ABGEFAHREN! – Malbun | Unglaubliche 23 Pistenkilometer

Zumeist lässt man Liechtenstein auf dem Weg in die Berge links liegen. Ein Fehler. Malbun ist ein echter Geheimtipp für alle, die bei Skivergnügen auf Flair und Abwechslung statt breiter Pisten-Autobahnen und hoher Schirmbar-Dichte setzen.

Hinter Schloss Vaduz geht es in steilen Kehren hinauf. Vieles ist im sechstkleinsten Staat der Welt dem Hang abgetrotzt. Umso überraschender tut sich auf dem Weg ins Skigebiet das Seitental von Steg-Valüna auf. Walserhäuser säumen die Straße, während es rechts hinein ins Liechtensteiner Langlaufgebiet geht.

Jenseits der Kirchlespitz, eine langgezogene Kurve weiter, geht es aufs Hochplateau von Malbun. Links von der Straße liegen die Schneeflucht-Übungsschlepper mit breiten, sanft geneigten Pisten und einem langen Wellenband für die Kleinen. Wir steuern das neue, holzverschalte Jufa-Hotel an, laden rasch das Gepäck aus und gehen vom Skiraum im Tiefparterre direkt auf die Piste. Von den Bergbahnen gebaut und vom Reise-Spezialisten für sportliche Familien bewirtschaftet, ergänzt das neue Haus das touristische Angebot im einst als Hochalm bewirtschafteten Gebiet.

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ABGEFAHREN! Die Ski-Reporter von Reise-Stories.de unterwegs im Schnee. Jede Woche wieder! Um aktuell zu schildern, wie es auf den Pisten von Malbun gerade aussieht.  Dieses Mal: Unglaubliche 23 Pistenkilometer

Foto oben:
Durch Bäume, durchs Dorf und über Schanzen – Malbun ist ein Traumgebiet (nicht nur) für Kinder

Fotocredit & Copyright aller Fotos dieses Reports:
Roland Schuler

Text:
Heidi Siefert

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k-Tal auswärts, Foto Schuler

Tal auswärts, Foto Schuler

k-Sareis, Foto Schuler

Sareis, Foto Schuler

An diese Ursprünge erinnert Malbun noch jetzt. Wie Spielzeug liegen kleine Hütten und Chalets im Talkessel. Bausünden gibt es nicht. Selbst die neue, große Tiefgarage im Zentrum fügt sich dezent ein. Drumherum erschließen moderne Liftanlagen 23 Pistenkilometer. Was wenig klingt, ist in der Praxis locker viel genug. Zum einen, weil die Pisten von einfach bis anspruchsvoll ausgesprochen abwechslungsreich sind. Zum anderen, weil es neben den perfekt präparierten Schneebändern noch jede Menge Alternativen gibt.
Wir steigen zuerst in den Sechsersessel am Täli. Unterhalb des Silberhorns liegen lange, blaue Pisten zum Einschwingen. Der Schnee ist schön griffig und weil auf den Pisten extrem gute Skifahrer unterwegs sind, ist es auch mit Kindern total entspannt. Für die nächste Fahrt nehmen wir den Hochegg-Lift, der etwas weiter rechts verläuft und zwei Pisten erschließt, die zu Recht schwarz klassifiziert sind.

Die Mulden zwischen den Pisten sind nicht präpariert. Drei Tage nach dem letzten Schneefall gibt es hier noch ein paar Fleckchen Tiefschnee und vor allem jede Menge kleiner Schanzen. So wird die Kombination zwischen Funpark oben am Täli und Off-Piste im unteren Bereich vor allem für die Kinder zur perfekten Kombination am Vormittag. Später nehmen wir die blaue Haita und wechseln im unteren Bereich zwischen Stafel, Büela und Mulde, die uns allesamt direkt ins Dorf führen.

Zwischen den hübschen, zumeist holzverschalten Häuschen schlängeln sich die Abfahrten in Richtung Lift. Immer wieder kann man auch hier ein bisschen hüpfen. Mitten drin und gut abgetrennt liegt der malbi-park, in dem sich die Kleinsten spielerisch an Schnee und Ski gewöhnen und sich gleich daneben im malbi-hort ausruhen, aufwärmen und stärken können.
Weil Wetter und Pisten ein Traum sind, verschieben wir das Mittagessen auf später und genießen die leeren Hänge, während die anderen rasten.
Wir wechseln auf die andere Talseite, wo uns ein langer Sessellift auf den 2000 m hohen Sareis bringt. Auf verschiedenen Trassen geht es – präpariert oder nicht – von einer weiten Flanke zurück ins Dorf. Zur Pause wählen wir das Bergrestaurant direkt neben der Sareis-Station. Das Panorama auf der Terrasse ist gewaltig, die Gerstensuppe vorzüglich. Trotzdem sollte man unbedingt auch drinnen eine Runde drehen. Einem Museum alpinen Lebens gleicht die gemütliche Gaststube, mit sorgfältig zusammengetragenen Ausstellungsstücken von Schneeschuh und Holzski über Alm-Werkzeug bis zu heimischen Tieren.
Während wir essen, ziehen Wolken auf. Drum lassen wir’s bei einer letzten Fahrt zurück in den Talkessel. Den Kaffee trinken wir in der Täli-Bar neben dem Skipass-Büro und bekommen nebenbei die komplette Liechtensteiner Skiszene präsentiert. Von Autogrammkarten von Tina Weirather über persönlich gewidmete Poster von Marco Büchl bis zu alten Bildern von Stars wie Frommelt und Wenzel erlebt man hier die Skigeschichte des skibegeisterten Fürstentums. Vor den Panoramascheiben wird die Rennpiste präpariert, auf der heuer unter anderem die Schweizer Meister ermittelt werden.

Skifahrer sieht man nur noch wenige. Dafür immer mehr Kinder mit Schlitten, denn die letzte Bergfahrt des Tages dürfen sie den Lift benutzen. Für Teil drei des typischen Malbuner Kinder-Triathlons geht es ins Dorf zum Eisplatz. Schlittschuhfahren, ein Eishockey-Matchli (Flutlicht bis 21 Uhr) und danach eine Pfanne voll Rösti im Schlucher-Treff. So endet ein sportlicher Tag und zurück ins Hotel sind es nur ein paar Meter zu Fuß.

k-Malbun Blick aufs Dorf, Foto Schuler

Malbun Blick aufs Dorf, Foto Schuler

Infos:

www.bergbahnen.li

Sehr attraktive Eröffnungsangebote für Familien im neuen Jufa-Hotel
www.jufa.eu

www.myswitzerland.com
kostenlose Telefoninfo 0080010020030

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