Pura Vida Costa Rica mit Faultier, Kaiman und Quetzal

Endlich angekommen in der Schweiz Südamerikas beginne ich meine Rundreise durch Costa Rica von  San Jose  aus in die Nähe von Santa Rosa De Pocosol in  eine Cooperatione,  eine Kommune, in dem ich kennenlernen kann wie die Erzeugnisse der Landwirtschaft der Region verarbeitet werden.  Es ist die Cooperatione San Juan.  Vorbei ziehen an mir gut gepflegte grüne Landschaften,  besetzt von blühende Hortensien-Gärten.  Fast mutet es an wie eine Gardenroute. Ich begegne freundlichen Menschen links und rechts des Straßenrandes, bewundere den aufsteigen den Nebel aus den scheinbar unendlichen,  saftig grünen Wäldern,  aus denen die bizarren  Laute der schwarzen Brüllaffen an meine Ohren dringen und erfreue mich der ersten Begegnungen mit dem Wildlife Costa Ricas.  Ein Nasenbär kreuzt meine Weg,  ein Tukan verspeist an einem Baum hängend eine Papaya  und allerorts kreisen die schwarzen Geier hoch über der Grünen Landschaft. Fehlt nur noch das Faultier, denke ich bei mir, immerhin ist es das Symboltier des Landes.

So erreiche ich die Cooperative  und treffe auf den den Projektleiter Maurizio,  der hier ankommenden Gästen erklärt, wie die Kommune funktioniert.  Spannend zu hören wie aus der Frucht der Yucca-Wurzel  Essen zubereitet wird. Das erklärt mir Köchin Yalikra genauer,  der ich bei  der Zubereitung von Yucca Tortilla zuschauen darf.  Gekocht, geformt und gebraten schmeckt die vitaminreiche Yucca Tortilla  gefüllt mit Fleisch oder Käse wie eine knusprige Krokette.

Das schaue ich mir mit Maurizio anschließend auf dem nahegelegenen Feld genauer an , denn ich möchte wissen wo die Yucca wächst und was ihre Besonderheiten sind.  Maurizio lacht und zeigt mir eine kleine grüne Pflanze mit markant abstehenden Blättern.  Es ist die „Senorita Yucca“,  die besonders für Ihren süßen Geschmack und Geruch bekannt ist.  Zielstrebig schlägt Maurizio mit der scharfen Machete einige Gäste der Pflanze ab und hält sie mir zum Geruchstest unter die Nase. Tatsächlich  riecht  das innere des Zweiges süß und saftig.

Eine andere Yucca-Sorte ist die Valencia, deren im Boden befindliche Wurzel ist kräftig geformt.  Aus ihr werden  zum Beispiel die Tortillas zubereitet,  die ich zuvor in der Küche genießen durfte.  Die Yucca-Pflanze, so erklärt mir Maurizio ist ein wichtiges Exportgut Costa Ricas. Und dabei ist ihr Anbau sehr simpel. Der Zweig einer Senorita Yucca wird einfach in den Boden gesteckt und schlägt dort Wurzeln.  Nach zehn Monaten ist die Pflanze reif zur Ernte.  Bei der  Valencia-Yucca dauert es 12 Monate.

Was ist das? Welche grünen Büschel stehen  dort sorgfältig in Reih und Glied auf dem Nachbarfeld?  Es ist das zweitwichtigste Exportgut Costa Rica , die Ananas,  die sich in verschiedenen Größen von Baby Ananas bis zur und großen Frucht ernten lässt.  Nach drei, sechs, oder zehn Monaten ist die Ananas hier ernte-fähig, je nachdem welche Größe und Süße-Intensität man bevorzugt.

Und dann ist da noch die Papaya, die überall in  Costa Rica wächst und gerne in den verschiedensten Speisen,  Konfitüren oder  anderem Fruchtmischungen verarbeitet wird.  Leuchtend orange ist sie überall am Straßenrand zu sehen. Bereits am Vormittag konnte ich entlang meines Weges einen Tukan bei der Verspeisung einer Papaya beobachten. Das kann ja heiter werden, denke ich bei mir , das ist ja eine richtige Papaya-Tour.  Nach so vielen fruchtigen Erlebnissen am ersten Tag meiner Reise durch Costa Rica freue ich mich , aber nächsten Tag das wichtigste Erzeugnis des Landes, den Kaffee und seinen Anbau in Augenschein zu nehmen und mache mich auf zu einer der berühmtesten und ältesten Kaffeefarmen des Landes.

Keine Spur von kaltem Kaffee – der spannende Weg von der Frucht zum Heißgetränk

Wie gut, dass ich die um diese Jahreszeit im Januar verregnete Karibik, die als Paradies für Surfer und Freunde der rauchbaren Rauschmittel gilt, links liegen lasse und mich ins Hochland aufmache, in die Gegend um den Ort Turrialba.

