Abgefahren: Schweinsteigers Lebenstraum – endlich erfüllt!!

ABGEFAHREN!
Die Ski-Reporter von Reise-Stories.de unterwegs im Schnee. Jede Woche wieder! Um aktuell zu schildern, wie es auf den Pisten in … gerade aussieht. Dieses Mal im Tiroler Hochzillertal.

Pep Guardiola hatte verkündet: Schweinsteiger könne am Samstag, 11. April 2015, nicht an treten. Was für eine Fehlinformation. Denn NATÜRLICH startete er! Zwar nicht um 15.30 Uhr in der Allianz Arena gegen Eintracht Frankfurt mit der Nummer 31. Sondern bereits um 11.30 Uhr im Tiroler Skigebiet Hochzillertal mit der Nummer 1. Beim Riesenslalom um den Winzer Wedelcup.  Allerdings handelte es sich nicht um Bastian Schweinsteiger, sondern um Papa Schweinsteiger – Vorname Fred. Einem früheren Rennläufer. „Hundert Jahre habe ich davon geträumt“, verkündete der Bayer, „ein einziges Mal in meinem Leben mit der Startnummer 1 fahren zu dürfen – und heute hat sich dieser Traum erfüllt!“ Zudem auf großartigste Weise, denn: Vater Schweinsteiger war nur drei Sekunden langsamer als der österreichische Weltcup-Fahrer Romed Baumann! Was ungefähr so ehrenvoll ist, wie wenn der FC Fischbachau nur 3 Tore vom FC Bayern eingeschenkt bekäme.

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Fotos:

Beim Winzer Wedelcup im Hochzillertal rasant unterwegs: Fred Schweinsteiger – Vater von Bastian Schweinsteiger. Sämtliche Bilder wurden aufgenommen am 11. April 2015.

Fotocredit & Copyright aller Fotos dieses Reports:

Jupp Suttner

Text:

Jupp Suttner

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Den Start von derlei prominenten Assen wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und waren deshalb bereits früh morgens von Kaltenbach aus in das Skigebiet hoch gegondelt. Lohn des zeitigen Aufstehens: Traum-Schnee! Traum-Hänge! Und vor allem: traumhaft wenig Skifahrer unterwegs! Ein nachösterliches April-Glück in Weiß – während unten, im Tal, bereits eifrig die satt-grünen Fairways und Greens des Golfclubs Zillertal Uderns bespielt wurden.

Bis der Winzer Wedelcup um 11.30 Uhr gestartet wurde, absolvierten wir somit einen Run nach dem anderen. Dass der blaue Morgenhimmel allmählich von grauen Wolken verhüllt wurde – wenn schon: Hauptsache – zu dieser Jahreszeit noch so super Carven und Wedeln zu können!

RSFotoWinzerWedelCup2015SchweinsteigerAmStart
Fred Schweinsteiger und sein Lebenstraum – einmal mit der Startnummer 1 los zischen zu dürfen

Der Winzer Wedelcup, dies zur Information, wird seit 2012 im Hochzillertal ausgetragen – ein Riesenslalom, bei dem berühmte österreichische Weinproduzenten an zu treten pflegen. Bei den ersten drei Austragungen hatte jeweils jener Wein-Baron gewonnen, der sich gerne mit den Worten vor zu stellen pflegt: „Meine Frau ist viel berühmter als ich – sie heißt Lady Gager.“ Doch dieses Mal wurde Horst Gager aus Deutschkreuz im Burgenland, der den Beinamen „Marcel Hirscher der Winzer“ trägt und den berühmten Quattro-Wein („Der hält die Spur“) kreiert, entthront: Es siegte Hans Stiegelmar vom gleichnamigen Weingut am Neusiedler See.

RSFotoWinzerWedelCup2015KoeniginTanjaSnowboard
Mit Startnummer 100 ging auf dem Snowboard ins Rennen: Österreichs Weinkönigin Tanja I.

