Zell am See: bis zum Horizont und weiter

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Es herbstelt im Salzburger Land: Wer bei einer Reise nach Österreich nur an Sommer oder Winter denkt, der war noch nie zur goldenen Jahreszeit dort. Jetzt versprüht die Landschaft einen besonderen Charme. Wenn es langsam wieder kühler wird, kann man die Region Zell am See-Kaprun buchstäblich von ihrer schönsten Seite erleben. Genau genommen hat sie für Wanderer, Biker und Golfer Allerfeinstes zu bieten, was zwischen Gletscher, Berg und See an Aktivität und Sensation möglich ist.

geschrieben von Birgit Werner                            fotografiert von Andreas Bienert

Der Ausgangspunkt für unser Aktivprogramm ist die Bezirkshauptstadt des Pinzgaus: Zell am See ist die ideale Verbindung zu See und Berg. Der beschauliche Ort punktet aber auch mit urbanem Flair, guten Restaurants und einer langen Geschichte. Die vielen schönen, alten Häuser erzählen davon. Mitten in der Fußgängerzone und in greifbarer Nähe zum tiefblauen Zeller See, liegt unsere Unterkunft. Es gibt Hotels, die betritt man zum ersten Mal und fühlt sich gleich wie zu Hause. So ging es uns im Romantikhotel. Das Haus ist ein richtiger Familienbetrieb. Sabine und ihr Mann Werner Hörl führen es zusammen mit den beiden Kindern Sebastian und Anna und der Schwiegermutter bereits in der 5. Generation. Für Sabine Hörl ist der Generationenmix das, was das Haus ausmacht, denn jeder bringe seine Erfahrungen, Geschichten und Lebensweisheiten mit, erklärt sie. „Und so verstehen wir uns als Haus von Generationen für Generationen.“ Bei der langen Historie des Hotels bleibt es auch nicht aus, dass es viele Geschichten zu erzählen gibt. Wie die vom Apfelbaum.

Der Weg zum Hoteleingang führt vorbei am imposanten Apfelbaum. Werner Hörl erzählt gerne die Geschichte vom Baum und dem Hotel. Der alte Baum war seit jeher das Zentrum und alles andere wurde um ihn herum arrangiert. Mittlerweile steht der 150 Jahre alte Methusalem unter Naturschutz und wird alljährlich von Spezialisten gehegt und in Form geschnitten, damit er auch weiterhin Äpfel trägt, aus denen ein ganz besonderes Elixier gebrannt wird.

Es sind die Lebenslust und die immer wieder neuen Ideen, mit der die Familie ein ganz besonderes Haus geschaffen hat.

Das Haus feiert heuer 100 Jahre Familie Hörl im Metzgerwirt. Darauf sind alle besonders stolz.

Persönlich, liebenswert und charmant in allen Details – von der Ahnengalerie mit glücklich verheirateten Paaren und alten Generationenfotos bis zum frech durchkomponierten Design der Zimmer im frisch renovierten Teil des Traditionshauses.

Die Pinzgauer Suite: Alpin, aber modern gehalten und harmonisch aufeinander abgestimmt. Ich finde, Design mit Tradition zu verknüpfen, ist besonders gut gelungen. Es duftet herrlich nach Zirbenholz. Das soll die Herzfrequenz senken und fitter machen. Heißes Detail, die eingebaute Sauna im Bad.

Und so ist es eine Freude, sich durchs Haus treiben zu lassen. Oder im Saunabereich abzutauchen und sich dann auf die idyllische Liegefläche des Hotelareals für ein paar stille Momente zu setzen oder zu strecken und das Bergpanorama einzuatmen.

Den See hat man vom Hotel auch fest im Blick. „Für uns ist es wichtig, dass sich unsere Gäste wohlfühlen und sich fallen lassen können. Wir haben immer ein offenes Ohr, sogar für Sorgen und Nöte. Es gibt die Wirteschweigepflicht und das wissen unsere Gäste“, schmunzelt Sabine Hörl. Diese Haltung prägt das sehr persönliche Haus, das sich auf die Fahne geschrieben hat, seine Gäste heiter und vollkommen unbeschwert durch den Romantikurlaub zu begleiten. Das Umhegen geht im Restaurant natürlich weiter. Kulinarisch werden wir mit einer ehrlichen, alpinen Genussküche verwöhnt, deren Zutaten nur aus der Region kommen. Denn wer selbstgemachte Nudeln und frische Kräuter aus dem eigenen Garten hat, braucht keine Geschmacksverstärker.

Das ist der Gipfel auf 3.000 Metern

Nur schwer können wir uns von derartigen Wonnemomenten losreißen, um unser Aktiv-Programm zu starten. Wandern und Klettern, Schwimmen und Biken, Laufen und Golfen: Die Region hat einfach so viel zu bieten, dass wir überlegen müssen, was wir zuerst angreifen. Wir schnappen uns die Sommercard, mit der wir uns gratis durch den gesamten Pinzgau bewegen können und machen uns auf, Salzburgs einzigen Gletscher, das Kitzsteinhorn, zu erkunden. Mit der Panoramagondel fahren wir vom Ortszentrum Kaprun über den Maiskogel bis zum Kitzsteinhorn auf 3.029 Meter. Von den Aussichtsplattformen „Top of Salzburg“ und „Nationalpark Gallery“ ist der Ausblick grandios und teilweise nebelverhüllt. Die vergletscherten Gipfel des Nationalparks Hohe Tauern glänzen in der Sonne und der höchste Berg Österreichs, der Großglockner spitzt majestätisch zwischen den Wolken hervor. Österreichs mächtigste Berge scheinen zum Greifen nah.

Etwa eine halbe Stunde Fahrt entfernt, ist das faszinierende Naturschauspiel der Krimmler Wasserfälle zu beobachten. Kraftvoll und doch filigran wie ein Brautschleier stürzen sich die Wassermassen über drei Fallstufen 380 Meter in die Tiefe – gewaltig und beeindruckend.

Den Ursprung der Krimmler Wasserfälle bildet die Krimmler Ache. Sie beginnt am Ende des Krimmler Achentales und durchfließt zuerst sanft ca. 20 km ebene Almböden, um danach als tosender Gletscherbach den Talausgang zu erreichen und die gewaltigen Stufen der Krimmler Wasserfälle hinab zu stürzen.

Zum Abschluss unserer  Auszeit wollen wir auf dem Leading-Golf-Course Zell am See noch eine Runde spielen. Das Hotel gehört zu den Gründungsmitgliedern, sodass wir zu einem verbilligten Greenfee spielen können. Golfen zwischen Berg, See und Gletscher soll auf dem Platz ein besonderes Erlebnis sein.

Romantikhotel Zell am See 4*
Sebastian-Hörl-Straße 11
A-5700 Zell am See
T. +43(0) 6542 72520
www.romantik-hotel.at

www.zellamsee-kaprun.com
www.kitzsteinhorn.at
www.wasserwelten-krimml.at

www.golf-zellamsee.at

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