Bereits auf meinem Weg zur Kaffeefarm treffe ich auf Menschen links und rechts des Straßen Randes, die Körbe gefüllt mit  roten Kaffee Kirschen auf dem Rücken tragen, es sind Kaffeepflücker, die in den Plantagen arbeiten und die Früchte ihres Tagewerks zu bestimmten Sammelpunkten tragen. Was es damit auf sich hat, werde ich später noch erfahren .

Ich treffe auf Willman Solano, der hier Tourismusmanager und Gästeführer auf der ältesten Kaffeefarm Costa Ricas ist. Gegründet wurde diese Kaffeefarm von Bauern im Jahr 1890, die die Eisenbahn zum Hafen von Limon, einer Stadt an der Karibik nutzen wollten.

viel ist noch von den historischen Gebäuden der ursprünglichen Kaffeefarm zusehen, wie etwa die kleine Kirche auf dem Gelände, die vor über 100 Jahren aus Europa hierher gebracht und aufgebaut wurde . Die Glocke ist aus Deutschland erzählt mir Wilman.

der Name der Kaffee Farm komponiert sich aus den Namen der Naturkräfte in der Region, dem Vulkan Turialba und dem Fluss Aquiaris, aus dem das Wasser für die Rösterei, in der Kaffee produziert wird, kommt, markant für seine besonders weiche Qualität.

Ich lausche interessiert Wilman, der mich in die Geheimnisse des Kaffeeanbaus einweiht, während ich mit ihm einen Spaziergang über die steil hinauf gehende Plantage unternehme und mich der Aussicht über das umliegende Land erfreue.

Der Kaffee aus Costa Rica ist von sehr hoher Qualität, erklärt mir Wilman, der ursprüngliche Kaffee kommt aus Äthiopien, von einer Pflanze, die sich in drei Arten teilt, eine davon ist Robusta, eine weitere Arabica, die hier angebaut wird. Die 3., diese heißt Liberia, die selten zu finden ist.

Auf dieser Farm wird eine Arabica-Sorte mit Robusta-Mischung angebaut. Wenn die Pflanzen 10 cm hoch sind, beginnt die Kombination der Pflanze, nach 6 Monaten werden sie auf dem Feld ausgepflanzt und erst nach 2 Jahren erfolgt die erste Ernte, die Pflanzen können 100 Jahre alt werden, kommen aber hier nur 25 Jahre zur Nutzung. Das meiste Quellwasser der Region, fährt Wilman fort, wird von der Kaffeefarm verwendet. Die flüssige Schicht unter der Schale der Kaffeebohne, die den Kern umgibt wird „Musilago“ genannt und schmeckt süß wie Honig. Sie wird daher der Honig des Kaffees genannt.

Die roten Kaffeekirschen sind nach sieben Monaten ernte-fähig, die Saison geht von Juli bis Februar. Hierzulande sind die Konditionen für den Kaffeeanbau perfekt. Der Vulkan Turrialba in der Nähe, das warme Wetter und die Berge machen die Mischung aus. Die Schale, der Saft und das Klima erzeugen den Geschmack, der Säuregehalt ist hier im Hochlan höher, dadurch werden die Bohnen dicker. Und wenn die Schale dicker ist, wird auch mehr Honig produziert, der das Aroma bestimmt.

Nun erfahre ich mehr über die Pflücker, die ich bereits am Morgen auf meinem Weg hierher angetroffen habe. Sie sollen nur die roten Kirschen pflücken. 30 Minuten dauert es, bis ein Korb voll ist und 1200 Pflücker pro Tag werden für 700 ha gebraucht, davon stammt die Hälfte aus Nicaragua und die andere Hälfte aus der Region. Die Pflücker werden nach Korb bezahlt, normalerweise 1000 Colonnes pro Korb, das sind etwa 1,32 Euro. Auf dieser Farm 1500, also fast 2 Euro. Ein Korb enthält etwa 12,5 kg, das sind 20 Liter Kaffee. Die Pflücker füllen täglich circa 10 Körbe, schnelle Arbeiter sogar 15 erfahre ich. Und was passiert nach der Ernte will ich von Wilman wissen? Nach dem Pflücken kommen die Kirschen in die Fanega, das ist ein Sammelbecken, dann werden die Früchte gewaschen und anschließend 32 Stunden getrocknet bei 60 Grad. Diese Trocknung erfolgt durch die Hitze eines Holzofens, die natürliche Wärme aus Holz erhält das Aroma besser, als künstliche Hitze. Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit den Kaffee zu trocknen, eine aufwendigere und kosten-intensivere: Durch Sonnenwärme, um den Honig auf den Bohnen zu erhalten und ein besonderes Aroma zu erreichen, das dauert geschlagene zwei Wochen. Die Bohne absorbiert bei dieser Trocknung den Honig. Dieser Kaffee ist 4x teurerer als der Luftgetrocknete. Meist wird der fertige Kaffee ungeröstet exportiert, wenige Mengen auch geröstet für den heimischen Markt und nach der Röstung muss der Kaffee dann noch einen Monat liegen zur abschließenden Trocknung, schließt Wilman seine ausführlichen Erklärungen ab, denen ich in einem erlebnisreichen Rundgang über die Farm und ihrer Produktionsstätten gefolgt bin. Nun aber ist es Zeit, die Ergebnisse dieses aufwendigen Produktionsprozesses zu verkosten. Wilman lädt mich in das Gästehaus der Plantage ein, wo schon Cathrine und Anne, zwei adrett in den Farben Costa Ricas in rot und blau gekleidete Damen auf mich warten und mir mit Blick auf die zuvor besuchte Plantage das herrliche Heißgetränk in zwei Varianten kredenzen. Der Geschmack des Honig-Kaffees, dessen Trocknung ich als sehr aufwendig kennengelernt habe, überrascht mich ob seiner Süße. Kräftig kommt dagegen die andere Variante daher und verrät die Kombination aus Robusta und Arabica. Viel habe ich an diesem Tag über das dunkle heiße Getränk gelernt, dass wir täglich zu uns nehmen und weiß künftig den Genuss noch mehr zu schätzen ob des Arbeitsaufwandes, der dahinter steht.

