit geraten wird. Und auch der namensgebende Käse wird von diesem Marketingcoup profitieren. Das war nicht immer so: Als die Käse-Vermarktungsgesellschaft um das Jahr 2002 herum eine Ortschaft innerhalb des Herstellungsgebietes suchte, die bereit wäre, sich in »Sbrinz« umzubenennen, da scheiterte das Vorhaben, weil sich kein Dorf dafür fand. Kein Wunder, denn der Käse wird nur noch von wenigen Sennern hergestellt und seine Reifezeit von mindestens 18 Monaten macht schnelle Erträge unmöglich.

Schatzmeister: Anselm Töngi inmitten seiner Sbrinzlaibe auf der Gerschnialm
Schatzmeister: Anselm Töngi inmitten seiner Sbrinzlaibe auf der Gerschnialm

Ein guter Sbrinz lagert 24 Monate, Kenner schwören auf Fünfjährigen, der entsprechend selten ist. Für die Herstellung des AOC-Käses darf nur Rohmilch von weidenden Kühen verwendet werden, die sich ausschließlich von Gräsern ohne Zugabe von Silage-Futter ernähren und das Pflichtenheft wacht anschließend darüber, dass das Ausgangsprodukt in traditionellen Kupferkesseln weiter verarbeitet wird. Viel Einsatz also für einen wie Anselm Töngi, der neben der allmorgendlichen Produktion auf der Gerschnialp dann anschließend lokale Märkte besucht und seine Produkte eigenhändig auch noch verkauft. Heute hat er sich die Zeit genommen, uns seine kleine Alpkäserei zu zeigen. Vor der historischen Holzhütte hoppelt ein Karnickel über den Hof, große Milchkannen trocknen umgedreht in der Sonne. Drinnen ist es kalt. Sälm zeigt uns den Reife- und Lagerkeller, den Kupferkessel, über dem ein dichter Gewebestoff die ruhende Milch schützt. Wir verabschieden uns, nicht ohne vorher den Sbrinz probiert zu haben. Es ist ein alter, leicht bröckeliger Käse, mit intensivem, fast scharfem Geschmack auf dem Gaumen. Etwas kristallin – man meint, auf Salz zu beißen. Er hat Ähnlichkeit mit seinem weit bekannteren Kollegen aus der italienischen Po-Ebene, dem Parmiggiano Reggiano – aber das dürfte man natürlich vor Anselm Töngi niemals sagen.
Also denken wir’s nur.

Dank Sämis Tagestickets können wir erneut schweißfrei zum Joch hochgondeln und sehen unter uns einige Biker, die die steile Rampe zum Pass hochschieben. Immerhin haben die sich ihre Pause bei Trudy wohlverdient. Wir hingegen wenden Engelberg nun definitiv den Rücken zu und setzen unsere Alpenüberquerung auf der anderen Seite auf den Spuren der Säumer Richtung Süden fort. Als nächstes erwartet uns ein Singletrail Richtung Engstlensee. Auch hier wurde an die Bedürfnisse von Bikern gedacht und Trail und Wanderpfad durch zwei Wegtrassen voneinander getrennt. Die gern zitierten Konflikte zwischen beiden Nutzergruppen können so erst gar nicht aufkommen. Auch das Hotel Engstlenalp ist Zeuge vergangener Handelstage. Groß wie ein Hospiz und mit angeschlossenen Stallungen beherbergte es zeit seines Bestehens Pilger, Wanderer und Säumer auf ihrem Weg vom Pass und bot Schutz bei schlechtem Wetter. Heute ist’s ein Ausflugsziel, leicht zu erreichen über eine geteerte Fahrstraße durchs Gental oder gar mit dem regelmäßig verkehrenden Postbus. Landschaftlich ist die Etappe ein Highlight: grüne Bergmatten, türkis im Sonnenlicht funkelnde Seen und imposante Gipfel.
Schweiz Mobil hat gründlich gearbeitet, denn der Weg ist bestens markiert. Das grüne Rechteck mit der Ziffer 40 lässt an Kreuzungen nie Zweifel an der Wegführung aufkommen. Wir sind nun im Berner Oberland und rollen auf dem Wanderweg zu Tale. Wir passieren die Jungibäche, die wie ein weit verzweigter Wasserfallfächer aus der Steilflanke des Tällistocks hervorstürzen. Ein pittoreskes Bild, das uns Grund zu der Annahme gibt, dass es an einem stark frequentierten Feiertag hier droben sicher nicht so einsam auf dem Pfad zugehen dürfte, wie nun am späten Nachmittag unter der Woche, wo wir keinem einzigen Wanderer begegnen.