Da jedoch nicht nur Menschen an dem Event teil nehmen können, die Wein anbauen, sondern auch all’ jene, die einen guten Tropfen einfach gerne genießen, traten insgesamt 158 Ski-Freaks zum Rennen an. Das Startgeld betrug 25 Euro – inklusive einem klasse Buffet auf der berühmten Kristallhütte sowie dem unbegrenzten Genuss edelster Weine. „Dieser günstige Preis ist unser Dank“, so Martha Schultz und ihr Bruder Heinz, die gemeinsam die Bergbahn und den Golfplatz betreiben, „an alle Skifahrerinnen und Skifahrer, die uns den gesamten Winter über die Treue gehalten haben.“

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Zwei Ski-Ladies, die maßgeblich am Erfolg des Winzer Wedelcups 2015 beteiligt waren: Niederösterreichs Bauernbund-Präsidentin Klaudia Tanner (links) und Veranstalterin Martha Schultz

Gleichfalls 25 Euro hatte es tags zuvor gekostet, bei einem Jux-Rennen zu starten und kulinarisch sowie weintechnisch von der Crew der Wedelhütte (ähnliche Edelstätte wie die Kristallhütte) verwöhnt zu werden. Ein ABGEFAHREN der wunderbarsten Art also – und eigentlich sollte man mit dem Event die Saison beschließen. Besser geht’s ja nicht. Aber andererseits sind die Bedingungen zwischen 1.700 (Bergstation) und 2.500 m Höhe (höchster Punkt des Skigebiets) immer noch so fabelhaft, dass man sich hier vielleicht auch noch den Jazz-Brunch am 18. April (Details sehe unten) geben sollte. Unser Tipp für die nächsten Tage:

So früh wie möglich ins Skigebiet rauf.

Skifahren bis 13 Uhr. (Länger lohnt es sich kaum, denn ab diesem Zeitpunkt wird der Schnee super-super-super-sulzig, um es in Peps Dreier-Sprache aus zu drücken.)

Anschließend ein langer Essens- und Liegestuhl-Genießer-Aufenthalt entweder auf der Wedelhütte oder der Kristallhütte, die beide ganz oben liegen. Um 15.30 Uhr seufzendes Erheben aus dem Liegestuhl und Abfahrt auf Ski zur Bergstation, um mit der Gondel ins Tal zu jetten. (Talabfahrt auf Ski nicht mehr möglich.)

Oder aber ganz lange ganz oben bleiben – und auf einer der beiden Hütten übernachten: Sowohl die Wedel als auch die Kristall bieten 4-Sterne-Luxus!

Schließlich die dritte Variante: Um 13 Uhr nur ganz kurz was Kleines, Feines auf einer der  Hütten zu sch nehmen, anschließend so schnell wie möglich ins Tal – und dort noch 9 Löcher golfen. Oder auf der Driving Range üben. Letzteres ist kostenlos – wenn man im ungemein wohlfühligen 4****S-Boutique-Hotel Sportresidenz Zillertal übernachtet. Dort fand auch – im Restaurant „Genusswerkstatt“ – am Eröffnungsabend des Winzer Wedelcups zur Einstimmung ein 7 Gänge-Dinner statt, begleitet von Weinen aus Niederösterreich, deren Genuss-Regionen als Haupt-Sponsoren des WWC auf traten.

RSFotoWinzerWedelCup2015Siegerehrung
Siegerehrung des Winzer Wedelcups 2015 (von links): Österreichs Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager, Riesenslalom-Sieger Hans Stiegelmar, Österreichs Weinkönigin Tanja I., Veranstalterin Martha Schultz

Noch vor den 7 Gängen waren 18 Löcher auf dem Plan gestanden, denn erstmals wurde der Winzer Wedelcup mit einem Golfturnier kombiniert. Das beste Ergebnis der Kombination Ski/Golf schaffte in der VIP-Klasse – Fred Schweinsteiger! Seine beiden kickenden Söhne können stolz auf Papa sein. Wobei der Senior inzwischen ja längst selbst schon zur Berühmtheit avancierte.