Wer findet den Quetzal ? Ein Vogel mit Mythos

Mein Weg führt mich weiter durch das Hochland Costa Ricas. Ich verweile zur Erholung in der Gegend um die Stadt Turrialba, die mit ihren angenehmen Temperaturen um die 23 Grad eine wohltemperierte Abwechslung zum sonst sehr heißen Teil des Landes besonders an der noch zu entdeckenden Pazifikküste bietet. Ein malerisches Landhaus in fast englisch anmutendem Stil mit prächtig angelegten Gärten bietet mir dafür eine geeignete Umgebung zur Erholung, bevor ich mich auf 2200 Höhenmeter in den Ort San Gerado de Dota begebe. Trogon heißt mein nächstes Ziel hier, das bedeutet nicht weniger als „Dorf“ in der Sprache der indigenen Ureinwohner. Hier ist es bereits richtig kalt mit 12 Grad. Ich begebe mich früh am Morgen vor Sonnenaufgang auf die Suche nach dem heiligen Vogel der Maya, dem Quetzal. Und weil sich mein Guide mit dem Namen Vend so gut auskennt, gelingt es tatsächlich ein außerordentlich schönes, männliches Exemplar und kurz darauf auch ein zugehöriges Weibchen zu erspähen. Der markante hoch fiepende Ton verrät seinen Aufenthaltsort in den dichten Bäumen. Das Männchen trägt einen langen grünen Schweif, mit dem sein Flug besonders anmutig aussieht. Die rote Brust unter dem leuchtend grünen Federkleid , die wie eine rote Weste anmutet, bekommt man nur im Flug zu Gesicht. Auf dem Kopf trägt er einen Kamm aus aufgestellten Federn, der wie eine lustige Stehhaar-Frisur aussieht. Das Weibchen hat keinen Schweif und ist hellgrün mit blau schimmernder Brust. Ich lerne, dass gerade jetzt im Januar die Zeit der Paarung beginnt, im Umkreis von einem Kilometer nistet immer nur ein Paar. Gerne sucht sich der Quetzal leere Spechthöhlen als Nistplatz. Der seltene Vogel ernährt sich vor allem von Mini-Avokados, die hier im Hochland wachsen. Auch Himbeeren stehen auf seinem Speiseplan. Erfreut über diesen morgendlichen Schatzfund starte ich in den Tag und mache mich auf, raus aus der Költe des Hochlands in das Dorf der Boruca, einem Stamm im Südwesten Costa Ricas. Für Faultiere ist es hier oben zu kalt, aber immerhin habe ich den sagenumwobenen Vogel Lateinamerikas gefunden!

Das Dorf Boruca ist bekannt für seine Maskenschnitzerei, die auf einer alten Tradition beruht, nämlich dem traditionellen Fest der Boruca Gemeinschaft, das jedes Jahr zwischen dem 30. Dezember bis zum 2. Januar gefeiert wird. Es ist eine der ältesten Traditionen der Boruca-Ureinwohner, weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt für sein hohes künstlerisches Niveau. Dieses Fest stellt den ewigen Kampf der indigenen Kultur dar, trotz der Fremdeinwirkung anderer Kulturen, die eigene Identität zu bewahren. Und zu diesem Fest werden Masken getragen, die aus Balsa-Holz gefertigt sind. Farbenprächtig und detailreich kommen die Masken daher, geschnitzt mit einem Messer, denn das Holz ist nicht sehr hart. Es dauert bis zu einer Woche, bis eine solche Maske fertig ist. Interessiert schaue ich Schnitzerin Martha zu, die in dem kleinen Dorflokal sitzt umringt von atemberaubenden Stücken ihrer Kunst. Die traditionellen Masken zeigen Gesichter und Elemente der Natur. Die modernen Masken dagegen zeigen Kombinationen aus Menschengesicht, Naturelementen und Tieren. Dargestellt werden soll damit, dass die Boruca im Einklang mit der Natur leben, vor 40 Jahren hat sich dieser neue Stil etabliert. Ein Eldorado für Maskensammler denke ich mir beim Anblick der prächtig gefertigten und gefärbten Masken dieser kleinen ursprünglichen Gemeinschaft.