Schlüsselstelle: An den „Hälenplatten“ mussten für die Tiere Trittspuren in den glatten Gletscherschliff gehauen werden.
Schlüsselstelle: An den „Hälenplatten“ mussten für die Tiere Trittspuren in den glatten Gletscherschliff gehauen werden.

Im Etappenort Innertkirchen herrscht reges neuzeitliches Treiben. Nicht Hufgeklapper und Eselgebrüll stört die alpine Beschaulichkeit, sondern PS-getriebene Auspuffrohre zahlreicher Motorräder. Hier beginnen die Pässestraßen über Susten-, Furka- und Grimselpass. Den Säumern hingegen bot sich Jahrhunderte zuvor ab hier ein beschwerlicher Abschnitt durch die enge Schlucht des Haslitals. Teilweise waren die Wegspuren so eng und in die Steilwände der herabstürzenden Fluen geschlagen, dass Gefahr für Ross und Reiter bestand. Den vom Gletscherschliff bearbeiteten Fels kann man heute noch bestaunen, teilweise wurden in mühevoller Arbeit Trittspuren für die die Lasttiere in den Fels gehauen. Freilich ist dieser Abschnitt bergauf zum Grimselpass auch für Mountainbiker kein reiner Spaß. Oft muss man absteigen, stellenweise das Bike schieben oder gar über geröllige Felsabbrüche tragen. Wer dazu keine Lust hat, der kann sich ja unter die Motorradfahrer mischen.

Waren nicht die Walser die ersten Alpencrosser?

Am 2164 Meter hohen Grimselpass endlich öffnet sich das beengte Tal und gibt Blicke ins Wallis frei. Unter uns das Obergoms und vor uns einer der schönsten Singletrails der Alpen. Niemals schwer, pure Lust und höchstes Vergnügen. Dunkel patinierte Holzhäuser zeugen in Obergesteln unverkennbar vom Einfluss der Walserkultur. Waren nicht die Walser die ersten Alpencrosser? Jene Alemannen, die vor fast 1000 Jahren ihre angestammte Heimat verließen, um immer neue Alpentäler zu erschließen und sich dabei zum rauen Bergbauernvolk wandelte.
Am nächsten Tag, es steht die letzte Etappe hinüber nach Italien auf dem Plan, bleibt zur Bergauffahrt Richtung Nufenenpass nur die Teerstraße. Kein Problem am frühen Morgen, da die „Töff“-Touristen wohl noch alle schlafen. Später zweigen wir vom Asphaltband ab Richtung Griessee und haben jetzt erst recht unsere Ruhe. Ein letztes Stück hinauf zum Pass müssen wir schieben, da markiert ein Säumerstein die Grenze zum Piemont. Wir überblicken den Pfad hinunter zur Bättelmatt, aber er ist wegen der krümeligen Gebirgserde fahrtechnisch schwerer als erwartet. Durchs steil abfallende Tal entlang des Morasco-Sees erreichen wir Riale, das erste Dorf auf italienischem Boden, das in der Heimatsprache der Walser Z’Chärbäch heißt. Grob geschnitzt wie deren Sprache sind auch die Holzverzierungen der Häuser. Weiter geht’s nun talauswärts durchs Val Formazza immer neben der Straße durch befremdlich klingende Dörfer wie Uff ä frütt, Under frütt, Fruduwald, Gurfälu, In da Brendu und Zum Schläg.
Wohnen hier die Hobbits, am Nordrand Italiens?