Oder etwa doch nicht?

Nachmittags an der Talstation des Skigebiets. Einstieg in den Hotel-Shuttle-Bus, der uns Schneemenschen in die Sport Residenz zurück zu bringen trachtet.

Chauffeur: „Wir warten noch ein bisschen, denn der Höwedes soll auch noch kommen.“

Der Höwedes? Garantiert nicht. Stieg zwar zu Weihnachten in diesem Haus ab – aber nicht an diesem Wochenende. Da hat er mit Schalke zu spielen.

Chauffeur: „Ach ja – ich habe den VATER vom Höwedes gemeint!“

Wir: „Das ist ja lustig – denn der Vater vom SCHWEINSTEIGER ist auch da!“

Chauffeur: „Genau – den habe ich gemeint…“

Jupp Suttner

 

Infos über das Skigebiet:
ski-optimal.at

Infos über das Hotel:
sportresidenz.at

Infos über die Hütten:
wedelhuette.at
kristallhuette.at

Infos über die Region:
kaltenbach.at
zillertal.at

Infos über das Land:

tirol.at
austria.info

Wer sich jetzt bereits für den nächsten Winzer Wedelcup (7. bis 9. April 2016) an melden möchte:
winzerwedelcup.at

Wer jedoch vorher noch beim Saison-Finale des Skigebiets dabei sein möchte – dem bietet sich eine ideale Gelegenheit am 18. April 2015, wie einer Pressemitteilung der Agentur mk (Salzburg)  zu entnehmen ist:

Beim Sonnenskilauf in Ski-optimal Hochzillertal Kaltenbach ist der Jazzbrunch auf der Kristallhütte längst Kult. Die auf skiresort.de zum sechsten Mal in Serie gekürte beste Skihütte interpretiert mit diesem Lifestyle-Event den Schneewalzer auf jazzige Art.

Der 10. Jazzbrunch auf der Kristallhütte (18.04.15) ist gleichzeitig der kultige Showdown zum Saisonschluss in Ski-optimal Hochzillertal Kaltenbach. Die „Zutaten“ für den Jazz & Brunch 2015 sind vom Feinsten: Christoph Stock zählt zu den besten Jazzmusikern Tirols, das Feinschmeckerbuffet lässt keine Wünsche offen und der Sonnenplatz auf der Terrasse ist reserviert. Wenn die Hüttenwirte Verena und Stefan Eder um 10.30 Uhr das Buffet eröffnen, schlagen Genießer bei frischem Obst, Müsli, Roastbeef, Lachs und Weißwürsten zu. Ab 11.30 Uhr folgt der nächste Gang zum Buffet – Antipasti und Salate erfreuen den Gaumen. Schlag 12 Uhr Mittag kommen warme Vorspeisen und Hauptgerichte auf den Tisch. Als Zwischengang wird Jazz der Extraklasse „serviert“. Ab 13.30 Uhr lassen Desserts und Früchte, Kuchen und Kaffee den Jazzbrunch stilvoll ausklingen (Preis: 30 Euro inklusive reserviertem Sitzplatz und Musik – Reservierung: info@kristallhuette.at), Kultig ist auch die Übernachtung in der Kristallhütte am Öfelerjoch (2.147 m): Für ein Über-Drüber-Bergerlebnis sorgen acht Suiten, ein Genuss-Gewölbe, Alpine Lodges sowie zweigeschossige Panoramasuiten mit Private Spa und atemberaubenden Zillertaler Bergspitzen-Panorama. Übernachtungsgäste haben außerdem ein Outdoor Day-Spa und einen Indoor-Wellnessbereich zur Wahl. Wer möchte, kann mit der VIP-Luxusgondel von Kaltenbach hinauf ins Hochzillertaler Skierlebnis schweben (buchen auf www.ski-optimal.at).

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