Nun aber will ich mehr Natur kennenlernen, denn schließlich gilt Costa Rica als das Paradies der Naturelemente in seinen verschiedenen Klimazonen, die in dem nur 51.100 Quadratkilometer kleinen Land mit seinen rund 5 Mio. Einwohnern anzutreffen sind.

Im Einklang mit der Natur im Corcovado-Nationalpark

Natur pur erlebe ich im Corcovado Nationalpark  nahe der Pazifikküste, und mitten im Dschungel. Im Einklang mit der Natur lässt sich hier ein unverwechselbares Gefühl der Ursprünglichkeit erleben. Grillen zirpen in den Baumwipfeln, der Ruf der Brüllaffen ist weithin zu hören, Tukane geben ihre unverwechselbaren Laute von sich und ein Gewirr von Tierstimmen erfüllt den Wald. Ganz besonders eindrucksvoll ist dabei die Reaktion der Tiere kurz vor dem Sonnenaufgang und vor allem unmittelbar nach dem Sonnenuntergang. Das Erwachen des Tages wird vor allem von den Vögeln lautstark angekündigt, allen voran die Ara-Papageien mit ihren kräftigen und weithin hörbaren Stimmen. Genießt man die aufsteigende Sonne wie ich an diesem Morgen auf einem Canopy-Turm mitten im Wald, wohnt man einem eindrucksvollen Tagesbeginn bei. Nebelschwaden erheben sich aus den Wäldern, das Tierleben erwacht, Aras ziehen laut krächzend über meinen Kopf hinweg zu ihrem Tagesquartier. Unter mir irgendwo im grünen Dickicht der Bäume unterhalten sich Affen lautstark miteinander und ein einsamer Tukan begrüßt auf der Spitze eines toten Baumes den sonnigen Tag.

Ich mache ich auf zu einer spannenden Unternehmung , und begebe mich auf eine Wanderung durch den Corcovado Nationalpark. Los geht’s mit einigen Mitstreitern und meinem Erfahrenen Guide Alves zuerst mit dem Traktor-gezogenen Gespann mitten durch den Rio Rincon, der zu dieser Jahreszeit im Januar nicht viel Wasser führt und mit einem zuverlässigen Gefährt wie dem Traktor sicher durchquert werden kann. Das Wasser spritzt an den Seiten hoch, als das Gespann den Rincon erreicht, ein Gefühl von Wildnis stellt sich ein, einige Schmuck-Reiher suchen das Weite, ein paar Jesus- Läufer machen ihrem Namen alle Ehre und sprinten über die Wasseroberfläche zum Nähen Ufer. Wie flink diese leguanartigen Echsen doch unterwegs sind. Immer wieder lässt Alves den Wagen anhalten und zeigt uns wilde Tiere in der Umgebung. Auf einem Baum sitzt ein rotes Ara-Paar, Adler und Falken säumen unseren Weg, bis wir am Nationalpark- Basis-Camp ankommen und von dort zu Fuß aufbrechen zu einem Wasserfall mitten im Wald. über Stock und Stein, glitschige   Abstiege hinab und unwegsame Pfade hinauf geht es wohl eine gute Stunde kreuz und quer durch den Wald. Wie gut, dass Alves als erfahrener Führer den Weg kennt. Ein Rauschen kommt näher, wir erreichen den klaren Wasserfall mitten im Wald, der in ein blaues Becken mündet, bevor er sich in einen rinnenden Zufluss des Rincon verliert.

Ein Frosch hüpft wie zur Begrüßung von einem Stein zum anderen an mir vorbei. Ruhe stellt sich mitten im Wald ein durch das immerwährende Rauschen des Wassers. Erholung und Natur-Genuss erleichtern den bevorstehenden Rückweg auf derselben Strecke. Es raschelt in den Bäumen, da springt ein schwarz-weisser Affe durch die Wipfel. Es ist der Kapuziner-Affe, der hier auf Nahrungssuche ist. Interessiert schaue ich ihm beim Verzehr einer Frucht zu, bevor ich meinen Weg fortsetze.

