Rendez-vous mit Kunst und Kultur in Nizza

Nizza ist die Hauptstadt der Côte d´Azur und die fünftgrößte Stadt Frankreichs, aber auch das zweitgrößte internationale Touristenzentrum Frankreichs nach Paris. Kunst und Kultur sind hier allgegenwärtig.

Auf derPromenade des Anglais in Nizza kann man die Zeit vergessen.

Am besten man vergisst möglichst schnell alle Klischees, die man so oft mit Nizza und der Cȏte d´Azur verbindet. Von wegen supermondän und nur etwas für die Reichen und Schönen dieser Welt. Auf einer Reise nach Nizza und in seine Umgebung wird man eines Besseren belehrt: Nizza ist erstaunlich weltoffen, gastfreundlich und charmant. Natürlich ist das Preisniveau im alltäglichen Leben etwas gehoben, aber keineswegs übertrieben. Und snobistisch kommen die Stadt und ihre Bewohner auch nicht daher. Ganz im Gegenteil, man spürt an jeder Ecke die lange touristische Tradition, die Bereitschaft, den Gästen einen möglichst schönen Aufenthalt zu garantieren und auch jenen Auskunft zu geben, die des Französischen nicht mächtig sind. Das schafft eine entspannte, freundliche Willkommensatmosphäre, die ihres gleichen sucht.

Auf dem Markt in der Altstadt gibt es frischen Fisch direkt vom Meer.

Auch frisches Obst darf nicht fehlen.

Nizzas Kunst und Kulturschätze

In dieser Villa in Nizza lebte der Maler Henri Matisse.

Zahlreiche Parks und Gärten, Kulturschätze und Kirchen, die Kunstmuseen, Feste und nicht zuletzt das Meer, das in allen Blautönen in der Sonne schimmert, machen die einzigartige Ausstrahlung Nizzas aus. Historisches Flair und südländisch anmutendes Ambiente verbindet sich hier mit architektonischen Schätzen und der Kunst, das Leben zu genießen, zu einer unverwechselbaren Symbiose. Nizza und Umgebung leben das ganze Jahr über im Rhythmus der verschiedenen Festveranstaltungen. Im Winter bringt der Karneval von Nizza, einer der ältesten der ganzen Welt, Ausgelassenheit und Spaß in die Stadt. Im Frühjahr wird das ganze Gebiet eine offene Bühne: Kunst und Kreativität beleben die Straßen und die Museen in Nizza. An den Sommerabenden erklingt überall Musik bei Konzerten und Festivals wie zum Beispiel dem Nice Jazz Festival. Die Belle-Époque-, Art-déco- und Barockarchitektur zeigt sich von der berühmten Fassade des Palais de la Méditerranée über die Kirche Sainte Jeanne d´Arc und ihre zuckerhutförmigen Kuppeln hin zu beeindruckenden Wohnhäusern mit Mosaiken und Basreliefs – das Architekturerbe von Nizza ist absolut sehenswert, die Stadt ist ein wahres Freilichtmuseum.

Der imposante Sonnenbrunnen am Massena-Platz in Nizza lädt zum Verweilen ein.

Nizza kreativ und malerisch

Am 9. August 2026 endet die Tour de France der Frauen in Nizza, an der sieben Kilometer langen Promenade des Anglais. Diese Promenade ist es auch, die jeden Gast in ihren Bann schlägt: Direkt am Meer entlang kann man flanieren, die Sonne genießen, den Malern bei ihren Versuchen zuschauen, das besondere Licht der Bucht in ihren Bildern einzufangen oder direkt am Wasser einen Kaffee oder Tee genießen. Seit Juli 2021 gehört ein Stadtviertel von Nizza, einer Stadt, die sich seit dem 18. Jahrhundert durch und für den Tourismus entwickelt hat, als „Winterurlaubsstadt an der Riviera“ zum UNESCO-Weltkulturerbe. Picasso, Bonnard, Matisse, Chagall und Renoir … die Côte d‘Azur inspirierte zahlreiche große Künstler. Sie bewunderten alle die Schönheit ihrer Landschaften, ihr mildes Klima und ihr einzigartiges Licht, das ihre Küste und das Hinterland, ihre Badeorte und die sich an die Berghänge schmiegenden Dörfer durchflutet.

Kunst im öffentlichen Raum spielt in Nizza eine große Rolle.

Kein Wunder also, dass die Côte d‘Azur so viele Museen und kulturelle Stätten beherbergt, in denen sich die Kunst und das Blau des Himmels und des Mittelmeeres harmonisch miteinander verbinden. Mit über 800 Gemälden, Gouaches, Zeichnungen und Pastellen ist die permanente Sammlung des Nationalmuseums Marc Chagall in Nizza die größte öffentliche Sammlung der Werke des Künstlers weltweit. Die über 900 m² Ausstellungsfläche bieten den Besuchern die Möglichkeit, tief in Chagalls Schaffenswelt einzutauchen. Besonders berühmt ist das Auditorium mit seinen drei großen Glasmalereien, die an die Schöpfung der Welt erinnern. Besonders sehenswert ist auch das Musée Matisse in Nizza, es befindet sich in einer genuesischen Villa aus dem 17. Jahrhundert. Die Sammlung umfasst 600 Werke, persönliche Gegenstände des Künstlers sowie Sonderausstellungen, um das Werk dieses Meisters des 20. Jahrhunderts besser zu verstehen.

Gut beschirmt in einem Indischen Restaurant in Nizzas Altstadt.

In den Cafés in Nizza kann man den Nachmittag genießen.

Künstlerisches Nizza

Das Meer in der Bucht von Nizza erstrahlt in unzähligen Blautönen.

Und was kann man noch in Nizzas Kulturszene entdecken? Das Musée International d’Art Naïf Anatole Jakovsky etwa befindet sich im Château Sainte Hélène und zeigt eine große Sammlung von Werken der Naiven Kunst, die vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Dieses Kunsterlebnis sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Oder eine Vorstellung im Théâtre de la Cité besuchen, hier teilen die Künstler ihre Emotionen mit dem Publikum und laden zu Vorstellungen ein, die mal zum Lachen, mal zum Weinen sind und immer eine sehr menschliche Seite offenbaren. Hier wird künstlerische Vielfalt gefeiert, auf dem Programm stehen neu inszenierte Klassiker ebenso wie zeitgenössische Produktionen, die zu mehr Aufgeschlossenheit animieren.

Die Bucht von Nizza lädt zum Flanieren ein.

Weitere Informationen

https://provence-alpes-cotedazur.com

www.explorenicecotedazur.com  

www.france.fr/de

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Jörg Berghoff

Autor Kurzvorstellung:

Jörg Berghoff führt als freier Autor und Journalist seit 1998 ein Pressebüro für Tourismus, Kultur und Sport. Als Reisejournalist spezialisiert auf Irland, Großbritannien, Europa und Australien. Studium der Kunstgeschichte und Ethnologie, Winzermeister und Buchhändler.

Hinweis: Dieser Beitrag wird regelmäßig von Mitgliedern der Reise-Stories Redaktion wie Heiner Sieger, Gerhard Fuhrmann und Jupp Suttner auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft. Falls Sie Anmerkungen zu diesem Beitrag haben, kontaktieren Sie bitte direkt hier die Redaktion.

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