AUSGEFAHREN! ZUM ABSCHLUß NOCH MAL LEOGANG

Auf Traumfirn ins Glemmtal

Ausgefahren! Die Ski-Reporter von Reise-Stories.de unterwegs im Schnee, um aktuell zu schildern, wie es auf den Pisten aussieht. Diese Woche das letzte Mal: Leogang im Salzburger Land

Der Frühjahrsfirn lässt Träume wahr werden

Das war endlich mal wieder ein Winter – ein Winter, wie er früher einmal war. Schnee bis spät ins Frühjahr. Und jetzt funkeln die Hänge in der Frühjahrssonne, als habe jemand Diamanten über die Berge geschüttet. Das ist nach der frostigen Periode mit viel Pulverschnee die Zeit der Genuss-Skifahrer, die zum Abschluss der Saison auf sonnenüberfluteten, gleissenden Firnhängen jubelnd ins Tal  schweben. So wie auf den Hängen hoch über der kleinen Gemeinde Leogang im Salzburger Land. Du musst nur früh genug dran sein. Langschläfer bringen sich um den wesentlichen Teil eines grandiosen Skitags. Der beginnt für uns um neun Uhr oben am Asitz. Vom Leoganger Hausberg gleiten wir hinüber in Richtung Saalbach. Und bereits die ersten Spuren lassen ahnen, was das für ein Skitag wird und alle diejenigen erwartet, die – dem Sonnenlicht folgend – die frühlingshaften Pistenbedingungen richtig ausnützen. Am Wildenkarkogel lockt gleich die erste Abfahrt hinunter ins Glemmtal in den Saalbacher Ortsteil Jausern.

Seitdem diese Abfahrt regelmäßig beschneit wird und bis ins Frühjahr offen ist, wird beim Schwingen auf den breiten Hängen bis zur Talstation der modernen Schönleitenbahn das Juchzen immer lauter. Unten im kleinen gemütlichen Café “Hochwart Tenne” rasch einen Espresso geschlürft – dann bringt uns eine der komfortablen Zehn-Personen-Kabinen zügig wieder nach oben auf rund zweitausend Meter. Von dort gleiten und schwingen wir abseits der stark frequentierten Standardpisten Hang auf Hang auf traumhaft weichem Firn hinunter bis nach Saalbach, von wo wir in wenigen Minuten hinüber spazieren zur Bernkogelbahn. Auch dort geht es zügig ohne Wartezeit hinauf in Richtung Reiterkogel – um die Hochalm-Südhänge so lange wie möglich auszukosten.

Hunger wird spürbar. Uns zieht es – wie oft – in die Roßwaldhütte mit ihrer vorzüglichen Speiseauswahl und einem liebenswerten Service, der auch bei großem Andrang zügig abläuft. Im Gegensatz zu vielen Skifahrern, welche die Sonne auf der großen Terrasse genießen, starten wir bald wieder. Denn die Sonne beginnt, ihre ganze Frühjahrskraft auszustrahlen. Es wird Zeit, sich auf den Heimweg zu machen. Deshalb rasch hinauf mit der Bahn auf den Zwölfer, Startplatz der Weltcupabfahrt. Die oberen, steilen Häng, hart

Zum Abschluss Kaffee in der Stöcklalm

und griffig, weiter unten jedoch, wo viele Skifahrer rund um die Winkler-Alm die Nachmittagssonne auskosten, wird der Schnee nass-weich und das Steuern der Ski entsprechend schwerer. Dies gilt vor allem für die Jausern, eine echte Herausforderung und nur für diejenigen einigermaßen problemlos zu schaffen, denen es gelingt, mit schwungvollem Tempo den nassen Schnee, fachmännisch Sulz, zu durchpflügen. Zum abschließenden Vergnügen wird hingegen die Abfahrt vom  Asitz hinunter nach Leogang; der Nordhang lässt sich auch nachmittags noch prima fahren. Bis zur Stöcklalm, wo zum Abschluss eine Tasse Verlängerter und köstlicher Topfenstrudel einen grandiosen Skitag abrunden und eine, wie uns die Leoganger Bergbahnen in ihrer Abschiedsbotschaft versichern, geniale Wintersaison ausklingen lassen, die viele Träume hat wahr werden lassen!

Informationen:
Saalfelden Leogang Touristik GmbH, Mittergasse 21a, A-5760 Saalfelden, T: 0043-6582-70660, Telefax: 0043-6582-70660-99, info@saalfelden-leogang.at
www.saalfelden-leogang.com

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