Der Tag geht. Und wieder ist da der besondere Moment, in dem die Tierwelt die Nacht begrüßt. Wie schon am Morgen beginnt diesmal direkt nach dem Versinken der Sonne ein lautes Zirpen in allen Bäumen, dass es schon ohren anmutet, Vögel singen lautstark ihr Lied. Es ist wie ein Ruf der Erleichterung, dass die Hitze des Tages nun der Brise der Nacht weicht. Der Dschungel beginnt zu leben.

Paradiesischer Pazifik oder die Strände aus dem Bilderbuch

Natur macht süchtig und da ist es kein Wunder, dass ich nach mehr Abenteuer in Costa Rica suche. Endlich erreiche ich die Pazifikküste mit ihren herrlichen und sehr gepflegten weißen Stränden, lasse mich von malerischen Sonnenuntergängen begeistern und genieße palmengesäumte Strände unter astral blauem Himmel bei türkisblauem Meerwasser wie sie ein Urlaubskatalog nicht besser hätte abbilden können. Der angrenzende Manuel Antonio Nationalpark unweit des Ortes Quepos ist ein beliebtes, aber nicht unbedingt ergiebiges Ziel für Naturbeobachtungen. Da bin ich bereits verwöhnt aus dem Corcovado Nationalpark und wundere mich ob der bequem ausgebauten Wege durch den Park auch wenig über die in Flip-Flops dahin strömenden Touristenmassen, die sich lautstark durch die künstliche Wildnis bewegen in der Hoffnung, hier ihre ultimative Wildlife-Begegnung zu erleben. Immerhin ist der zugehörige Strand des Manuel-Antonio-Nationalparks, der auch zum Baden besucht werden darf, einer der atemberaubendsten der Gegend, wenn man sich denn früh morgens hierher begibt, bevor die Menschenmassen anrollen.

Doch wo ist dass Faultier, dass ich seit Tagen suche und das vor allem hier an der Pazifik-Küste so zahlreich vorkommen soll, dass es mitunter über die Straßen krabbelt oder sich an Stromkabeln entlang hangelt? Zahlreiche Erzählungen und Dokumentationen kursieren davon, mir scheint das Symboltier des Landes verborgen zu bleiben. Meine Stunde des hautnahen Erlebnisses wird noch an einem ganz anderen Ort kommen, wie ich später erfahre.

Nervenkitzel am Tárcoles-River – wer bezwingt den Kaiman?

Zunächst widme ich mich auf dem Weg zurück in die Hauptstadt noch einem ganz anderen Wildtier dieses Landes, das zu Wasser unterwegs ist. Dem Krokodil, genauer gesagt dem Kaiman mit seiner bis zu 5 Metern stattlichen Länge.

Die Flussmündung Guacalillo des Tárcoles-Flusses erwartet mich mit einer der größten, wildlebenden Krokodilbestände weltweit. Nervenkitzel bei einer Bootsfahrt mit meinem Guide Vargas, einem wagemutigen Gesellen, ist vorprogrammiert. Was als beschauliche Bootsfahrt durch die gezeitenabhängigen Mangroven beginnt und mich zur Ruhe bringt, ob der vorbeiziehenden, dichten grünen Baumlandschaften, deren Äste tief in das undurchsichtige Wasser hinabhängen, wird nach einer Weile zu einem echten Fluss-Abenteuer. Doch zunächst erlebe ich eine Vogelwelt, die selbst erfahrenen Ornithologen das Herz höher schlagen lassen dürfte. Pelikane ziehen an meinem Boot vorbei und versammeln sich auf einer Sandbank in großen Kolonien an der Flussmündung zum offenen Meer, Adler, Falken und Tukane säumen meinen Weg. Ein seltsamer, pinkfarbener Vogel, der mit breitgeklopftem Schnabel den Anschein ein aus der Art geschlagener Flamingo zu sein erweckt, posiert über mir auf einem Ast. Es ist ein rosa Löffler, erklärt mir Vargas. Ein sehr seltener Vogel, die fast ausschließlich an der Pazifikküste dieser Region vorkommt. Welch ein beeindruckendes Ökosystem!

Doch dann ist es soweit. Auf einer Sandbank räkelt sich ein noch recht junges aber schon kräftiges Exemplar eines Kaimans in der Sonne, das Maul weit geöffnet, um die Hitze zu kompensieren und den eigenen Körper zu temperieren, Denn Krokodile können nicht schwitzen.