Im Sonntagsstaat: Die Tosa-Wasserfälle im Val Formazza ausnahmsweise mal in voller Pracht
Im Sonntagsstaat: Die Tosa-Wasserfälle im Val Formazza ausnahmsweise mal in voller Pracht

Wir bestaunen die Tosa-Wasserfälle, von denen uns ein Einheimischer in walserisch eingefärbtem Deutsch berichtet, man könne sie nur Sonntags in ihrer ganzen Pracht bewundern, denn über die Woche würde der Wasserstrom vom Elektrizitätswerk zur Energiegewinnung abgezweigt. Was für ein seltsames, beinahe befremdlich wirkendes Tal, aber gleichzeitig auch geheimnisvoll, abgelegen, scheinbar gottverlassen und vergessen wie die ganze, jahrhundertealte Sbrinz-Route und sein Käse. Hier schließt sich langsam der Kreis, der keiner sein darf. Unsere im Norden begonnene Alpenüberquerung auf dem Mountainbike endet am Fuße der Berge, dem pie de mont, in den Ausläufern des Valle Antigorio. Wir sind uns einig: Es war eine höchst einsame Route, abseits aller bekannten Transalp-„Autobahnen“. Die Bergdörfer weichen Taldörfern und bekommen zunehmend italienischere Namen. Spätestens auf den immer stärker vom Verkehr frequentierten Straßen um und in Domodossola ist auch dem sprachunkundigsten Alpencrosser klar: Wir haben auf den Spuren der Säumer die Berge überquert und sind in Italien angelangt. Zum Abschluss noch eine Fahrt mit der klapprigen Centovallibahn nach Locarno, wo wir uns ein gutes Gelato an der Seepromenade des Lago Maggiore gönnen.
Was nicht heißen soll, dass wir etwas gegen Käse hätten.

Infos

Fakten: 113 Kilometer, 6000 Höhenmeter, 3 Pässe über 2000 Meter (Engelberger Jochpass, Grimselpass, Griespass). Höchster Punkt: Beim Mändeli (2498 m, Nähe Griespass)

(Quelle: Sbrinz-Route)
(Quelle: Sbrinz-Route)

Die Sbrinz-Route ist als Teil des Schweizer Weitwanderwegenetzes durchgängig markiert und führt als 113 km lange Fernwanderung in fünf Fußmarschetappen von Stansstaad bis nach Riale (Val Formazza). Gegenwärtig gibt es Bemühungen, die Beschilderung auf italienischer Seite bis nach Domodossola zu verlängern.

Für Mountainbiker empfiehlt sich ein Start in Luzern mit Etappen im Engelberger Tal, im Haslital (Innertkirchen, Meiringen), im Obergoms (Oberwald, Wallis) und am Ziel (Val Formazza, Valle Antigorio oder Domodossola). Eine kürzere Etappe am Ende führt von Domodossola und das Val Vigezzo an den Lago Maggiore.
Die Route lässt sich von leistungsstarken Bikern in drei Tagesetappen mit je einer Passüberquerung täglich bewältigen.
Die ViaSbrinz ist gut, in Italien etwas weniger häufig beschildert. Die Route ist weitgehend auch mit dem Mountainbike befahrbar, lediglich in den Bergaufpassagen zu Grimsel- und Griespass sollte man das Ausweichen auf die Asphaltstrasse in Erwägung ziehen. Wer Schiebepassagen nicht scheut, kann ohne Probleme auf der markierten Wanderroute bleiben.
Die Passübergänge sind ausnahmslos als alpin zu bewerten, für die es stabile Wetterverhältnisse braucht und entsprechende Erfahrung. Entlang des Räterichsbodensees im oberen Haslital auf dem Aufstieg zum Grimselpass sollte man besondere Vorsicht gelten lassen, denn die Wegtrasse ist in den Fels geschlagen und fällt zur Seeseite hin steil ab.

Eine vollständige Fotogalerie der Alpenüberquerung mit dem Mountainbike auf der Sbrinz-Route können Sie hier sehen.

An-/Abreise: Luzern und Domodossola sind ans internationale Bahnnetz angeschlossen.

Weitere Infoquellen im Internet (ohne Gewähr):
Förderverein Sbrinz-Route
Broschüre Sbrinz-Route (PDF Viewer)
Die ViaSbrinz auf Schweiz Mobil
GPS-Track
Übersichtskarte der ViaSbrinz (Online-Portal)
Sbrinz-Käse
Kulturwege Schweiz
Die Sbrinz-Route auf der Schweizer Wandersite
Veranstalter SwissTrails (Gepäcktransport und Übernachtungen): Katalog, Prospekt, Reiseangebot

Wünsche, Lob & Kritik bitte direkt an den Autor.

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