Davon mehr bitte! Mein Wunsch ist Vargas Befehl, er lässt Sergio, den Bootsführer Gas geben und wir hüpfen über die Wasseroberfläche zu einer weit entfernten Sandbank. Ein Falke erwartet uns bereits. Ich schaue unter mich an den Bootsrand und entdecke zwei Augen, die unbeweglich im Wasser lauernd jede Bewegung wahrnehmen ohne selbst preiszugeben, welchem Körper sie zugehören. Ein fast 5 Meter langer Kaiman erwartet uns schon. Und dort auf der Sandbank liegt noch ein Exemplar, groß und kräftig mit weit geöffnetem Maul, das orangefarbene Innere und die dicht säumenden Zähne des Kiefers gut sichtbar. Vargas steigt zu meinem Entsetzen aus dem Boot und stellt sich in das seichte Uferwasser. Nicht nachmachen, ruft er mir grinsend zu und hält einen Hähnchenschenkel in der Hand. Auf den scheint der Kaiman im Wasser gewartet zu haben und die Augen tauchen auf. Zum Vorschein kommt ein mächtiger Körper, dessen Maul sich weit öffnet. Die Belohnung fliegt ihm ins Maul. Besser so, denke ich, denn vielleicht hätte er sich sonst alternativ den Werfenden zur Beute genommen. Ein Problem wäre das kaum, diese Tiere sind Beute in der Größe gewohnt. Vargas steigt zurück ins Boot. Keine Panik, ich bin seit 20 Jahren Profi, erklärt der Krokomann nüchtern. Letztes Jahr hat hier ein Tourist aus Nicaragua im Fluss gebadet. Eine schlechte Idee, wie sich nach kurzer Zeit herausstellte, erzählt mir der Tourführer. Es dauerte nur 45 Sekunden, dann hatten drei Krokodile den Mann zerfetzt. Man sah eines mit einem Arm davonschwimmen, ein anderes hatte den Korpus im Maul. Die Kleidung fand man später einige Kilometer flussaufwärts an den Strand gespült, sie stand nicht auf dem Krokodils-Speiseplan, schließt Vargas seine grausige Anekdote, die er als Crocodile-Dundee von Costa Rica wohl gerne jedem Ausflügler als Warnung zum besten gibt, hier nicht baden zu gehen. Umso mehr wundere ich mich über die Fischer mit ihren Netzen in kleinen Booten, die ich auf meinem Rückweg ans Ufer passiere. Wenn das kein Naturerlebnis war, resümiere ich dieses Abenteuer auf meinem Weg zurück in die Hauptstadt San José. Wo ist denn nur das Faultier, fällt es mir wieder ein. Ob ich das noch zu Gesicht bekomme?

Das Faultier – Symbol und Segen Costa Ricas

Bevor ich mich noch einige Tage dem Stadtleben widme und den Mensch wieder in den Mittelpunkt meiner Reise stelle, will ich die Frage nach dem Faultier noch klären. Welch ein Glück, auf eine sachkundige Hotelrezeptionistin zu treffen! Die Tukan Rescue Ranch, eine Auffangstation für Wildtiere befindet sich nur 20 Autominuten entfernt vom Zentrum. Dort gibt es aber nicht nur Tukane, vor allem das lang gesuchte Faultier ist dort hautnah zu erleben. Ich treffe auf Andres Saenz Bräutigam, einen deutschstämmigen Costa Ricaner, der hier als Tierarzt arbeitet mit seinem Team. Seit sechs Jahren ist er in der Station und hat es sich zur Aufgabe gemacht, verwundeten Faultieren ein neues Zuhause zu geben. Gegründet wurde die Ranch von Leslie 1973. Ziel der Station ist es, Tiere aufzunehmen, die in der freien Wildbahn nicht lebensfähig sind. 2004 wurde die Ranch in eine Stiftung mit Publikumsverkehr umgewandelt. Die Tiere kommen meist unterernährt oder verwundet in die Station und werden dort mit geeigneter Nahrung und Pflege stabilisiert. Die Station lebt von Spenden und Eintrittsgeldern, eine staatliche Förderung gibt es nicht, wohl aber eine Zusammenarbeit im Sinne von Schulungen von staatlichen Rangern. In der Station werden viele verschiedene Tiere betreut, wie Papageien, Faultiere, Affen, Ozelote, Eulen, Tucane und andere Lebewesen der Region. Auf der Ranch arbeiten 10 festangestellte und etwa 14 Voluntäre erfahre ich. Seit 2007 gibt es hier Faultiere, das erste hieß Millie. Viele der Tiere werden schion bald wieder ausgewildert, denn der Ranch angeschlossen ist ein Auswilderungsgebiet.

Und da ist es endlich, Lapie, die Faultierdame wird in einer Waschschüssel von einem Mitarbeiter herangetragen. Bequem hat sie es dort und glücklich schaut sie aus, wie alle Tiere auf der Ranch. Lebendig und aufmerksam sind die Tiere und zeigen einen gesunden Zustand.

So auch Lapie, die sogleich an dem bereitgestellten Geäst zu klettern beginnt und gar nicht das Sinnbild der Langsamkeit darstellt, wie es von Faultieren immer behauptet wird. Sie ist ein Drei-Zehen-Faultier, dessen Natürliche Feinde Jaguar, Ozelot und Harpie sind. Es lebt im Flachland, im Gegensatz zu seinem langhaarigen Artgenossen, dem Bergfaultier, das ich auch auf der Ranch in Augenschein nehmen kann. Langsam sind Faultiere nur, wenn sie sich ausruhen, lerne ich. Und sie sind gefährlicher, als man denkt. Die Krallen, mit denen sie sich am Baum sicher festhaken können, sind auch zuverlässige Verteidigungsinstrumente, seine Zähne sind scharf und die Muskeln der Arme kräftig, dass sie einem Gegner, auch einem Menschen, problemlos den Knochen brechen können. Ein Faultier ist nicht wehrlos, lerne ich an diesem Tag! Und die sonst so grüne Farbe des Fells, die bei Faultieren in freier Wildbahn markant ist und hier fehlt, rührt von einem sehr bedeutenden Umstand her. Faultiere haben, rührt von einer Motte her, die ihr ganzes Leben im Fell ihres Wirtes verbringen und dieses reinigen. Dadurch entstehen Algen. Das Faultier setzt nun seinen Kot auf dem Boden ab und klettert dazu vom Baum herab. In diesen Kot legt die Motte ihre Eier ab und dort entstehen neue Motten, die wieder Algen prouzieren, der Kot dient zudem als Dünger für die Bäume, auf denen das Faultier wohnt, die Algen als fettreiche Ergänzung des Speiseplans. Ein perfekter Kreislauf der Natur! Viel habe ich an diesem Tag über das Symboltier Costa Ricas gelernt, dass ich auf meiner ganzen Reise gesucht und hier endlich gefunden habe!

Im Großstadtdschungel – lebhaftes San José

Doch noch mehr kann ich erleben in diesem kleinen Land zwischen zwei Ozeanen. Die Hauptstadt wartet auf Entdeckung. Gladys Jaquez Cabalceta, von Haus aus Biologin, ist heute meine Reiseleiterin, die mir die Stadt einmal auf anderen Wegen zeigen will, als sie der normale Tourist mit einem Reiseführer-Buch erkundet. Natürlich lerne ich, dass die markante Kathedrale im Zentrum der Innenstadt den Mittelpunkt der kreuzförmig angeordneten Kirchen San Josés bildet und dass die verschiedenen Baustile der Stadt vor allem von den zahlreichen Erdbeben der Vergangenheit herrühren. Und der beliebte Zentralmarkt ist eigentlich nur ein Touristenmagnet, der Markt für Einheimische befindet sich in einer der Parallelstraßen Calle 6, Merced. Aber Straßennamen sagen hier nichts in Costa Rica. Niemand wird Dein Haus finden, wenn Du ihm seine Straße nennst, erklärt mir Gladys. Will man einen Ort erklären, nennt man immer die Gebäude oder Merkmale darum herum. Also etwas das blaue Haus neben der Kirche vom heiligen Antonius, direkt gegenüber von Manuels Gemüseladen. Und so werden auch Briefe adressiert. Kein Postbote findet Straßennnamen. Eine skurrile Art der Beschreibung, aber so kommunizieren die Menschen hier miteinander. Gladys nimmt mich mit, wir fahren mit dem Linienbus hinaus aus dem Zentrum, in ein Gebiet, dass Coca Cola genannt wird, weil hier früher ein Werk des Erfrischungsgetränke-Herstellers stand. Von dort geht es nach Escazu, einem trendigen Vorort von San José mit traumhaftem Ausblick über die Stadt. Viele europäische und nordamerikanische Einwanderer haben sich in Escazu und Santa Ana niedergelassen, weil es physisch in der Nähe von San Jose liegt und dennoch so weit weg von der geschäftigen Stadtatmosphäre zu sein scheint. Escazu wird auch die Stadt der Hexen genannt. Die Erklärung stimmt eher nachdenklich. Denn nach Costa Rica kamen in der Vergangenheit viele orthodoxe Juden als Auswanderer. Diese trugen lange schwarze Mäntel und hatten eigentümliche Frisuren. Von den Einheimischen wurden sie daher mit Hexen verglichen. Heute ist das Symbol des Ortes eine Hexe auf einem Besen und man belustigt sich über diesen Umstand. Und weil hier wie fast allerorts in Costa Rica zum Tag des Ortsheiligen eine bunte Parade mit Kostümen und Masken abgehalten wird, bildet die Hexe dort eine zentrale Figur. Es ist hier der Heilige Antonius. Und genau den Mann, der in diesem Ort die Masken und Kostüme herstellt. besuche ich mit Gladys direkt in seiner Werkstatt. Don Gerado Montoya heißt er und ist 66 Jahre alt. Erst vor fünf Jahren hat er angefangen die Masken zu bauen. Die Technik hat er von seinem Grossvater gelernt. Die Gesichter sind alle von Charakteren, die im Dorf gelebt haben. Ich höre und sehe, dass die Masken aus Pappmaché gefertigt werden, zuerst wird die Figur auf eine Form gebaut, die später abgenommen wird durch aufschneiden. Zentrale Figur der echten Charaktere ist „Julietta“, eine Dame, die das Essen für die Bevölkerung zubereitet hat und immer tänzelnd herumlief, daher wackelt sie auf der Parade mit dem Hinterteil. So hat jeder der dargestellten Persönlichkeiten eine Eigenschaft, die parodiert wirde. Es dauert einen Monat bis zur Fertigstellung einer Figur, wenn das Wetter schön ist, denn zum trocknen der Pappe braucht es Sonne.

Jede Gestalt hat ihre Geschichte, wie die vom betrunkenen Mann, der torkelnd nach Hause ging und eine vermeintlich schöne Frau auf der Straße traf, die aber einen Pferdekopf hatte, die Cegua, das ist das Moralbild der gehörnten Ehefrau. Die Figuren weisen mit 20 Kilogramm kein leichtes Gewicht auf.

Stundenlang könnte ich Don Gerado noch zuhören, viel mehr könnte ich von San José und Costa Rica entdecken und lernen, über die Menschen, ihre freundliche Lebensart und die bunte Mischung von Charakteren, die durch intensive Einwanderung entstanden ist. Costa Rica ist bunt, farbenfroh, zuweilen laut, nie langweilig und voller Erlebnisse. Das ruft nach Wiederkehr in das kleine Land an den zwei großen Ozeanen mitten in Lateinamerika!

Infobox Costa Rica

Wie kommt man hin:

Lufthansa fliegt derzeit zweimal wöchentlich ab Frankfurt nach Costa Rica

Einreise in Corona-Zeiten: Bei der Einreise muss lediglich ab 48 Stunden vor der Einreise ein Formular online ausgefüllt werden. Der danach zugesendet Barcode muss an der Grenze vorgezeigt werden zum Scan: https://salud.go.cr/

Bei der Rückreise aus Costa Rica sind aktuell gültige Einreiseverordnungen für Deutschland und die Bundesländer anzuwenden.

Währung: In Costa Rica gilt der Colon, 1 Euro = 730 Colon [Stand Januar 2021], gerne genommen werden auch US-Dollar, vielerorts werden die Preise bereits direkt in Dollar ausgewiesen.

Rundreisen und Touren:

Individuell gestaltete Touren höchster Qualität bietet die landesansässige Income-Agentur Ara-Tours, die in Deutschland mit vielen Reiseanbietern zusammenarbeitet, darunter Papaya-Tours.

Über Ara-Tours direkt lässt sich als Privatperson keine Reise buchen.

https://www.aratours.com/ und https://www.costa-rica-reisen.net/reiseveranstalter-fur-costa-rica

Die Tucan Rescue Ranch lässt sich einfach erreich von San José mit dem Taxi oder Uber-Car. Die Tickets muss man vorab auf der Internetseite buchen:

https://toucanrescueranch.org/

Gute Touren in und um San José lassen sich als Tagesausflug leicht über den Anbieter Lonely Planet buchen, die Masken-Tour in der Hauptstadt findet man hier:

https://www.lonelyplanet.com/costa-rica/activities/san-jose-tapas-traditional-masks-and-escazu-visit/a/pa-act/ua-COSTA1/358221

Hotel-Tipp in San José:

Colonial-Hote: 3-Sterne-Hotel mit unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis direkt im Zentrum mit kolonialem Flair und sehr hilfsbereitem Personal

http://www.hotelcolonialcr.com/

Hotel-Tipps auf einer Rundreise:

Corcovado Nationalpark: Danta Corcovado Lodge www.dantalodge.com

TURRIALBA Hotel Casa Turire www.hotelcasaturire.com

SAN GERADO DE DOTA Trogon Lodge www.trogonlodge.com

Do & Don´t:

Costa Rica ist ein weltoffenes Land mit freundlichen Menschen, die gerne auch Freundlichkeit zurück bekommen. Es ist kein armes Land, die Menschen sollten daher nicht wie Bettler sondern mit Respekt behandelt werden.

Trinkgelder sind in Costa Rica nicht üblich, werden aber gerne gesehen.

Costa Rica ist ein bekennendes Nichtraucher-Land. Rauchen ist in allen Hotels und Gaststätten sowie unmittelbar in deren Nähe verboten.

Es ist verboten, Selfies mit wilden Tieren zu machen, die einem im Land begegnen, etwa mit Faultieren oder Affen im Hintergrund.

Diese Reise wurde durchgeführt mit freundlicher Unterstützung von ara-tours und deutscher Koordination von Papaya-Tours

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